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17.04.2011, 17:25

46. Amstel Gold Race: Nerz stürzt schwer

Gilbert macht's erneut

Philippe Gilbert (OmegaPharma-Lotto) hat die 46. Ausgabe des Amstel Gold Race für sich entschieden und dabei seinen Triumph aus dem Vorjahr wiederholt. Der Belgier setzte sich in den Niederlanden nach 260 Kilometern von Maastricht nach Valkenburg vor Joaquin Rodriguez (Katusha) und Simon Gerrans (Sky) durch. Paul Martens (Rabobank) bot als Zehnter eine klasse Leistung, Dominik Nerz (Liquigas) dagegen stürzte schwer.

Chronik eines angekündigten Sieges: Philippe Gilbert gewinnt erneut beim Amstel Gold Race.
Chronik eines angekündigten Sieges: Philippe Gilbert gewinnt erneut beim Amstel Gold Race.
© picture allianceZoomansicht

Fast hatte es den Anschein, als hätten die Konkurrenten nicht richtig auf Gilbert gehört. Denn der Vorjahressieger, der bereits 2010 im Schlussanstieg hinauf zum Cauberg die Entscheidung erzwang, kündigte vor dem Rennen an, dass er die gleiche Taktik anwenden werde. Für die anderen Sieganwärter galt es also, den Belgier vor der dritten und letzten Überquerung des Cauberg zu distanzieren. Dies gelang aber nicht und wie angekündigt hatte Gilbert am Ende die meisten Reserven und sicherte sich den erneuten Sieg.

Bei der Berg- und Talfahrt mit insgesamt 32 Anstiegen in den Niederlanden rund um Maastricht schlug das Peloton von Beginn an ein hohes Renntempo an. So hatten es Ausreißer zunächst schwer. Doch nach über 60 Kilometer war es dann soweit: Der Belgier Thomas Degand (Veranda's Willems), der Niederländer Albert Timmer (Skil-Shimano), sowie die beiden Italiener Simone Ponzi (Liquigas) und Pierpaolo de Negri (Vini Farnese) machten sich auf die Flucht.

Das Quartett konnte sich zwischenzeitlich über zwölf Minuten Vorsprung erarbeiten. Dieser schmolz aber schnell auch wieder zusammen. Als zum zweiten Mal der Cauberg überquert werden musste, entwickelte sich bereits eine neue Rennsituation. Lediglich de Negri und Degand verteidigten ihre Spitzenposition, Timmer und Ponzi mussten abreißen lassen. Dafür stießen von hinten Carlos Barredo (Rabobank) sowie Jan Ghyselink (HTC-Highroad) nach vorne.

Der neuen Führungsgruppe wurde allerdings nicht viel Vorsprung gestattet. Das Peloton hielt die Spitzengruppe an der langen Leine und ließ nicht mehr als eine Minute Rückstand zu.

Rund 35 Kilometer vor dem Ziel war es dann soweit. Das Hauptfeld mit allen Favoriten holte die ehemals Führenden ein. Das Tempo wurde nun hochgehalten, um weitere Ausreißversuche zu verhindern. Keine ungefährliche Situation auf den schmalen Straßen. Prompt kam es zu Stürzen, neben Fabian Cancellara erwischte es auch Frank Schleck (beide Lopard) sowie Dominik Nerz (Liquigas).

Und noch vor der dritten und letzten Überquerung des Cauberg machten die Sieganwärter ernst. Der Luxemburger Andy Schleck (Leopard) attackierte aus der großen Favoriten-Gruppe heraus und setzte sich etwas ab. Philippe Gilbert (OmegaPharma-Lotto), Damiano Cunego (Lampre), Alexander Winokurow (Astana), Robert Gesink (Rabobank), Alexandr Kolobnev und Samuel Sanchez (beide Katusha) sowie andere Favoriten konnten aber folgen. Aus deutscher Sicht erfreulich schaffte auch Paul Martens (Rabobank) den Anschluss.

Als es in den Cauberg hineinging, hatte Schleck nur wenige Sekunden Vorsprung. Und so begann auf den letzten 1200 Metern mit einer durchschnittlichen Steigung von 5,8 Prozent das Ausscheidungsrennen. Der Fuchs Gilbert ließ sich nicht überraschen und wiederholte seinen Vorjahrestriumph.

Gilbert unterstrich damit, dass er neben Cancellara der derzeit beste Klassiker-Jäger seiner Generation ist. Der 28-Jährige gewann bereits je zweimal Paris-Torus (2008 und 2009) und die Lombardei-Rundfahrt (2009 und 2010). 2006 siegte er zudem beim Het Volk. Nur in seiner Heimat wollte es bisher nicht so richtig klappen, ein drtter Rang bei der Flandern-Rundfahrt 2010 war das beste Ergebnis.

"Mein kleiner Sohn war heute hier, das hat mich zusätzlich motiviert", so Gilbert nach seinem Sieg. In der kommenden Woche will er auch bei Lüttich-Bastogne-Lüttich angreifen: "Das wird aber nicht einfach. 'La Doyenne' ist viel schwerer."

Amstel Gold Race (260,4 km):

1. Philippe Gilbert (Belgien) - Omega Pharma-Lotto 6:30:44 Std.; 2. Joaquim Rodriguez (Spanien) - Katusha + 2 Sek.; 3. Simon Gerrans (Australien) - Sky + 4; 4. Jakob Fuglsang (Dänemark) - Leopard Trek + 5; 5. Alexander Kolobnew (Russland) - Katusha; 6. Oscar Freire (Spanien) - Rabobank beide gleiche Zeit; 7. Björn Leukemanns (Belgien) - Vacansoleil + 7; 8. Ben Hermans (Belgien) - Radioshack + 18; 9. Robert Gesink (Niederlande) - Rabobank + 19; 10. Paul Martens (Maastricht/Niederlande) - Rabobank + 26; ...20. Fabian Wegmann (Freiburg) - Leopard Trek + 2:13 Min.; 39. Simon Geschke (Berlin) - Skil - Shimano + 2:26; 54. Christian Knees (Euskirchen) - Sky + 2:40; 83. Johannes Fröhlinger (Freiburg) - Skil - Shimano + 6:00; 108. Grischa Niermann (Hannover) - Rabobank + 9:11; 137. John Degenkolb (Erfurt) - HTC-Highroad + 13:34; Jens Voigt (Berlin) - Leopard Trek und Dominik Nerz (Wangen/Allgäu) - Liquigas-Cannondale beide ausgeschieden

 

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