23 Mannschaften nahmen bei kühler Witterung die 256,5 Rennkilometern auf. Schnell fand sich eine große Ausreißergruppe mit Cedric Pineau (FDJ), Steven Caethoven (Accent Jobs), Raymond Kreder, Alex Howes (Garmin-Barracuda), Romain Bardet (Ag2r), Peio Bilbao (Euskaltel), Simone Stortoni (Lampre), Sebastien Delfosse (Landbouwkredit) und Eliot Lietaer (Topsport Vlaanderen). Die neun Fahrer fuhren teilweise einen Vorsprung von über zehn Minuten auf das Peloton heraus.
Die vielen kleinen und giftigen Anstiege forderten auch ein prominentes Opfer. Bei der zweiten Anfahrt zum Cauberg stieg Toursieger Cadel Evans aus. Und auch vorne wurde die Luft dünner, die Gruppe zerfiel nach und nach und wurde schließlich geschluckt. Immer wieder wurden jetzt Attacken gefahren, im Feld war die Hektik mitunter auch groß, denn auf den engen Straßen war es wichtig, eine gute Position im Feld zu haben.
Kurz vor dem Ziel versuchte sich Oscar Freire (Katusha) in einem Fluchtversuch. Der Spanier sah am Cauberg bereits wie der sichere Sieger aus, ehe er auf den letzten Metern völlig einbrach und blau lief. Von hinten brachte Philippe Gilbert die Verfolger heran, doch ging ihm dann ebenfalls die Kraft aus, sodass einige Fahrer nicht mehr eingreifen konnten.
Auf den allerletzten Metern fuhr Enrico Gasparotto (Astana) an allen vorbei und siegte mit einer Radlänge vor den Konkurrenten. Kurz vor dem Ziel hatte sich im Verfolgerfeld zudem noch ein Sturz ereignet. Lars-Petter Nordhaug hatte sich da mit Damiano Cunego verhakt.
"Leider war Freire im Finale alleine von uns vorne. Hätte er auf dem Cauberg ein paar Sekunden mehr Vorsprung gehabt, hätte er es geschafft. Er ist ein tolles Rennen gefahren", lobte Freires Teamchef Christian Henn den spanischen Katusha-Profi.
1. Enrico Gasparotto (Italien/Astana) 6:32:35 Stunden, 2. Jelle Vanendert (Belgien/Lotto) gleiche Zeit, 3. Peter Sagan (Slowakei/Liquigas), 4. Oscar Freire Gomez (Spanien/Katjuschka), 5. Thomas Voeckler (Frankreich/Europcar), 6. Philippe Gilbert (Belgien/BMC Racing), 7. Samuel Sanchez Gonzalez (Spanien/Euskaltel) alle 0:02 Minuten zurück, 8. Fabian Wegmann (Münster/Garmin), 9. Rinaldo Nocentini (Italien/AG2R), 10. Bauke Mollema (Niederlande/Rabobank) alle 0:04, ... 33. Paul Martens (Rostock/Rabobank) 1:05, ... 44. Simon Geschke (Berlin/Argos) 2:03, ... 97. Johannes Fröhlinger (Gerolstein/Argos) 5:39, ... 102. Dominik Nerz (Wangen/Liquigas) 7:00, ... 111. Björn Thurau (Frankfurt/Europcar) 7:33
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