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20.12.2012, 13:27

Galimsjanow wird für zwei Jahre gesperrt

Dopingfälle kosten Katusha die Lizenz

"Die Hoffnung stirbt zuletzt" heißt es seit Jahren im Radsport, wenn es um das Thema Doping geht. Immerhin gibt es Anzeichen dafür, dass der Weltverband härter als in der Vergangenheit durchgreift. Zuletzt bekam das der Katusha-Rennstall zu spüren, der aufgrund zahlreicher Dopingfälle ohne Lizenz für die WorldTour da steht.

Teampräsentation mit Fragezeichen: Katusha blickt einer ungewissen Zukunft entgegen.
Teampräsentation mit Fragezeichen: Katusha blickt einer ungewissen Zukunft entgegen.
© picture alliance

Denn am Rande der Teampräsentation des russischen Teams wurde bekannt, dass wegen der hohen Anzahl der Dopingfälle in den vergangenen vier Jahren die Lizenz verweigert wurde. Dies erklärte Generalmanager Wjatscheslaw Jekimow am Rande am Mittwoch in Brescia/Italien, wo die Mannschaft vorgestellt wurde.

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Gleichzeitig äußerte der dreimalige Olympiasieger sein Unverständnis über die Entscheidung des Rad-Weltverbandes UCI und verteidigte den Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS. "Uns wurde mitgeteilt, dass Katusha im Zeitraum von 2009 bis 2012 die meisten Dopingfälle aller Pro-Tour-Teams hatte. Außerdem hat die UCI gesagt, wir würden teamintern zu wenig Tests durchführen lassen", erklärte Jekimow: "Uns wurden die Fälle von Alexander Kolobnew und Denis Galimsjanow zur Last gelegt, aber sie sollten nicht zählen." Kolobnew (Diuretika) sei von allen Dopingvorwürfen freigesprochen worden, Galimsjanow (Epo) habe die alleinige Verantwortung übernommen.

Dafür wurde er mittlerweile von der russischen Anti-Doping-Agentur für zwei Jahre gesperrt. Der Beginn der Sperre wird rückdatiert auf den 13. April dieses Jahres. Die UCI hatte Galimsjanow bereits vorläufig suspendiert.

Für Katusha ist durch die verlorene Lizenz noch offen, an welchen Rennen das Team in der kommenden Saison teilnehmen darf. Denn nur die 18 ProTour-Teams genießen bei den wichtigsten Rennen und den drei großen Rundfahrten ein automatisches Startrecht. Damit ist Katusha auf Einladungen der Veranstalter angewiesen.

20.12.12
 
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