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30.06.2013, 11:27

Nach Sturz beim Auftakt

Martin setzt die Tour fort

Schnittwunde, Lungenprellung, Schürfwunden - und doch setzt Tony Martin die 100. Tour de France fort. Der Zeitfahrspezialist geht am heutigen Sonntag bei der 2. Etappe, die quer über Korsika von Bastia und Ajaccio führt, an den Start. Am Samstag war Martin fünf Kilometer vor dem Ziel gestürzt und hatte Erinnerungen an die Tour 2012 wach werden lassen.

Tony Martin
Gezeichnet: Tony Martin stürzte gleich beim Tour-Auftakt - bleibt aber im Rennen.
© Getty ImagesZoomansicht

Vor einem Jahr war Martin nach einem Reifenschaden im Prolog auf der ersten Etappe gestürzt und hatte eine Handfraktur davongetragen. Nach dem neunten Teilstück ging es damals für ihn nicht mehr weiter.

Wie lange er bei der Jubiläumsausgabe der "Großen Schleife" durchhalten wird, bleibt abzuwarten, am Sonntag jedenfalls steigt Martin wieder auf den Sattel. "Tony wollte unbedingt weiterfahren und aus medizinischer Sicht spricht nichts dagegen, sonst hätten wir das nicht zugelassen", sagte Helge Riepenhof, Teamarzt des Quickstep-Rennstalls, der dpa.

Martin hatte am Samstag bei dem Massensturz eine tiefe Schnittwunde am Ellenbogen, eine Lungenprellung und Schürfwunden am ganzen Körper erlitten - allerdings, das ergaben später Untersuchungen im Krankenhaus, keine Brüche. Am Abend war der Wahlschweizer zur Mannschaft zurückgekehrt.

"Ich habe in der Nacht dreimal nach ihm geschaut", berichtete Riepenhof am Sonntag: "Zweimal hat er geschlafen, einmal war er wach. Er ist fast am ganzen Körper verpflastert." Via Facebook hatte Martin noch am Vorabend leichte Entwarnung gegeben und seine Freude über eine Trost-SMS von Etappensieger Marcel Kittel zum Ausdruck gebracht: "Das hat mich echt aufgebaut und gefreut. Er hat im Moment seines größten Erfolges in seiner Karriere an mich gedacht, und das ist nicht selbstverständlich."

Tour de France: Mannschaftszeitfahren nach Korsika-Rundfahrt
Martin scheitert an 75 Hundertstelsekunden
Anstelle von zerklüfteten Küstenstreifen fuhren die Athleten auf der 4. Etappe der 100. Tour de France durch die französische Hafenstadt Nizza.
Unter Palmen

Anstelle von zerklüfteten Küstenstreifen fuhren die Athleten auf der 4. Etappe der 100. Tour de France durch die französische Hafenstadt Nizza.
© Getty Images

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