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19.03.2011, 17:09

Mailand-San Remo: Italiener fahren am Podest vorbei

Goss lässt Cancellara stehen

Matthew Goss (HTC-Highroad) hat für den ersten australischen Sieg beim Frühjahrsklassiker Mailand - San Remo gesorgt. Nach 298 Kilometern und fast sieben Stunden setzte er sich im Spurt gegen den mehrfachen Zeitfahrweltmeister Fabian Cancellara (Schweiz) und Philippe Gilbert (Belgien) durch. Zahlreiche Favoriten konnten nach einem turbulenten Rennverlauf nicht mehr in den Sprint eingreifen. Auch deutsche Fahrer hatten mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun.

Matthew Goss
Erstmals gewann in San Remo ein Australier: Matthew Goss gelang der Prestigeerfolg.
© picture allianceZoomansicht

Das Rennen wurde lange Zeit von einem Quartett bestimmt, das sich schon nach 16 Kilometern abgesetzt hatte. Alessandro De Marchi (Androni), Nico Sijmens (Cofidis), Takashi Miyazawa (Farnese) und Mikhail Ignatiev (Katusha) suchten ihr Heil in der Flucht. Ignatiev und De Marchi hielten am längsten durch, wurden letztlich aber auch wieder geschnappt. Bei der Verfolgung riss das große Hauptfeld auseinander und plötzlich sahen sich eine Menge prominenter Fahrer abgehängt, darunter auch Thor Hushovd und Mark Cavendish. In der Folge boten sich die beiden Gruppen einen erbitterten Fight.

Verschiedene Teams machten von hinten Dampf, unter anderem fuhr Rabobank im Wind, um für Oscar Freire Boden gutzumachen. Letztlich kam es aber nicht mehr zum Zusammenschluss. In der Spitzengruppe wurden zahlreiche Attacken gefahren, kein Fahrer gelang es, wegzukommen. Dennoch beteiligten sich am Ende nur noch acht Fahrer, als der Sprint losging. Der 24-jährige Goss war der einzige Sprinter, der beim letzten Anstieg am Poggio den Klassikerspezialisten folgen konnte und ließ Fabian Cancellara und Philippe Gilbert keine Chance. Die Italiener, mit Ballan, Pozzato und Scarponi gleich dreifach vertreten, mussten sich beim Heimspiel mit den Plätzen vier bis sechs begnügen.

"Ich wusste, dass ich gut drauf bin und ein gutes Resultat einfahren kann. Aber dass ich das Rennen gewinne, ist unglaublich", sagte Goss. Als größte Erfolge standen beim Fahrer des Teams HTC-Highroad bislang ein Etappensieg beim Giro d'Italia 2010 und beim Halbklassiker Paris-Brüssel 2009 zu Buche.

Von den deutschen Fahrern war im Finale nichts zu sehen. Bis 20 Kilometer vor dem Ziel hatten sie sich noch in Spitzenpositionen gehalten. Doch als es in die Entscheidung bei der 102. Auflage ging, hatten sie keine Chance. Der deutsch-australische Radprofi Heinrich Haussler landete mit 27 Sekunden Rückstand auf Platz 18. "Ich komme nicht, um Zweiter oder Dritter zu werden. Ich will gewinnen", hatte der Zweite von 2009 noch vor dem Start getönt.

Bei den Seriensiegern von HTC wurde der Erfolg gefeiert. "Matthew hat im Finale taktisch alles richtig gemacht. Das war genauso clever wie vor zwei Jahren Cavendish gegen Haussler", sagte Sportdirektor Rolf Aldag dem SID. "Wir hatten den Vorteil, dass Matthew nichts machen musste, weil wir hinten noch Cavendish in der Gruppe hatten."

Damit holte der Nachfolge-Rennstall des einstigen T-Mobile-Teams den nächsten wichtigen Sieg im Jahr 2011, nachdem Tony Martin bereits die Algarve-Rundfahrt und Paris-Nizza gewonnen hatte.


Mailand - San Remo (298 km):

1. Matthew Goss (Australien) - HTC-Highroad 6:51:10 Std.; 2. Fabian Cancellara (Schweiz) - Leopard Trek; 3. Philippe Gilbert (Belgien) - Omega Pharma-Lotto; 4. Alessandro Ballan (Italien) - BMC; 5. Filippo Pozzato (Italien) - Katusha; 6. Michele Scarponi (Italien) - Lampre- ISD; 7. Yoann Offredo (Frankreich) - Fdjeux alle gleiche Zeit; 8. Vincenzo Nibali (Italien) - Liquigas-Cannondal + 0:03 Min.; 9. Greg van Avermaet (Belgien) - BMC + 0:10; 10. Stuart O'Grady (Australien) - Leopard-Trek + 0:12; ...25. Linus Gerdemann (Münster) - Leopard- Trek + 0:32; 33. André Greipel (Hürth) - Omega Pharma-Lotto + 3:59; 35. Andreas Klier (Denderwindeke/Belgien) - Garmin-Cervélo + 5:14; 43. Fabian Wegmann (Freiburg) - Leopard-Trek + 5:23; 48. Marcus Burghardt (Steinmaur/Schweiz) - BMC; 56. Danilo Hondo (Cottbus) - Lampre-ISD; 98. Robert Wagner (Würselen) - Leopard-Trek alle gleiche Zeit; 110. Marcel Sieberg (Bocholt) - Omega Pharma-Lotto + 9:32; Bert Grabsch (Kreuzlingen/Schweiz) - HTC-Highroad; Sebastian Lang (Erfurt) - Omega Pharma-Lotto beide ausgeschieden

 

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