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19.09.2010, 18:45

21. Etappe: Farrar düpiert Cavendish

Nibali jubelt in Madrid

Vincenzo Nibali hat die 65. Vuelta gewonnen. Der Italiener aus dem Liquigas-Team ließ sich auch auf der 21. und letzten Etappe über 85 Kilometer von San Sebastián de los Reyes nach Madrid nichtüberraschen und feierte seinen ersten Erfolg bei einer großen Rundfahrt. Den Schlussabschnitt gewann in 2:02:24 Stunden Tyler Farrar (Garmin-Transitions).

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Ezequiel Mosquera, Vincenzo Nibali und Peter Velits
Ezequiel Mosquera, Gesamtsieger Vincenzo Nibali und Peter Velits (v.li.) bilden das Podium in Madrid.
© picture alliance Zoomansicht

Der US-Amerikaner setzte sich im Massenspurt vor dem Briten Mark Cavendish durch. Der HTC-Columbia-Profi sicherte sich aber das Grüne Trikot als bester Sprinter. Als bester Kletterer konnte sich wie schon im Vorjahr der Franzose David Moncoutie (Cofidis).

"Ich bin jetzt Mitglied des elitären Zirkels von Rundfahrt-Siegern. Ein Kindheitstraum wurde wahr", freute sich Nibali, der zwar in über drei Wochen keine einzige Vuelta-Etappe gewann, aber als kühler Taktiker und großer Kämpfer glänzte. Zuletzt durfte die Radsport-verrückte Nation 1990 mit Marco Giovanetti jubeln - insgesamt stehen für die Profis aus Italien nun fünf Vuelta-Siegen zu Buche.

Nur 41 Sekunden lag der streng gläubige Nibali am Ende vor dem zehn Jahre älteren Spanier Ezequiel Mosquera (Xacobeo-Galicia). Peter Velits (HTC-Columbia) hatte als Dritter des Gesamtklassements bereits über drei Minuten Rückstand, fuhr aber als erster Slowake auf das Vuelta-Podium.

Sein Meisterstück lieferte Nibali auf der denkwürdigen 20. Etappe auf dem 2265 Meter hohen Bola del Mundo in der Sierra de Madrid. Mosquera hätte ihm 51 Sekunden abnehmen müssen, um noch an das Rote Trikot zu kommen. 3,7 Kilometer vor dem nebelverhangenen Ziel startete am Samstag der packende Showdown, der - Seltenheit bei der Vuelta - sogar von einer größeren Zuschauermenge hautnah verfolgt wurde. Mosqueras Maximalvorsprung zu Nibali betrug auf den bis zu 19 Prozent steilen Rampen 16 Sekunden. Ins Ziel rettete der Spanier eine Sekunde - Nibali war am Ziel seiner Träume.

Auf der 21. und letzten Etappe passierte nicht viel. Fünf Fahrer durften ein bisschen vor dem Feld fahren. Dominik Roels (Milram), Gonzalo Rabunal (Xacobeo-Galicia), Jürgen van Goolen und Olivier Kaisen (beide OmegaPharma-Lotto) sowie Jaiver Ramirez (Andalucia-Cajasur) konnten sich rund eine Minute Vorsprung erarbeiten.

Doch auf der vorletzen Runde auf einem Stadtkurs in Madrid erfolgte der Zusammenschluss. Im Ziel hatte Farrar dann die meisten Reserven.

19.09.10
 
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