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10.07.2013, 07:40

Zeitfahr-Spezialist setzt sich neue Ziele

Martin "speckt ab" und will aufs Podium

Tony Martin will trotz seiner Blessuren heute das Zeitfahren bei der 100. Tour de France über 33 Kilometer zum berühmten Mont-Saint-Michel gewinnen. Doch für die Zukunft plant der 28-Jährige eine Verwandlung: Von einem reinen Zeitfahr-Spezialisten soll er zum Allrounder umschulen, der in den Kampf der Besten um den Sieg im Gesamtklassement eingreifen kann. Das Potenzial dazu wird Martin von den Experten bescheinigt.

Tony Martin und Manuel Garate
Er kann es: Tony Martin vor Manuel Garate im Jahr 2009 hinauf zum Mont Ventoux. Am Ende hatte der Spanier aber die Nase vorn.
© picture allianceZoomansicht

"Es wäre schön, noch mal neue Ufer zu erreichen und sich neue, größere Ziele zu setzen", sagte Martin am Rande der Frankreich-Rundfahrt.

Zu Beginn seiner Karriere machte Martin durchaus auch als Rundfahrer auf sich aufmerksam und weckte in Deutschland Hoffnungen auf große Erfolge. Im Jahr 2009 gewann er sogar die Bergwertungen bei Paris - Nizza sowie der Tour de Suisse. Und bei der Tour musste er sich hinauf zum berühmt-berüchtigten Mont Ventoux nur dem spanischen Sieger Manuel Garate geschlagen geben, zudem trug er lange Zeit das Weiße Trikot als bester Nachwuchsprofi. Das Potenzial als Allrounder schlummert also in Martin.

Anschließend konzentrierte sich der gebürtige Cottbuser aber auf das Zeitfahren - mit der Konsequenz, dass er gleich bei den ersten ernsthaften Bergen von den Konkurrenten mehr oder weniger abgehängt wurde. In seiner Spezialdisziplin hat er aber nahezu alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Deshalb setzt er sich nun neue Ziele: "Ich würde es gerne noch einmal versuchen, auf Gesamtwertung zu fahren", sagte er.

Tony hat den Motor, um die Tour zu gewinnen, und außergewöhnliche Regenerationsfähigkeiten.OmegaPharma-Quickstep-Teamarzt Helge Riepenhof

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Von etlichen Experten wird ihm bescheinigt, dass er das Zeug zum Podium in Paris besäße. "Tony hat den Motor, um die Tour zu gewinnen, und außergewöhnliche Regenerationsfähigkeiten", sagte der deutsche OmegaPharma-Quickstep-Teamarzt Helge Riepenhof. Bis dahin ist es aber ein langer, und vor allem steiniger Weg. Dessen ist sich Martin bewusst: "Wenn man sieht, welche Hungerhaken da vorne herumfahren, dann müssen mehr als nur zwei, drei Kilo runter", sagte er und verwies auch auf den Körperbau von Tour-Topfavorit Christopher Froome, der bei einer Größe von 1,86 Meter nach eigener Aussage 67 Kilo auf die Waage bringt. "Jedes Kilo sind fünf bis sechs Watt weniger Kraftaufwand", betonte Martin, der ähnlich groß, aber deutlich schwerer als Froome ist.

Abspecken ist also angesagt, wobei sich die Sache nicht so einfach darstellt. Denn in Sachen Körperfettanteil ist Martin wie die meisten anderen Radprofis bereits am Limit, eine Gewichtsreduktion auf diesem Wege also nicht zu erreichen. Der Schlüssel muss bei den Muskeln angesetzt werden, von denen Martin reichlich aufgebaut hat. "Tony muss seine großen Muskelpakete an den Oberschenkeln verringern, das geht mit speziellem Training. Auch an den Schultern hat er ziemlich viel Muskulatur", sagte Riepenhof.

Von seinem Team wird sein Gewicht aktuell mit 75 Kilogramm angegeben. In Zukunft dürfte es sich so um die 70 Kilogramm bewegen, wenn nicht sogar darunter.

Kittel: "Wenn Martin eine gute Tour erwischt, hat er schon Chancen"

Seine deutschen Kollegen sind von den Plänen angetan. "Wenn Tony mal eine für ihn gute Tour erwischt, hat er schon Chancen", sagt der Arnstädter Marcel Kittel. Dessen Argos-Teamgefährte John Degenkolb (Gera) stimmt zu: "Wenn Tony bei einer Grand Tour in die Top Ten fährt, das wäre super. Etwas Besseres könnte dem deutschen Radsport nicht passieren." Gerade weil die Gesamtwertung in Deutschland so eine hohe Bedeutung habe. "Wenn du um das Gelbe Trikot mitkämpfst, das schwebt über allem anderen", sagt Degenkolb.

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