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09.09.2012, 16:13

21. Etappe: Cercedilla - Madrid (115 km)

Degenkolb feiert ohne Worte und mit Sekt

Nach einer teilweise packenden 67. Vuelta steht nach 3360 Kilometern Alberto Contador ganz oben auf dem Podest. Der Spanier meldete sich nach seiner zweijährigen Dopingsperre in bester Form zurück. Alejandro Valverde und Joaquin Rodriguez vervollständigen den spanischen Erfolg. Doch auf der Zielgeraden von Madrid schlug zum fünften Mal die Stunde von John Degenkolb, der durch seinen Erfolg Geschichte schrieb.

John Degenkolb bejubelt seinen historischen Sieg
Der schnellste Mann in Spanien: John Degenkolb bejubelte fünf Siege.
© picture allianceZoomansicht

Gewohnt gemächlich ging es in den letzten Abschnitt der dreiwöchigen Rundfahrt. Die erste Rennstunde bummelte das Feld mit 175 verbliebenen Fahrern mit 32 Kilometern in der Stunde gen Madrid. Erst als sich mit Sergey Lagutin (Vacansoleil), Kevin Seeldrayers (Astana), Sergio Carrasco, Javier Chacon (Andalucia), Mikel Astarloza (Euskaltel) und Javier Aramendia (Caja Rural) sechs Fahrer absetzten, wurde es etwas schneller.

Das Feld ließ das Sextett auf dem Rundkurs in Madrid zunächst an der kurzen Leine vorne fahren, ehe die Anfahrer für die Sprinter einige Gänge höher schalteten. Und so ging das Feld geschlossen in die letzte Runde.

Auf den letzten Metern der 115 Kilometer langen Etappe setzte sich das Argos-Shimano Team von Degenkolb an die Spitze des Feldes. Und mit einer Radlänge Vorsprung fuhr er seinen fünften Sieg bei der diesjährigen Spanienrundfahrt ein. Der 23-jährige Thüringer gewann vor den Italienern Elia Viviani und Daniele Benatti. Damit war er zwar der überragende Sprinter, doch das Grüne Trikot bekam er trotzdem nicht.

Degenkolb fährt an Wüst vorbei

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Es bleibt ihm aber zumindest der Eintrag in die deutsche Radsportgeschichte. Durch seinen fünften Erfolg löste er Marcel Wüst als deutschen Rekordhalter bei der Vuelta ab. Der Sprinter gewann 1999 vier Etappen.

"Es gibt keine bessere Möglichkeit, die Rundfahrt zu beenden. Großartig, einfach nur großartig", sagte Degenkolb, der sich auf dem Podium im Herzen der spanischen Hauptstadt feiern ließ: "Es ist schwer, die richtigen Worte zu finden. Vielleicht gibt es gar keine. Ich bin einhundertprozentig zufrieden, jetzt werden wir erstmal mit Sekt anstoßen."

Das Grüne Trikot sicherte sich auf den letzten Metern noch Valverde vor Rodriguez. Als Tagessechster zog er an seinem Konkurrenten vorbei. Degenkolb landete nur auf dem vierten Rang, weil bei den zahlreichen Bergankünften die Punkte stets zu den Klassementfahrern wanderten. Das Bergtrikot sicherte sich indes zum ersten Mal in der Geschichte mit Simon Clarke ein Australier.

Contadors "spezieller Sieg"

Schießt nach seiner Dopingsperre wieder scharf und gewinnt die Vuelta: Alberto Contador.
Schießt nach seiner Dopingsperre wieder scharf und gewinnt die Vuelta: Alberto Contador.
© Getty Images

Am Gesamtsieg von Alberto Contador gab es am letzten Tag traditionell nichts mehr zu rütteln. Von den spanischen Fans gefeiert sicherte er sich den Erfolg vor Valverde und Rodriguez. Chris Froome kam mit deutlichem Rückstand nur auf den vierten Rang.

"Es ist ein ganz spezieller Sieg für mich nach allem, was passiert ist, auch weil ich ihn mir so hart erarbeiten musste", sagte der zweimalige Tour-Sieger Contador unmittelbar nach der Zieldurchfahrt. Der 29 Jahre alte Kapitän vom Team Saxo Bank, der nach einem positiven Clenbuterol-Befund bei der Tour de France 2010 im Februar für zwei Jahre gesperrt worden war, hatte die Gesamtführung auf der 17. Etappe am Mittwoch nach einem beherztem Angriff auf dem Weg nach Fuente Dé erkämpft, als er sich bereits 50 Kilometer vor dem Ziel von seinen Konkurrenten absetzte und dem überraschten Rodriguez den Knock-Out verpasste.


21. Etappe, Cercedilla - Madrid (115 km):

1. John Degenkolb (Erfurt) - Argos-Shimano 2:44:57 Std.; 2. Elia Viviani (Italien) - Liquigas-Cannondale; 3. Daniele Bennati (Italien) - Radioshack-Nissan; 4. Allan Davis (Australien) - Orica GreenEdge; 5. Koldo Fernandez (Spanien) - Garmin-Sharp; 6. Alejandro Valverde (Spanien) - Movistar; 7. Gert Steegmans (Belgien) - Omega- Quick Step; 8. Zdenek Stybar (Tschechien) - Omega-Quick Step; 9. Raymond Kreder (Niederlande) - Garmin-Sharp; 10. Gorka Verdugo (Spanien) - Euskaltel-Euskadi; ...63. Grischa Niermann (Hannover) - Rabobank alle gleiche Zeit; 114. Simon Geschke (Kelmis/Belgien) - Argos-Shimano + 0:21 Min.; 160. Johannes Fröhlinger (Freiburg) - Argos-Shimano + 1:07

Gesamtwertung, Endstand nach der 21. Etappe:

1. Alberto Contador (Spanien) - Saxo 84:59:49 Std.; 2. Alejandro Valverde (Spanien) - Movistar + 1:16 Min.; 3. Joaquin Rodriguez (Spanien) - Katusha + 1:37; 4. Christopher Froome (Großbritannien) - Sky + 10:16; 5. Daniel Moreno (Spanien) - Katusha + 11:29; 6. Robert Gesink (Niederlande) - Rabobank + 12:23; 7. Andrew Talansky (USA) - Garmin-Sharp + 13:28; 8. Laurens ten Dam (Niederlande) - Rabobank + 13:41; 9. Igor Anton (Spanien) - Euskaltel-Euskadi + 14:01; 10. Beñat Intxausti (Spanien) - Movistar + 16:13; ...71. Simon Geschke (Kelmis/Belgien) - Argos-Shimano + 2:06:42; 83. Johannes Fröhlinger (Freiburg) - Argos-Shimano + 2:23:38; 103. Grischa Niermann (Hannover) - Rabobank + 2:47:48; 131. John Degenkolb (Erfurt) - Argos-Shimano + 3:10:06 dpa yyzse s5 rei

Bilder zur Vuelta 2012
Der Coup und die Materialprobe
Alberto Contador
Uneinsichtig

Bei der Zieleinfahrt in Madrid verwies Alberto Contador auf seine sieben Siege bei großen Rundfahrten. Sieben? Der Tour-Sieg 2010 sowie der Giro-Sieg 2011 wurden ihm aberkannt. "Was auf dem Papier steht, kann man so oder so sehen", so der umstrittene Spanier.
© Getty Images

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