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01.04.2012, 18:00

96. Flandern-Rundfahrt: Cancellara schwer verletzt

Festtag in Flandern: Boonen triumphiert!

Festtag in Flandern: Tom Boonen gewann am Sonntag im Spurt einer Ausreißergruppe die 96. Auflage der Flandern-Rundfahrt und stürzt das radsportverrückte Belgien in den Freudentaumel. Durch seinen dritten Sieg nach 2005 und 2006 schloss der 31-jährige auch zu den Rekordsiegern auf. Pech hatte Mit-Favorit Fabian Cancellara, der sich bei einem Sturz nach ersten Diagnosen einen Schlüsselbeinbruch zuzog.

Tom Boonen und Filippo Pozzato
Tom Boonen (li.), der neue "Löwe von Flandern" setzt sich gegen Filippo Pozzato durch und gewinnt zum dritten Mal die Flandern-Rundfahrt.
© Getty ImagsZoomansicht

Flandern hat seit diesem Sonntag endgültig einen neuen "Löwen". Durch seinen dritten Sieg bei der Flandern-Rundfahrt schloss Boonen (OmegaPharma-Quick Step) zu Johan Museeuw, der 1993, 1995 und 1998 gewann, auf, und untermauerte seinen Status als Volksheld. Nach 6:04,33 Stunden setzte sich der Weltmeister von 2005 gegen die beiden Italiener Alessandro Ballan (BMC) und Filippo Pozzato (Farnese) durch. Weit mehr als 600.000 Zuschauer auf der 255 Kilometer langen Strecke zwischen Brügge und Oudenaarde ließen ihr Idol hochleben.

Dabei begann für Flandern das Jahr alles andere als gut. Denn bei der Streckenvorstellung wurde bekannt, dass die berühmte Mauer von Geraardsbergen nicht mehr überfahren wird. Dafür wurden die letzten Kilometer deutlich verschärft. "Die Flandern-Rundfahrt ist sicher das schwerste Eintagesrennen des Kalenders", schätzte Ex-Profi Erik Zabel den Schwierigkeitsgrad des zweiten Frühjahrs-Klassiker ein.

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Zunächst bestimmte eine große Ausreißergruppe die Szenerie. Aus deutscher Sicht war NetApp-Profi Andreas Schillinger dabei, der zudem seinen österreichischen Teamkollegen Daniel Schorn an der Seite hatte.

Allerdings wurden die Ausreißer an der kurzen Leine gehalten, mehr als fünfeinhalb Minuten Vorsprung gestatteten die Favoriten im Hauptfeld den Führenden nicht. Je näher es gegen Ende des Rennens ging, umso kleiner wurde die Spitzengruppe. Auch Schorn und Schillinger konnten rund 70 Kilometer vor dem Ziel dem Tempo nicht mehr folgen und fielen zurück.

Cancellara: Aus nach Schlüsselbeinbruch

Dann kam es zu einer rennentscheidenden Situation. Bei der Verpflegung 61 Kilometer vor dem Ziel stürzte Mit-Favorit Fabian Cancellara (RadioShack-Nissan), der Schweizer zog sich dabei einen dreifachen Schlüsselbeinbruch zu und konnte das Rennen nicht mehr fortsetzen. Das erwartete Duell mit Boonen fiel so aus. Cancellara soll am Montag in Basel operiert werden, dem Zeitfahr-Spezialisten droht eine mehrwöchige Pause.

Knapp 50 Kilometer vor dem Ziel wurden dann die letzten Ausreißer gestellt. Es entstand eine hektische Phase, in der immer wieder Fahrer versuchten, sich vom Feld abzusetzen. Eine Vorentscheidung fiel, als Ex-Weltmeister Ballan attackierte, nur Boonen und Pozzato konnten folgen.

Das Trio gab seinen Vorsprung bis zur Zielgeraden nicht mehr her. Pozzato und Ballan versuchten mit vorzeitigen Antritten Boonen zu überraschen, doch der Belgier vereitelte alle Attacken. Und im Sprint ließ er dann wie erwartet seinen Mitstreitern keine Chance.

"Heute kam zu keinem Glück auch noch Pech dazu"John Degenkolb

Boonen hat nun wie seine Landsleute Museeuw, Achiel Buysse und Eric Leman drei Siege auf dem Konto stehen. Nur dem Italiener Fiorenzo Magni gelangen als bisher einzigem "Nicht-Belgier" drei Erfolge bei der Flandern-Rundfahrt.

Aus deutscher Sicht verlief das Rennen mit Licht und Schatten. Während sich das Team NetApp mit den Ausreißern Schorn und Schillinger glänzend in Szene setzte, herrschte beim Team Argos-Shimano Ernüchterung. Denn John Degenkolb hatte in aussichtsreicher Position liegend einen Defekt und büßte dadurch alle Chancen auf eine Top-Ten-Platzierung ein.

"Es war mehr drin, aber das war der entscheidende Moment. Ich habe mich überschlagen, mein Lenker war verbeult und die Kette runter. Das war ein richtiger Tiefschlag", sagte Degenkolb nach dem Rennen. Dennoch zog der 23-Jährige ein insgesamt positives Fazit. "Ich habe gezeigt, dass ich da vorne etwas verloren habe. Heute kam zu keinem Glück auch noch Pech dazu."


96. Flandern-Rundfahrt (256,9 km):

1. Tom Boonen (Belgien/QuickStep) 6:04:20 Stunden, 2. Filippo Pozzato (Italien/Farnese Vini) gleiche Zeit, 3. Alessandro Ballan (Italien/BMC) 0:01 Minuten zurück, 4. Greg van Avermaet (Belgien/BMC) 0:38 Minuten zurück, 5. Peter Sagan (Slowakei/Liquigas), 6. Niki Terpstra (Niederlande/QuickStep), 7. Luca Paolini (Italien/Katusha), 8. Thomas Voeckler (Frankreich/Europcar), 9. Matti Breschel (Dänemark/Rabobank), 10. Sylvain Chavanel (Frankreich/QuickStep), ... 34. Danilo Hondo (Guben/Lampre), ... 36. Marcus Burghardt (Zschopau/BMC) alle gleiche Zeit, ... 58. Christian Knees (Bonn/Sky), 59. John Degenkolb (Gera/Argos) beide 3:26 Minuten zurück, ... 67. Marcel Sieberg (Castrop-Rauxel/Lotto) 4:43 Minuten zurück, ... 84. Andreas Klier (München/Garmin) 10:52 Minuten zurück

01.04.12
 
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