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22.04.2012, 18:15

98. Lüttich-Bastogne-Lüttich: Großes Pech für Anton

Iglinskiy fängt Nibali noch ab

Der Kasache Maxim Iglinskiy hat die 98. Ausgabe des Klassikers Lüttich-Bastogne-Lüttich gewonnen. Der Astana-Profi fing auf den letzten Metern den lange Zeit führenden Vincenzo Nibali (Liquigas) noch ab und sicherte sich in 6:42,30 Stunden den Sieg. Das Podium komplettiert Enrico Gasparotto (Astana) auf Rang drei, deutsche Fahrer hatten mit der Entscheidung nichts zu tun.

Maxim Iglinskiy
Maxim Iglinskiy setzte sich im Finale gegen Vinzenco Nibali durch und siegte bei Lüttich-Bastogne-Lüttich.
© picture allianceZoomansicht

Wieder hatten die Fahrer kein Glück, zu den niedrigen Temperaturen kam noch teilweise heftiger Regen hinzu, keine schönen Bedingungen für den ältesten Klassiker der Radsport-Geschichte.

Für einen der Mitfavoriten war das Rennen bereits beendet, bevor es überhaupt los gegangen war. Igor Anton (Euskaltel) stürzte noch in der Neutralisationsphase, der Spanier brach sich dabei das Schlüsselbein und war beim scharfen Start dann nicht mehr dabei.

199 Fahrer machten sich dann noch auf die 257,5 Kilometer lange Strecke durch die Ardennen. Der Beginn war von zahlreichen Attacken geprägt, doch kein Fahrer konnte sich zunächst entscheidend absetzen. Nach rund 40 Kilometern bildete sich dann aber eine erste Gruppe, bei der mit Simon Geschke (Argos) auch ein deutscher Fahrer mitmischte.

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Die sechs Ausreißer konnten sich schnell einen komfortablen Vorsprung erarbeiten und fuhren zwischenzeitlich über zwölf Minuten vor dem Peloton. Als dann aber die ersten der insgesamt elf Bergwertungen anstanden, holte das Hauptfeld wieder auf. Pech hatte dann Geschke. Der 26-Jährige stürzte rund 90 Kilometer vor dem Ziel, musste seine Mitstreiter ziehen lassen und wurde wenig später vom Hauptfeld eingeholt.

Doch auch für die restlichen fünf Führenden sollte es nicht reichen. Zunächst konnten drei Verfolger zur Spitzengruppe aufschließen, am vorletzten Anstieg war es dann aber um die Ausreißer geschehen. Die erste große Gruppe des in mehrere Teile zerfallenen Felds schloss auf. Und sofort begannen neue Attacken. Zunächst erfolgreich verlief die von Vincenzo Nibali. Der Italiener konnte sich auf die übrigen Favoriten einen Vorsprung von rund 40 Sekunden herausfahren.

Auch den letzten Anstieg, die Cote de Saint-Nicolas, überquerte Nibali noch als Erster. Als bekannt guter Zeitfahrer hatte er dann auf der Abfahrt vor dem Ziel den Sieg eigentlich schon vor Augen. Doch von hinten kam Maxime Iglinskiy immer stärker auf. Der Kasache hatte mehr Körner als der doch erschöpfte Italiener. 1000 Meter vor dem Ziel fuhr er zu Nibali auf und ließ den Vuelta-Sieger von 2010 leicht und locker stehen. Den Sprint der ersten großen Gruppe entschied dann Enrico Gasparotto für sich.

Deutsche Fahrer hatten mit dem Ausgang der erstmals 1892 ausgetragenen "Doyenne" (Ältesten) nichts zu tun. Letzter deutscher Sieger bleibt damit Dietrich Thurau, der 1979 vor Bernard Hinault triumphierte. Zuvor hatte Hermann Buse (1930) gewonnen.

Zu den großen Geschlagenen gehörte Vorjahressieger Philippe Gilbert (BMC). Der Belgier, der im Vorjahr alle drei Ardennen-Klassiker für sich entscheiden konnte, kam nicht unter die Top Ten. Auch die Schleck-Brüder Andy und Franck konnten sich nicht in Szene setzen.

Mit Lüttich-Bastogne-Lüttich endet die Klassiker-Saison des Frühjahrs. Nun stehen die Rundfahrten im Blickfeld. Nach der Tour de Romandie in der Schweiz steigt ab den 5. Mai mit dem Giro d'Italia die erste große Landes-Rundfahrt.


Lüttich-Bastogne-Lüttich (257,5 km):

1. Maxim Iglinski (Kasachstan) - Astana 6:43:52 Std.; 2. Vincenzo Nibali (Italien) - Liquigas-Cannondale + 0:21 Min.; 3. Enrico Gasparotto (Italien) - Astana + 0:36; 4. Thomas Voeckler (Frankreich) - Europcar; 5. Daniel Martin (Irland) - Garmin-Barracuda; 6. Bauke Mollema (Niederlande) - Rabobank; 7. Samuel Sanchez (Spanien) - Euskaltel-Euskadi; 8. Michele Scarponi (Italien) - Lampre-ISD; 9. Ryder Hesjedal (Kanada) - Garmin-Barracuda; 10. Jelle Vanendert (Belgien) - Lotto-Belisol alle gleiche Zeit; ...44. Dominik Nerz (Wangen/Allgäu) - Liquigas-Cannondale + 5:39; 52. Fabian Wegmann (Freiburg) - Garmin-Barracuda gleiche Zeit; 82. Paul Martens (Lanaken/Belgien) - Rabobank + 12:18; 93. Johannes Fröhlinger (Freiburg) - Argos-Shimano gleiche Zeit; ausgeschieden: Jens Voigt (Berlin) - Radioshack-Nissan; Simon Geschke (Kelmis/Belgien) - Argos-Shimano

22.04.12
 
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