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23.03.2014, 18:03

Das Wetter sorgt wieder für Chaos

Kristoff jubelt in San Remo - Ciolek "eingeklemmt"

Die "Primavera" hatte mit Frühling einmal mehr nicht viel zu tun: Auch die 105. Auflage des Klassikers Mailand-San Remo wurde am Sonntag von Wetterkapriolen aller Art heimgesucht. Den Titel holte sich nach 294 schweren Kilometern in Alexander Kristoff erstmals ein Norweger - Vorjahressieger Gerald Ciolek erreichte Platz neun und war damit zufrieden.

Alexander Kristoff
Strahlemann auf nasser Strafe: Alexander Kristoff fährt als Erster in San Remo über den Zielstrich.
© Getty ImagesZoomansicht

Bei Regen, Wind und zeitweise sogar Hagel ist Einzelkämpfer Gerald Ciolek ein erneuter Triumph beim Frühjahrsklassikers Mailand-San Remo verwehrt geblieben. Stattdessen sorgte Alexander Kristoff für den ersten norwegischen Sieg. Der Fahrer vom russischen Katusha-Team setzte sich nach 294 Kilometern im Sprint einer mehr als 20-köpfigen Spitzengruppe vor dem viermaligen Zeitfahr-Weltmeister Fabian Cancellara (Schweiz) und dem Briten Ben Swift durch. Ciolek, der bei der denkwürdigen Vorjahresauflage überraschend triumphiert hatte, landete im Schlusssprint als bester Deutscher auf dem neunten Platz. Allerdings war der Pulheimer im Finale komplett auf sich alleine gestellt.

"Ich bin mit meiner Leistung zufrieden. Ich habe gezeigt, dass mein Sieg im Vorjahr kein Zufall war. Ich wollte bei den letzten Anstiegen vorne dabei sein. Das ist mir gut gelungen. Am Ende war ich ein wenig eingeklemmt. Da konnte ich meinen Sprint nicht so entfalten", sagte Ciolek der Nachrichtenagentur dpa und sprach von einem "chaotischen Finale".

Defekt bei Degenkolb - Spezialfahrzeuge in San Remo

Das größte Stehvermögen beim ersten Höhepunkt der Radsport-Saison 2014 auf der Lungomare Italo Calvino hatte Kristoff, der den Sieg des Traditionsrennens erstmals nach Norwegen holte. Dabei setzte er sich auch gegen so starke Sprinter wie Ex-Weltmeister Mark Cavendish (Großbritannien/5.) oder Peter Sagan (Slowakei/10.) durch. Der gebürtige Rostocker André Greipel und der Thüringer John Degenkolb waren auch lange in der Spitzengruppe vertreten, für ganz vorne reichte es aber nicht. Degenkolb warf insbesondere ein Reifendefekt zurück.

Die Primavera wurde ihrem Namen als "Fahrt in den Frühling" wie schon im Vorjahr, als es zwischenzeitlich sogar geschneit hatte, nicht gerecht. Fast vom Start weg mussten sich die Fahrer im Dauerregen Richtung San Remo kämpfen, auf dem Turchino-Pass kam auch noch Hagel hinzu. In San Remo waren sogar Spezialfahrzeuge im Einsatz, die die großen Wassermassen von den Straßen beförderten, um den Fahrern eine vernünftige Zielankunft zu ermöglichen.

In gewohnter Manier setzte sich auch diesmal frühzeitig eine Spitzengruppe vom Hauptfeld ab. Sieben Fahrer, darunter auch der Tscheche Jan Barta vom deutschen Team NetApp-Endura, fuhren zwischenzeitlich einen Vorsprung von über zehn Minuten heraus. Damit setzte die NetApp-Mannschaft ihre Ankündigung in die Tat um, bei ihrer San-Remo-Premiere das Rennen offensiv anzugehen. Gut 40 Kilometer vor dem Ziel war Barta aber mit seinen Kräften am Ende und musste abreißen lassen. Als letzter Ausreißer wurde hinter der Kuppe des vorletzten Anstiegs Cipressa der Niederländer Maarten Tjallingii gestellt.

Nibali attackiert vergebens

Zu der Zeit hatte Girosieger Vincenzo Nibali bereits seine Attacke auf den ersten italienischen Sieg seit 2006 gestartet. Zwischenzeitlich lag er gut 40 Sekunden vor dem Feld der Topfavoriten. Es reichte nicht. Am Poggio waren die Stars der Szene wieder beisammen und es kam zum Massensprint.

Den Sprintern kam dabei zugute, dass die Veranstalter im Vorfeld auf den fünf Kilometer langen und bis zu 14 Prozent steilen Pompeiana-Anstieg zwischen Cipressa und Poggio wegen der Straßenschäden nach starken Regenfällen in den vergangenen Monaten verzichtet hatten. Erst danach hatten reine Sprinter wir Greipel und Cavendish das Rennen fest in ihre Planungen aufgenommen.

(dpa)

 

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