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06.12.2012, 17:45

MTN-Qhubeka: Mehr als nur ein Rennstall

Ciolek: Über Südafrika zur Tour?

Gerald Ciolek feierte in jungen Jahren zuhauf Erfolge und schien eines der größten Versprechen des deutschen Radsports auf die Zukunft zu sein. Doch zuletzt haben ihm nachrückende Fahrer wie John Degenkolb oder Marcel Kittel den Rang abgelaufen. Nun versucht der Sprint-Spezialist einen Neustart - in Südafrika. Ziel des 26-Jährigen sind aber weiterhin die europäischen Rennen - bis hin zur Tour.

Andreas Stauff, Martin Reimer, Gerald Ciolek und Jens Zemke
Deutsche Legionäre in Südafrika: Andreas Stauff, Martin Reimer, Gerald Ciolek und Teamchef Jens Zemke (v.l.n.r.) vom Team MTN-Qhubeka.
© picture allianceZoomansicht

Im Jahr 2005 bezwang Ciolek als damals 19-Jähriger sensationell Erik Zabel und wurde in Mannheim vor dem deutschen Sprintstar deutscher Meister im Straßenrennen. Ein Jahr später setzte er noch eins drauf und sicherte sich in Salzburg den Titel als U-23-Weltmeister. Anschließend wagte er den Sprung zu den Profis und unterschrieb beim damaligen Team T-Mobile.

Und auch eine Etage höher fuhr er Siege ein. Er gewann Etappen bei der Deutschland-Tour, der Österreich-Rundfahrt und der Bayern-Rundfahrt. Mit dem Triumph auf der 2. Etappe der Vuelta im Jahr 2009 feierte er seinen größten Erfolg. Anschließend stockte seine Karriere, auch wenn er des Öfteren nur denkbar knapp am Sieg vorbeischrammte. Dennoch, die junge Garde um Degenkolb und Kittel, aber auch der weit routiniertere Andre Greipel sprinteten an ihm vorbei.

Für die kommende Saison wagt Ciolek nun einen Neuanfang. Und diesen wird er außerhalb Europas in Angriff nehmen. Genauer, in Südafrika, beim Team MTN-Qhubeka aus Johannesburg. Die Equipe war bisher drittklassig, für das Jahr 2013 wurde sie von der UCI aber mit einer Pro-Continental-Lizenz ausgestattet.

"Wir wollen als erstes afrikanisches Team zur Tour de France"MTN-Qhubeka-Teamchef Jens Zemke

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Dies war wichtig für Ciolek, der als Kapitän der Mannschaft fungieren wird und weiterhin die Rennen in Europa im Blick hat: "Vielleicht klappt es mit Einladungen zur Algarve-Rundfahrt, zu Tirreno-Adriatico oder Mailand-San Remo - ich bin zuversichtlich", sagte Ciolek. Dabei steht er allerdings selbst in der Pflicht. Denn mit jedem Sieg, denn er herausfährt, steigen die Hoffnungen auf Einladungen bei den großen Rennen: "Gerald muss ein paarmal treffen - dann läuft's", erklärte Teamchef Jens Zemke. Der 46-jährige ist bereits seit einem Jahr bei den Südafrikanern tätig.

Nicht nur wegen Zemkes Engagement hat das Team längst internationale Standards erreicht. "Die Ausstattung ist top, alles läuft sehr professionell", bestätigte Ciolek. Nicht nur aus diesem Grund haben sich auch Cioleks Landsleute Andreas Stauff und Martin Reimer für den Schritt nach Südafrika entschlossen. Reimer wurde im Jahr 2009 deutscher Meister, pausierte aber in dieser Saison, da er wegen ausbleibender Erfolge keinen Vertrag erhielt. Bei MTN-Qhubeka versucht er nun sein Comeback im Profiradsport.

Ansonsten kommt ein Großteil der Fahrer aus Afrika. Eritrea, Äthiopien, Algerien oder Südafrika heißen die Herkunftsländer der Profis. Als Exot sieht Ciolek das Team aber nicht. "Wir sind nicht die 'Cool Runnings' des Radsports", sagte der Pulheimer mit Hinweis auf den Kinofilm über das erste jamaikanische Bobteam, das 1988 an den Olympischen Spielen in Calgary teilnahm und vor allem für Amüsement sorgte.

Qhubeka: Stiftung mit sozialem Anspruch

Dafür sorgen besonders zwei Umstände. Das Team ist professionell geführt und aufgestellt, die Zielsetzung ist hoch: "Wir wollen als erstes afrikanisches Team zur Tour de France", bestätigte Zemke. Zum anderen wäre da noch der soziale Background des Rennstalls. Denn Qhubeka ist eine Stiftung, die sich zum Ziel gesetzt hat, durch die Verteilung von Fahrrädern die Mobilität der zumeist ärmeren Kinder und Jugendlichen in den Townships zu verbessern. Bereits 40.000 Räder wurden bisher ausgegeben, eine Million sollen es einmal werden. Nicht nur, aber auch deshalb, identifizieren sich die meisten Südafrikaner mit dem Team, wie Zemke berichtete.

06.12.12
 
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