Es war eine abwechslungsreiche Etappe. Auf dem flachen Teilstück nutzten einige Fahrer den ersten kleineren Anstieg zur Attacke. Zwei Fahrer konnten sich letztendlich absetzen: Der Franzose Damien Gaudin (Europcar) und der Spanier Gorka Izagirre (Euskaltel) fuhren gemeinsam vor dem Feld. Zwischenzeitlich konnte sich das Duo über acht Minuten Vorsprung auf das Hauptfeld erarbeiten.
Doch in der zweiten Hälfte des Rennens zog das Peloton das Tempo an und kam immer näher. Rund 40 Kilometer vor dem Ziel war die Flucht von Gaudin und Izaguirre beendet. Allerdings schafften es die Sprinterteams nicht, das Feld zusammenzuhalten. De Gendt, Roy sowie Jens Voigt (Lepoard) nutzten die allgemeine Unruhe und setzten sich an die Spitze. Und das Trio harmonierte gut zusammen und konnte sich rund eine Minute Vorsprung erarbeiten.
Obwohl die Teams der Mit-Favoriten wie Alexander Winokurow (Astana) oder Levi Leipheimer (RadioShack) viel Tempo machten, konnten sich de Gendt, Roy und Voigt halten. Gemeinsam bogen sie auf die Zielgerade ein, dahinter folgte das rasende Feld. De Gendt erwies sich als der Stärkste, der Belgier gewann vor Roy. Voigt dagegen wurde kurz vor der Ziellinie noch von einigen Fahrern eingeholt, Haussler sicherte sich Rang drei. Für Voigt blieb am Ende Rang sechs.
Der Radsport-Weltverband UCI und die französische Anti-Doping-Agentur AFLD hatten sich vor dem Start auf eine erneute Zusammenarbeit geeinigt, was bisher die kommende Tour de France aber nicht einschließt. Die beiden lange zerstrittenen Organisationen hatten sich bei einem Treffen auf folgendes Prozedere geeinigt: Die AFLD wird bei der Fahrt nach Nizza rund 70 Doping-Proben nehmen und analysieren. Dazu kommen rund 50 Blutproben, die die UCI sammelt.
Am Montag wird die Rundfahrt mit der zweiten Etappe über 199 Kilometer von Montfort l'Amaury nach Amilly fortgesetzt. Am Sonntag wird dann in Nizza an der Cote d'Azur der Sieger feststehen.
1. Thomas De Gendt (Belgien) - Vacansoleil 4:05:06 Std.; 2. Jérémy Roy (Frankreich) - FdJeux; 3. Heinrich Haussler (Australien) - Garmin-Cervélo; 4. Peter Sagan (Slowakei) - Liquigas-Cannondale; 5. Greg Henderson (Neuseeland) - Sky; 6. Jens Voigt (Berlin) - Leopard Trek; ... 22. Andreas Klöden (Kreuzlingen/Schweiz) - Radioshack; 23. Linus Gerdemann (Münster) - Leopard Trek; 42. Tony Martin (Kreuzlingen/Schweiz) - HTC-Highroad; 71. Dominik Nerz (Wangen/Allgäu) - Liquigas-Cannondale alle gleiche Zeit; 146. Andreas Stauff (Köln) - Quick Step + 23 Sek.; 165. Grischa Niermann (Hannover) - Rabobank + 3:47 Min.
1. Thomas De Gendt (Belgien) - Vacansoleil 4:04:53 Std.; 2. Jérémy Roy (Frankreich) - FdJeux + 6 Sek.; 3. Heinrich Haussler (Australien) - Garmin-Cervélo + 9; 4. Damien Gaudin (Frankreich) - Europacar + 10; 5. Jens Voigt (Berlin) - Leopard Trek + 11; 6. Romain Feillu (Frankreich) - Vacansoleil + 12; ... 23. Andreas Klöden (Kreuzlingen/Schweiz) - Radioshack + 13; 24. Linus Gerdemann (Münster) - Leopard Trek; 43. Tony Martin (Kreuzlingen/Schweiz) - HTC-Highroad; 72. Dominik Nerz (Wangen/Allgäu) - Liquigas-Cannondale alle gleiche Zeit; 148. Andreas Stauff (Köln) - Quick Step + 36; 165. Grischa Niermann (Hannover) - Rabobank + 4:00 Min.
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