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23.10.2012, 16:50

WADA-Präsident fordert Rücktritte

Fahey geht gegen die UCI in die Offensive

Eines der größten Sportidole wurde als Lügner enttarnt und seine Erfolge werden aus den Siegerlisten gestrichen. Doch der Fall Lance Armstrong dürfte damit noch lange nicht vorbei sein. Ob seine sieben Siege bei der Tour de France neu vergeben werden, ist beispielsweise noch offen. Das jahrelange systematische Doping wirft aber auch Fragen auf, die den Weltverband UCI selbst unter Druck bringen. Nach Meinung der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA müssen personelle Konsequenzen gezogen werden.

John Fahey
"Warum ist es nicht gestoppt worden?": Wada-Präsident John Fahey stellt unbequeme Fragen.
© picture allianceZoomansicht

"Niemand, der in Armstrongs Jahren bei der UCI an verantwortlicher Stelle tätig war, kann noch rechtfertigen, weiterhin an der gleichen oder einer ähnlichen Stelle zu sein", sagte Wada-Präsident John Fahey in einem Interview mit dem australischen Rundfunksender ABC Radio.

"Es gab eine Zeit", sagte Fahey weiter, "in der Doping für jeden Fahrer dazu gehörte. Alle Zeugen gegen Armstrong sagten aus, dass man ohne nicht konkurrenzfähig gewesen ist. Und wenn Doping so weit verbreitet war, muss man Fragen stellen: Wer wollte das stoppen? Wer hat dagegen gearbeitet? Warum ist es nicht gestoppt worden?"

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Der Australier kommt zu einer einzigen Schlussfolgerung: "Der Radsport kann seine Glaubwürdigkeit nicht wiederherstellen und kein neues Vertrauen gewinnen, wenn die verantwortlichen Personen bei der UCI sich diese Fragen nicht stellen und keine Konsequenzen für sich und ihren Verband daraus ziehen."

Und er ist bei weitem nicht der einzige Kritiker. Nach Ansicht von Jean Regenwetter, dem Präsidenten des Luxemburger Radverbandes und zuletzt schärfsten Verbandskritiker, wird sich in der UCI wenig ändern. Am kommenden Freitag säßen "genau dieselben Leute zusammen, die dafür gesorgt haben, dass die Glaubwürdigkeit des Radsports in Zweifel gezogen wurde", sagte Regenwetter der Nachrichtenagentur dpa.

Doch bei der UCI sieht man das anders. Deren Präsident Pat McQuaid hatte am vergangenen Montag bei der Bekanntgabe der UCI-Entscheidung gegen Armstrong seinen Rücktritt ausgeschlossen. Die USADA hatte in ihrem Bericht angedeutet, Armstrong habe einen positiven Dopingtest einst mit Hilfe der Verbandsspitze verschleiert. Den Vorwurf wies McQuaid zurück und nahm auch seine umstrittenen Vorgänger und jetzigen Ehrenpräsidenten Hein Verbruggen in Schutz. "Es ist eine Schande, dass er im Sport aktiv ist. Ich wäre absolut angewidert, wenn er eine Zukunft hätte", wetterte der Ex-Doper und inzwischen vehemente Anti-Doping-Kämpfer David Millar bei "Sky Sport".

IOC schließt Sanktionen aus

Das IOC hat Sanktionen gegen die Spitzenfunktionäre des Radsport-Weltverbandes UCI vorerst ausgeschlossen. Nach dpa-Informationen ergab eine erste IOC-Überprüfung der Dokumente der US-Anti-Doping-Agentur USADA keine Beweise, die Ermittlungen gegen UCI-Präsident McQuaid und Vorgänger Verbruggen rechtfertigen würden.

Dass die Anti-Doping-Maßnahmen im Radsport lange ungenügend waren, räumte McQuaid indes ein. "Es tut mir leid, dass wir nicht jeden verdammten Sünder erwischen konnten", sagte er. 218 Mal sei Armstrong auf Doping getestet worden - ohne positiven Befund.

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Lance Armstrong in Bildern
Lance Armstrong
Aufstieg und Fall des Lance Armstrong

Lance Armstrong, lange Jahre dominierender Radsportler und siebenmaliger Tour-Sieger, hat im Rahmen der US-Talkshow mit Oprah Winfrey offenbar erstmals eine Doping-Beichte abgelegt. Damit würde sich ein dunkles Radsport-Kapitel schließen. Der 41-jährige Texaner will nun jedoch nachlegen und auch gegen Funktionäre des Weltverbandes UCI aussagen.
© Getty Images

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