Mit Robert Kiserlovski forderte der Vorfall auch ein Opfer. Der Kroate in Diensten des Teams Astana zog sich beim Sturz einen Schlüsselbeinbruch zu, die Frankreich-Rundfahrt ist für ihn beendet.
Insgesamt waren rund 30 Fahrer betroffen, als ein oder mehrere Unbekannte(r) Reißnägel und andere spitze Gegenstände auf die Fahrbahn streuten. Die Fahrer holten sich kurz vor der gefährlichen Abfahrt vom 1375 Meter hohen Mur de Peguere Platten, im Feld brach das große Chaos aus.
Die Ruhe bewahrte Wiggins. Der Sky-Profi setzte im Feld der Favoriten eine Tempodrosselung durch, nachdem er informiert wurde, dass sein Konkurrent Cadel Evans (BMC) gleich mehrfach vom Pannenpech betroffen war.
Später machte sich Wiggins seine Gedanken ob der gefährlichen Situation: "Ich weiß nicht, ob es gegen jemand bestimmtes gerichtet war. Es ist traurig, aber mit solchen Dingen müssen wir als Radsportler eben leben", sagte der Gesamtführende. "Die Leute betrachten es als selbstverständlich, dass sie uns so nahe kommen können. In einem Fußballstadion würde man dafür verhaftet werden, aber wir sind da draußen manchmal ziemlich angreifbar", sagte der 32-Jährige: "Aber am Ende des Tages sind wir auch nur Fahrer. Es ist sehr traurig, und hoffentlich passiert das nicht nochmal."
Andere Fahrer nahmen dagegen kein Blatt vor den Mund: "Was für ein Drecksack wirft denn Nägel auf die Straße des größten Radrennens der Welt?", twitterte Mark Cavendish. "Jemand, der Nägel auf eine Abfahrt wirft, auf der Rennfahrer mit 80 Stundenkilometer herunterrasen, ist ein Krimineller", erregte sich John Lelangue, Manager im Evans-Team BMC.
Auch den Verantwortlichen saß der Schreck in den Gliedern: "Das hätte tragisch enden können. So etwas kommt zum Glück selten vor, ist aber gemeingefährlich", erklärte Tour-Direktor Christian Prudhomme. Der Veranstalter ließ den Worten mittlerweile Taten folgen und erstattete am Montag bei den zuständigen Behörden Anzeige gegen Unbekannt. Die örtliche Polizei hat mit einer Sonderkommission die Ermittlungen bereits aufgenommen.
Nicht zum ersten Mal sahen sich die Fahrer bei der Tour de France Attacken seitens unvernünftiger Zuschauer ausgesetzt. Nicht immer erfolgten diese bewusst, etliche waren dem Übermut oder der Fahrlässigkeit geschuldet. So wie im Falle des ehemaligen Team-Telekom-Fahrers Giuseppe Guerini, der im Jahr 1999 beim Weg zum Sieg in Alpe d'Huez von einem auf der Fahrbahn stehenden Hobbyfotografen vom Rad geholt wurde. Auch Lance Armstrong wurde auf der berühmten Etappe hinauf nach Luz-Ardiden im Jahr 2003 die Nähe eines Zuschauers zum Verhängnis. Der US-Amerikaner verfing sich in der Tasche, die ein Fan zu weit in die Straße gehalten hatte.
Sogar Tiere sorgten für unfreiwillige Stopps: Marcus Burgardt lief im Jahr 2007 ein Hund vor das Rad. Das Vorderrad des damaligen T-Mobile-Fahrers knickte ein, Burghardt stürzte, blieb aber ebenso wie der Hund unverletzt. Auch Attacken mit Nägeln hat es im Radsport bereits gegeben, noch nicht aber bei der Tour de France.
| Die aktuellsten Forenbeiträge |
|---|
|
Re: Fuck so langsam werd ich nervös....
von:
Buckley05
- 24.05.13, 21:31 - 3 mal gelesen
|
|
Re (3): Bayern München Weltherrschaft
von:
Klein-Assauer
- 24.05.13, 21:26 - 3 mal gelesen
|
|
Re: Ich dachte wir sind die Bösen
von:
Glutschi
- 24.05.13, 21:25 - 4 mal gelesen
|
| noch vor Verkaufsstart verfügbar: Lesen Sie die Montagsausgabe schon Sonntagabend | |
| herausragende digitale Bildqualität | |
| bequeme und sichere Bezahlung über Ihren iTunes-Account | |
| mühelos und in Sekunden-schnelle geladen! |
| Zeit | Sender | Sendung |
|---|---|---|
| 21:28 | N3 | Fußball |
| 21:30 | EURO | Boxen |
| 21:30 | SKYBU | Fußball |
| 22:00 | SKYS1 | Wrestling: WWE |
| 22:30 | SKYBU | Sky Sport News |