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23.01.2013, 17:21

UCI unter Druck - Niederländer will Namen nennen

Dekker verspricht umfassendes Geständnis

Der Radsport hat noch einige unruhige Monate vor sich. Im Windschatten von Lance Armstrong werden mehr und mehr Details aus den letzten beiden Jahrzehnten bekannt. Thomas Dekker hat ein umfassendes Geständnis angekündigt, möchte, anders als Armstrong, ins Detail gehen und auch Namen nennen. Derweil wird der Druck auf den Weltverband UCI nicht geringer. Wie das niederländische Magazin "Vrij Nederland" berichtet, soll die UCI sogar als Gehilfe von dopingverdächtigen Fahrern aufgetreten sein.

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Thomas Dekker
Will kein Blatt vor den Mund nehmen: Thomas Dekker.
© imago Zoomansicht

Nach dem öffentlich inszenierten Geständnis von Armstrong war die Enttäuschung groß. Der US-Amerikaner gab lediglich zu, was jeder wusste. Langjähriges Doping mit nahezu allen zur Verfügung stehenden Mitteln. Ärzte, Helfer, Namen wollte er nicht preisgeben. Das will Dekker nun anders machen. Der geständige Dopingsünder will in vollem Umfang mit den Anti-Doping-Behörden kooperieren und dabei sein ganzes Wissen offenlegen. Das kündigte er am Mittwoch in einer Stellungnahme auf der Internetseite seines Managements SEG an.

"Es gibt viele Details und Menschen, die in meine Doping-Vergangenheit involviert waren. Das alles, auch die Namen jener, die mir geholfen haben, werden genannt", sagte Dekker. Ein erstes Gespräch mit den Verantwortlichen soll in zwei Wochen stattfinden. Erst am Wochenende hatten Dekker und Danny Nelissen von organisiertem Doping im Rabobank-Team berichtet.

Dekker war 2009 des EPO-Dopings überführt worden. Bereits im Jahre 2006 habe er mit EPO gedopt und ab 2007 auch Bluttransfusionen erhalten.

Verbruggen muss sich rechtfertigen

Zudem wirft ein Bericht des niederländischen Magazins "Vrij Nederland" wieder einmal Fragen auf, wie die Rolle der UCI in den letzten Jahren aussah. Vertrauliche Dokumente sollen zeigen, dass Topfahrer und Teammanager zum UCI-Hauptquartier nach Aigle in der Schweiz eingeladen worden waren. Dort soll UCI-Chefarzt Mario Zorzoli Powerpoint-Präsentationen abgehalten haben, in denen er die Anti-Doping-Strategie der UCI und Informationen über verdächtige Werte publik gemacht habe.

Auch der niederländische Radprofi Karsten Kroon räumte ein, dass er von Lon Schattenberg aus der UCI-Anti-Doping-Kommission im Jahre 2004 wegen abnormaler Blutwerte gewarnt worden sei. Der australische Anti-Doping-Experte Michael Ashenden kritisierte das Vorgehen der UCI. Damit sei den Fahrern die Möglichkeit gegeben worden, ihr Dopingprogramm anzupassen, um einen positiven Test zu umgehen.

Der umstrittene Ehrenpräsident Hein Verbruggen verteidigte indes die Anti-Doping-Politik der UCI. Er habe nicht unangemessen gehandelt, sagte Verbruggen. Das Vorgehen, wonach verdächtigten Fahrern mitgeteilt worden war, dass sie unter Beobachtung stünden, sei konform zu dem von anderen Verbänden gewesen. "Prävention durch Abschreckung und Repression" sei das Ziel gewesen, ergänzte Verbruggen, der sich seit dem Bekanntwerden des Armstrong-Skandals schweren Anschuldigungen ausgesetzt sieht.

23.01.13
 
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