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16.08.2012, 13:45

Cyclassics: Sprintelite komplett am Start

Deutsches Trio will es wissen

Am Sonntag findet mit den Cyclassics in Hamburg das einzige deutsche WorldTour-Rennen in Deutschland statt. In der Hansestadt wird nahezu die komplette Sprintelite am Start sein. Die deutschen Asse André Greipel, Marcel Kittel und Gerald Ciolek müssen sich gegen starke Konkurrenz behaupten, soll es mit dem dritten deutschen Sieg nach Jan Ullrich (1997) und Erik Zabel (2001) klappen.

Gerald Ciolek gegen Edvald Boasson Hagen
Im letzten Jahr verwies Edvald Boasson Hagen (re.) Gerald Ciolek noch auf Rang zwei. Am Sonntag peilt Ciolek den Sieg in Hamburg an.
© picture allianceZoomansicht

Seit Jahren machen die endschnellen Männer in Hamburg den Sieg unter sich aus. Johan Museeuw war im Jahr 2002 der letzten Allrounder, der in der Mönckebergstraße jubeln konnte. Seitdem dominieren die Sprinter auf dem Podium.

Und auch in diesem Jahr dürfte die Entscheidung aller Voraussicht nach wieder im Massenspurt fallen. Deshalb sind am Sonntag auch nahezu alle Topsprinter am Start. Und mit André Greipel (Lotto-Belisol), Gerald Ciolek (OmegaPharma-Quickstep) und Marcel Kittel (Argos-Shimano) schickt Deutschland gleich drei Siegkandidaten an den Start.

Besonders der Kölner Ciolek peilt nach seinem zweiten Platz im Vorjahr nun endlich den Sieg an: "Die Strecke liegt mir, ich war oft vorn dabei", sagte der 25-Jährige, "aber bisher hat das letzte Quäntchen immer gefehlt." Damit Ciolek am Ende endlich jubeln kann, stellt ihm sein Team prominente Unterstützung zur Seite. Tom Boonen wird sich ebenso wie Bert Grabsch in den Dienst von Ciolek stellen.

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Doch auch Greipel kann sich auf etablierte Helfer stützen. Sein Lieblingsanfahrer Marcel Sieberg ist ebenso dabei wie Greg Henderson, Lars Bak oder Francis de Greef. Nach seinen drei Touretappensiegen muss mit dem Rostocker auf jeden Fall gerechnet werden.

Auf der Rechnung sollte auch Kittel stehen. Der 24-Jährige fand nach einem durchwachsenen Halbjahr - Verletzungen und Krankheiten bremsten ihn aus - zuletzt wieder seine Form. Mit zwei Etappenerfolgen bei der Benelux-Rundfahrt brachte er sich nachhaltig in Erinnerung.

Doch der Sieg wird wohl nur über Mark Cavendish führen. Der Weltmeister verpasste zwar in seiner Heimat das anvisierte Olympiagold, doch seine drei Etappensiege bei der Tour fuhr er sehr souverän heraus.

Von den internationalen Sprintern sollte das deutsche Trio zudem noch Titelverteidiger Edvald Boasson Hagen sowie Shootingstar Peter Sagan beachten. Viel Konkurrenz für Greipel, Ciolek und Kittel also.

Auch Erik Zabel gerät angesichts der Topfahrer im Vorfeld in Entzücken: "Das ist das stärkste Feld, das jemals in Hamburg am Start war", sagte der 42 Jahre alte ehemalige Profi, mittlerweile Sportdirektor bei den Cyclassics.

16.08.12
 
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