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21.07.2012, 17:35

19. Etappe, Zeitfahren: Bonneval - Chartres (53,5 km)

Wiggins siegt und schreibt Geschichte

Die 99. Tour de France hat ihren Sieger gefunden und der kommt erstmals in der langen Geschichte der Rundfahrt aus Großbritannien. Beim vorentscheidenden Zeitfahren von Bonneval nach Chartres war Bradley Wiggins (Sky) auf den 53 Kilometern nicht mehr zu bremsen. Er wehrte alle Angriffe ab, sicherte sich wie schon beim ersten Zeitfahren den Etappensieg und wird am Sonntag die Triumphfahrt nach Paris genießen können.

Bradley Wiggins
Es ist vollbracht: Bradley Wiggins ist der erste Brite, der in Frankreich gewinnt.
© Getty ImagesZoomansicht

Aus deutscher Sicht wurde das Zeitfahren schon sehr früh interessant. Während der einstige Zeitfahrweltmeister Bert Grabsch (Omega Pharma-Quickstep) der Geheimfavoritenrolle nicht gerecht wurde, sprang Patrick Gretsch (Argos-Shimano) zunächst in die Presche. Gretsch setzte die erste Bestzeit, die auch lange Zeit Bestand hatte. Erst Luis Leon Sanchez (Rabobank) knackte die Zeit des Deutschen, der am Ende auf einem hervorragenden sechsten Platz (+2:28 Minuten) lag.

Routinier Grabsch lieferte trotz einer Erkältung und der Müdigkeit dreier harter Rennwochen als 18. noch eine passable Leistung. "Ich bin verschnupft, wollte aber unbedingt heute noch fahren und habe mich deshalb die letzten Tage durchgequält", sagte der 37-Jährige nach seiner Generalprobe für das Olympische Zeitfahren.

Andreas Klöden ging als Zwölfter der Gesamtwertung ins Rennen und hatte sicherlich insgeheim den Plan, sich noch in die Top Ten zu schieben. Bei der ersten Zwischenzeit war der Routinier auch noch gut dabei, doch konnte er das eigene Tempo nicht ganz halten. Trotzdem reichte seine Zeit, um einen Platz gutzumachen, sodass er die Große Schleife am Sonntag auf Rang elf beenden wird.

Dann kam es zum Showdown. In umgekehrter Reihenfolge nahmen die besten Fahrer den Kampf gegen die Uhr auf. Einen weiteren Tiefschlag musste dabei Vorjahressieger Cadel Evans (BMC) einstecken. Von seinem Teamkollegen Tejay van Garderen wurde er bereits 20 Kilometer vor dem Ziel eingeholt - die Höchststrafe. Der US-Amerikaner sicherte sich übrigens das Weiße Trikot für den besten Nachwuchsfahrer und wird die Tour auf dem fünften Platz beenden. Evans büßte durch das schwache Zeitfahren einen weiteren Rang ein und schließt die Tour nur als Siebtplatzierter ab - eine große Enttäuschung.

Wiggins lässt keine Zweifel aufkommen

Ganz vorne kam keine Spannung mehr auf. Bei der ersten Zwischenzeit stand schon fest, dass sich Wiggins gegen alle Angriffe wehren kann, denn dort stellte er eine neue Bestzeit auf. Doch zunächst fuhr Christopher Froome mit neuer Bestzeit ins Ziel und löste Sanchez an der Spitze ab. Wiggins ließ nicht mehr lange auf sich warten und absolvierte seine Paradedisziplin mit Bravour. Seinem Teamkollegen Froome nahm er 1:16 Minuten ab, holte sich damit den Etappensieg und liegt in der Gesamtwertung nun 3:21 Minuten in Front. Durch ein gutes Zeitfahren sicherte sich hinter den beiden Briten Vincenzo Nibali (Liquigas) seinen Platz auf dem Podium.

Ich bin voller Emotionen, das ist ein unbeschreibliches Gefühl.Bradley Wiggins

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"Ich bin voller Emotionen, das ist ein unbeschreibliches Gefühl", sagte Wiggins nach seinem zweiten Tour-Etappensieg 2012. "Auf den letzten Kilometern ging mir so viel durch den Kopf: Die Arbeit der vergangenen Jahre, die Entbehrungen, meine Familie, mein Tour-Ausstieg 2011 nach dem Schlüsselbeinbruch und meine bisherigen Erfolge in diesem Jahr", meinte Wiggins. Von Polizisten abgeschirmt kämpfte sich der 32-Jährige anschließend den Weg zum Teambus frei, wo sich Trainer und Betreuer schon in den Armen lagen. "Der Lärm im Ziel war einfach unbeschreiblich", sagte er.

Tour d'Honneur nach Paris

Der Schlusstag der 99. Tour de France wird traditionell ein Schaulaufen für die Sieger. Wiggins, Thomas Voeckler (Bergwertung) und Peter Sagan (Sprintwertung) dürfen ihre Trikots den Fans präsentieren und sich auf der Tour d'Honneur ein Schlückchen Schampus genehmigen. Die letzte Etappe (120 km) startet in Rambouillet und führt die Fahrer zu einem Rundkurs auf der Champs-Elysées in Paris. Erst dort werden nochmal die Klingen ausgefahren. Voraussichtlich werden die schnellen Männer gefragt sein und da bewies zuletzt Mark Cavendish, dass er noch ausreichend Körner hat. Aber auch André Greipel wird dann sicherlich seine Chance suchen, den prestigeträchtigen Erfolg auf der Prachtstraße einzufahren.

Bilder aus Frankreich
Abenteuer Tour de France
Zum Genießen

Der letzte Tag lieferte vor allem entspannte Bilder. Lediglich die Sprinter mussten ganz am Ende nochmal ran.
© picture alliance / Getty Images

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