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06.11.2012, 09:15

Voigts Unschuld angezweifelt

Hamilton teilt weiter aus - auch gegen Riis

Tyler Hamilton, ehemaliger Radprofi und Dopingsünder sowie einer der Kronzeugen in den USA gegen Lance Armstrong, hat erneut ehemalige Weggefährten schwer belastet. Der US-Amerikaner, der zuletzt immer wieder durch neue Anschuldigungen von sich reden machte, fuhr schwere Geschütze gegen den Saxo-Bank-Teamchef Bjarne Riis auf. Hamilton glaubt zudem nicht an die Unschuld von Jens Voigt.

Tyler Hamilton und Bjarne Riis
Ein Bild aus gemeinsamen Tagen bei CSC: Tyler Hamilton (li.) und sein Teamchef Bjarne Riis im Jahr 2003.
© picture allianceZoomansicht

"Bjarne wusste Bescheid, wenn ich gedopt wurde. Er wusste alles", sagte Hamilton am Montag in einem Interview mit der dänischen Tageszeitung "B.T". Hamilton weilte in Kopenhagen, um für sein Buch "The Secret Race" ("Das heimliche Rennen") zu werben.

Darin beschuldigte Hamilton seinen ehemaligen Boss Riis schwer. Der Däne, unter dessen Fittichen er in den Jahren 2002 und 2003 fuhr, soll Hamilton auch die Kontaktdaten von Eufemiano Fuentes, dem Hauptdrahtzieher im Dopingskandal von 2006 gegeben haben. Riis hatte bisher bestritten, Fuentes überhaupt zu kennen und ihm auch nie persönlich begegnet zu sein. "Aber das ist nicht wahr", behauptet Hamilton. Man habe sich 2003 einmal zusammen in einem Hotelzimmer in Spanien am Rande der Baskenland-Rundfahrt getroffen. Riis habe gewusst, dass er Fuentes kontaktieren wollte und gefragt, ob er mitkommen könne. "Ich weiß nicht, ob sie sich da zum ersten Mal getroffen haben, aber an diesem Tag waren wir alle drei zur gleichen Zeit im gleichen Raum", so Hamilton.

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Die neuen Vorwürfe Hamiltons könnten Folgen für Riis haben. "Wenn Hamiltons Behauptung stimmt, dass Riis Fuentes kannte, hat der keinen Platz mehr im Radsport", sagte der Chef des dänischen Radsportverbandes (DCU), Tom Lund, noch am Montag dem TV-Sender "DR2". Riis hat bisher nur zugegeben, während seiner aktiven Karriere gedopt zu haben. Seitdem er 2001 als Teammanager in den Profiradsport zurückkehrte, profilierte er sich als entschiedener Dopinggegner. Dieses Image könnte sich nun aber als grundlegend falsch herausstellen.

Hamilton zweifelt an Voigt

Mit Jens Voigt zieht Hamilton aber die Glaubwürdigkeit eines weiteren Anti-Doping-Kämpfers in Zweifel. Der Berliner hatte mehrfacht betont, nie in seiner Karriere gedopt zu haben, bzw. Dopingpraktiken erlebt zu haben. Genau jene Aussagen wiederholte er erst letzte Woche gegenüber der "B.T.".

Hamilton glaubt aber nicht an die Version Voigts. "Glaubt er, dass ihr (Journalisten, die Red.) Idioten seid? Das ist das Lächerlichste, was ich je in meinem Leben gelesen habe. (...) Man müsste mit Scheuklappen herumgelaufen sein, wenn man in einer Karriere über 15 Jahre nie etwas gehört oder gesehen haben will." Allerdings gestand er ein, keine Beweise für seine Anschuldigungen gegen Voigt vorlegen zu können.

Voigt selbst meldete sich im Laufe des Montags via "Twitter" zu Wort: "Sieht so aus, als würde es nie enden", twitterte Voigt offensichtlich als Reaktion auf das Interview Hamiltons. "Ich bin gerade vom Training nach Hause gekommen, nur um dann die jüngsten News zu erfahren, ich habe es sooo satt!!!". Trotz des schweren Vorwurfs der Doping-Lüge wird sich der Berliner nicht juristisch gegen seinen ehemaligen Teamkollegen wehren. Der Berliner Tageszeitung "B.Z." sagte er: "Dagegen kann ich nichts machen. Er behauptet ja nicht, dass ich gedopt habe", sagte Voigt, "ich werde keine Rechtsmittel einsetzen." Dagegen wollten sich weder Riis noch das Team Saxo Bank bisher zu den Vorwürfen äußern.

Skins reicht Klage ein

Unterdessen hat der Sportartikel-Hersteller Skins eine Klage gegen den Radsport-Weltverband (UCI) eingeleitet. Das schweizerisch-australische Unternehmen habe die UCI auf 1,5 Millionen Euro verklagt, weil das Ansehen der Marke in Folge des Dopingskandals um Ex-Profi Lance Armstrong beschädigt worden sei, teilte die Firma mit.

"Skins wurde im Glauben gelassen, dass der Profi-Radsport reformiert wurde, um Doping einzudämmen und die Risiken einer Verbindung von Sponsoren zu Skandalen zu minimieren", schrieb Anwalt Cedric Aguet in einem Brief an die UCI.

Skins engagiert sich seit mehr als fünf Jahren im Radsport, unterhielt aber weder mit Lance Armstrong noch mit der UCI selbst geschäftliche Verbindungen.

06.11.12
 
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