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03.12.2012, 16:45

Als Kandidat der "Change-Cycling-Now"-Bewegung

LeMond tritt gegen McQuaid an

Der dreimalige Tour-de-France-Sieger Greg LeMond galt während seiner Karriere als sauberer Profi und integrer Sportsmann, anschließend profilierte er sich als Vorkämpfer im Anti-Doping-Kampf. Der US-Amerikaner schreckte dabei nicht vor Konfrontationen mit dem Radsport-Weltverband (UCI) zurück, den er mehrfach harsch kritisierte. Und nun kündigte LeMond an, für die Wahl des UCI-Präsidenten im September 2013 kandidieren zu wollen.

Greg LeMond
Wirft den Hut in den Ring: Greg LeMond will Pat McQuaid als UCI-Präsident ablösen.
© picture allianceZoomansicht

"Ja, ich bin bereit dafür. Ich wurde gefragt und habe eingewilligt. Es ist Zeit zu handeln - jetzt oder nie - wenn wir das Vertrauen der Öffentlichkeit und Sponsoren für den Radsport zurückgewinnen wollen", sagte LeMond am Montag in einem Interview mit der französischen Zeitung 'Le Monde'. Er wisse nicht, ob er der beste Kandidat sei, aber er sei "gewillt, die Institution demokratischer und transparenter aufzustellen". Auch wolle er nach einem geeigneten Nachfolger suchen, der diesen Kurs langfristig durchsetzen könne.

LeMond wird als Kopf der erst kürzlich gegründeten Initiative "Change Cycling Now" ins Rennen um das Präsidentenamt bei der UCI gehen. Die Organisation wurde vom australischen Unternehmer (Skins) und Radsport-Sponsor Jaimie Fuller nach den Enthüllungen der Doping-Praktiken um Lance Armstrong gegründet. Die Bewegung will eine Neu-Regulierung des Radsports. Dazu müsse besonders der Dachverband UCI umgekrempelt werden, auch regt die Bewegung unabhängige Dopingkontrollen an. Jeder dem Radsport verbundene Interessierte ist aufgerufen, positive Vorschläge für die Zukunft des Radsports zu machen.

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Auf einem zweitägigen Meeting am Wochenende in London wurden erste Wege für eine Zukunft des Radsports skizziert. Ein Weg soll die Übernahme des Präsidentenamts durch LeMond sein: "Jetzt oder nie ist nach dem Erdbeben der Affäre Armstrong der Moment, etwas zu ändern", sagte der 51-Jährige, seit Jahren ein scharfer Armstrong-Kritiker. "Wenn wir der Öffentlichkeit und den Sponsoren das Vertrauen in den Radsport zurückgeben wollen, müssen wir jetzt handeln", erklärte LeMond, der nach der Aberkennung der Tour-Siege Armstrongs zwischen 1999 und 2005 wieder der einzige Tour-Sieger aus den USA ist.

Mit dem momentanen Amtsinhaber Pat McQuaid und dessen Vorgänger Hein Verbrüggen ging LeMond hart ins Gericht: "Es gab 1998 den Festina-Skandal, 2006 die Operacion Puerto und jetzt Armstrong - jedes Mal haben sie einen Neustart für den Radsport angekündigt. Und was hat sich geändert? Nichts", lautete LeMonds Urteil.

Zu dem prominent besetzten Gremium gehören außer LeMond unter anderen der Blut-Doping-Experte Michael Ashenden und die Ex-Profis Jonathan Vaughters, Paul Kimmage und Doping-Kronzeuge Jörg Jaksche. Der Ansbacher forderte: "Wir müssen die Vergangenheit aufklären, dann haben wir eine Zukunft".

Greg LeMond stand in den Jahren 1986, 1989 und 1990 in Paris ganz oben. Bei seinem Triumph im Jahr 1989 lag er lediglich acht Sekunden vor dem mittlerweile verstorbenen Laurent Fignon. Es ist bis heute der geringste Vorsprung eines Toursiegers. Weitere große Erfolge waren die Siege bei der Straßenrad-WM in den Jahren 1983 und 1989 sowie der Gewinn der Dauphine Libéré. Im Jahr 1994 beendete er seine aktive Karriere.

03.12.12
 
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