
Vor dem Start in Cherasco hatten die 181 im Rennen verbliebenen Profis der Opfer von Brindisi gedacht, wo am Samstag ein Bombenanschlag vor einer Modeschule mindestens eine Schülerin in den Tod gerissen hatte. Insgesamt neun Menschen waren bei dem Anschlag verletzt worden.
Nach dem Start bildete sich schnell eine erste Fluchtgruppe, der auch Jan Barta vom deutschen NetApp-Team angehörte. Die Ausreißer setzten sich zwischenzeitlich über zwölf Minuten vom Feld ab, so dass der Tscheche sich die Bergwertung am 1640 Meter hohen Col de Joux im Alleingang sichern konnte. Schon die Teilnahme am Giro hatte Barta als "ersten Sieg der Saison für unser Team" bezeichnet.
Am Schlussanstieg der 206 Kilometer langen Etappe schlossen jedoch weitere Kletterspezialisten auf, der Costa Ricaner Amador war letztlich der Stärkste unter ihnen. Barta sicherte sich immerhin Rang zwei vor dem Italiener Alessandro de Marchi.
Auf Platz vier fuhr der Kanadier Ryder Hesjedal, der sich damit das Rosa Trikot von Joaquin Rodriguez zurückholte. Neun Sekunden liegt Hesjedal nun vor dem Spanier, der mit dem Hauptfeld ins Ziel kam.
Mit Mark Renshaw, Dritter des Vortages, und Vizeweltmeister Matthew Goss stiegen zwei australische Top-Sprinter vorzeitig aus. Beide werden nun die Vorbereitung auf das olympische Straßenrennen in Angriff angehen.
Am Sonntag wartet gleich die zweite Bergetappe auf die Fahrer. Das 172 Kilometer lange Teilstück führt das Feld von Busto Arsizio nach Lecco/Pian dei Resinelli. Auf dem Weg liegen unter anderem einen Berg der ersten und zwei Anstiege der zweiten Kategorie.
1. Andrey Amador (Costa Rica/Movistar) 5:33:36 Stunden, 2. Jan Barta (Tschechien/NetApp) gleiche Zeit, 3. Alessandro de Marchi (Italien/Androni Giocattoli) 0:02 Minuten zurück, 4. Ryder Hesjedal (Kanada/Garmin) 0:20, 5. Paolo Tiralongo (Italien/Astana), 6. Rigoberto Uran (Kolumbien/Sky), 7. Joaquin Rodriguez (Spanien/Katjuscha), 8. Thomas de Gendt (Belgien/Vacansoleil), 9. Michele Scarponi (Italien/Lampre), 10. John Gadret (Frankreich/AG2R) alle 0:46, ... 74. Grischa Niermann (Hannover/Rabobank) 12:58, ... 160. Andreas Schillinger (Kümmersbruck/NetApp), ... 165. Timon Seubert (Hamburg/NetApp) beide 32:04
1. Hesjedal 59:55:28 Stunden, 2. Rodriguez 0:09 Minuten zurück, 3. Tiralongo 0:41, 4. Sandy Casar (Frankreich/FDJeux) 1:05, 5. Ivan Basso (Italien/Liquigas) 1:06, 6. Roman Kreuziger (Tschechien/Astana), 7. Benat Intxausti (Spanien/Movistar) beide 1:07, 8. Uran 1:19, 9. Scarponi 1:20, 10. Domenico Pozzovivo (Italien/Colnago) 1:21, ... 49. Niermann 17:24, ... 170. Seubert 2:23:54, ... 172. Schillinger 2:27:40
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