Voraussetzung sei gewesen, dass Contador eine vorläufige Sperre akzeptiere. Zudem hat der Verband Contador offenbar zur Verschwiegenheit gedrängt. Im dänischen Fernsehen TV2 sagte Contador: "Die UCI bat mich, niemandem etwas zu erzählen. Alles hatte den Anschein, dass alles in Ordnung ist und eine interne Lösung gefunden wird."
Auch wenn die positive Probe inzwischen doch publik wurde und es inzwischen sogar Indizien auf Eigenblut-Doping des Spaniers gibt, scheint Contador relativ unbeschadet aus der Angelegenheit herauszukommen. "Es wird keinen Fall Contador geben. In einigen Tagen legen wir die Angelegenheit zu den Akten", soll UCI-Präsident Pat McQuaid am Rande der WM im australischen Geelong zu Vertrauensleuten gesagt und einen Zeitraum von "acht bis zehn Tagen" genannt haben. McQuaid erklärte offiziell nur, dass er sich zu Contador nicht mehr äußern werde.
Contador hatte die Werte auf kontaminiertes Fleisch zurückgeführt und auf die geringe Konzentration des Kälbermastmittels Clenbuterol in seiner Urinprobe verwiesen. Allerdings legte am Freitag die französische Sporttageszeitung L'Equipe nach und berichtete, dass bei der Analyse von Contadors Probe auch Spuren von kunststoffähnlichen Resten gefunden haben, wie sie nach Bluttransfusionen häufig festzustellen sind.
Dass das Ergebnis der Probe vom zweiten Ruhetag der Tour de France über einen Monat geheim gehalten wurde, obwohl auch die B-Probe ausgewertet war, wirft ohnehin ein merkwürdiges Licht auf die UCI. Ursprünglich sei es laut El Pais geplant gewesen, den Fall diskret zu lösen. Bereits am 24. August hatte Contador Kenntnis von seiner positiven A- und B-Probe erhalten. Eine Mitteilung an die Öffentlichkeit, wie es sonst üblich ist, war aber ausgeblieben. Erst als die ARD nach eigenen Recherchen Wind von der Angelegenheit bekommen hatte, wurde der Fall in einer Nacht- und Nebelaktion publik gemacht.
Sollte Contador tatsächlich nur drei Monate gesperrt werden, würde er praktisch nicht belangt, da die Sperre Ende November wieder ausläuft und er seine Saison längst beendet hat. Bei einer derartigen Regelung bestünde für die UCI allerdings Rechtfertigungsbedarf gegenüber der Welt-Anti-Doping-Agentur. Die WADA wertet Clenbuterol im Körper - ein Grenzwert existiert nicht - als Doping-Vergehen, das im Fall Contador eine Zweijahressperre nach sich ziehen müsste.
Am Samstag hatte die UCI zudem bekanntgegeben, dass die dreimalige Mountainbike-Weltmeisterin Margarita Fullana aus Spanien positiv auf Epo getestet wurde. Es war nach Contador, dem Vuelta-Zweiten Ezequiel Mosquera und dessen Teamkollegen David Garcia der vierte spanische Dopingfall, der am Rande der Straßen-WM bekannt wurde.
| Die aktuellsten Forenbeiträge |
|---|
|
Re (6): Ulis Wurst ist die beste
von:
TiSa667
- 02.06.12, 00:09 - 2 mal gelesen
|
|
Jetzt kommt Beth
von:
Adler-Power
- 02.06.12, 00:00 - 2 mal gelesen
|
|
Re (4): Ulis Wurst ist die beste
von:
_OMEGA_
- 01.06.12, 23:56 - 13 mal gelesen
|
| Finden Sie es richtig, dass die Hertha in Berufung gegangen ist? | |
| Zum Ergebnis - 17.891 Teilnehmer |
| Zeit | Sender | Sendung |
|---|---|---|
| 00:30 | EURO | Tennis |
| 01:00 | EURO | GT Academy |
| 01:15 | EURO | Fitness |
| 01:50 | SKYS1 | Fußball: DFB Pokal |
| 02:00 | SKYBU | Fußball: 2. Bundesliga |