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07.04.2013, 16:35

111. Auflage von Paris-Roubaix

Die "Hölle des Nordens" gehört Cancellara

Die 111. Auflage des Frühjahrsklassikers Paris-Roubaix forderte von den Fahrern mal wieder alles ab. Fabian Cancellara war bereits als Topfavorit ins Rennen gegangen, trotzte allen Widrigkeiten auf über 50 Kilometer Kopfsteinpflaster, ließ sich auch von zahlreichen Stürzen nicht aus dem Konzept bringen und den Belgier Sep Vanmarcke nach 254,5 Kilometern im Sprint scheinbar locker stehen. Völlig entkräftet stieg er danach allerdings vom Rad und konnte kaum mehr alleine gehen.

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Fabian Cancellara
Kam heil über die Pflastersteinpassagen und war im Sprint nicht zu schlagen: Fabian Cancellara.
© Getty Images Zoomansicht

Auf der alten Betonpiste im Vélodrome von Roubaix hatten sich die beiden Solisten am Sonntag einen Schlussspurt nach Bahnfahrer-Manier geliefert. Allerdings war Vanmarcke (Blanco) Cancellara ein lange ebenbürtiger Gegner. Auch als der Zeitfahr-Olympiasieger von 2008 auf dem Pavé-Stück Carrefour l'Arbre beschleunigte, hielt der Belgier dagegen. Vier Kilometer vor dem Ziel parierte er eine weitere Attacke. Auf den letzten Metern hatte Cancellara aber den größeren Punch. Bester deutscher Profi war der Thüringer John Degenkolb, der hinterher zugab, nicht den besten Tag erwischt zu haben.

Cancellara war er als einziger RadioShack-Fahrer schon früh isoliert, während die Klassikermannschaft Omega Pharma-Quick Step noch mit drei Fahrern das Geschehen bestimmen konnte. Kurz darauf schien der große Favorit bereits geschlagen, als er kurzzeitig abreißen ließ. Womöglich war es aber nur eine taktische Raffinesse des Berners, denn kurz darauf fegte er mit kräftigem Tritt wieder durch das Feld und holte die Ausreißer fast im Alleingang ein. Pech hatte dabei der frühere Cross-Weltmeister Zdenek Stybar, der mit Cancellara und Vanmarcke aussichtsreich im Rennen lag, ehe er von einem Zuschauer touchiert wurde und aus dem Tritt geriet.

Während der Fahrt von Compiegne vor den Toren der französischen Hauptstadt Paris nach Roubaix war es immer wieder zu kleineren Stürzen gekommen. Im Vergleich zu früheren Auflagen des Rennens ging es aber geradezu harmlos zu, auch weil das Wetter mit Sonnenschein und Temperaturen um die zehn Grad mitspielte.

Es war der härteste Tag, seit ich Rennen fahre. Fabian Cancellara

Für Cancellara war es der dritte Sieg nach 2006 und 2010 in der "Hölle des Nordens", die in diesem Jahr 52,6 Kilometer an Kopfsteinpflaster-Passagen für die Fahrer bereithielt. Vorjahressieger Tom Boonen war nicht am Start, nachdem der Belgier bei einem Sturz in der vergangenen Woche bei der ebenfalls von Cancellara gewonnenen Flandern-Rundfahrt einen Rippenbruch erlitten hatte. Dem Schweizer glückte als 12. Fahrer das "Double" aus Flandern-Rundfahrt und Paris-Roubaix.

Der begehrteste Stein im Radsport: Fabian Cancellara hat jetzt drei.
Der begehrteste Stein im Radsport: Fabian Cancellara hat jetzt drei.
© picture alliance Zoomansicht

Im Ziel fiel Cancellara jedoch entkräftet zu Boden und musste von Helfern in die Ruhezone geführt werden. Bei der Siegerehrung hatte er zumindest wieder die Kraft gefunden zu lächeln, und die Pflasterstein-Trophäe in die Höhe zu stemmen. "Dieser Sieg ist etwas Besonderes, ich musste so hart dafür kämpfen. Es war der härteste Tag, seit ich Rennen fahre", sagte Cancellara.

So nahm Cancellara nach der Tortur über die 27 staubigen Pavé-Sektoren aus der Zeit Napoleons seinen dritten Pflasterstein nach 2006 und 2010 als Siegerpokal in Empfang.

07.04.13
 
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