Von Beginn weg war die Etappe von Attacken geprägt. Doch das höllische Anfangstempo verhinderte zunächst erfolgreiche Ausreißversuche.
Nach rund 40 Kilometer gelang es dann aber Terpstra, sich vom Feld abzusetzen. Der niederländische Meister in den Diensten des deutschen Teams Milram konnte sich schnell einen ordentlichen Vorsprung herausfahren. Doch weitere 20 Kilometer später schlossen die beiden Garmin-Transitions-Fahrer David Millar (Großbritannien) und David Zabriskie (USA) zu Terpstra auf.
Keiner aus dem Trio stellte im Rennen um den Gesamtsieg eine Gefahr dar, weshalb die Drei zunächst fuhren durften. Rund 13 Minuten betrug zwischenzeitlich die größte Differenz zwischen den Führenden und den Verfolgern.
Allerdings schmolz dann der auf dem Papier komfortable Vorsprung schnell wieder zusammen. Als es dann in den kurzen, aber steilen Schlussanstieg ging, war das Peloton bereits auf eineinhalb Minuten herangerückt.
Kurz zuvor kam es zu einem Massensturz, in dem auch Anton und andere Fahrer des Euskaltel-Teams verwickelt waren. Und der Sturz hatte für den Gesamtführenden bittere Folgen, denn nach einigen Diskussionen mit den Team-Verantwortlichen stieg Anton vom Rad! Die Abschürfungen und Schnittwunden, die der Spanier erlitten hatte, waren wohl zu schmerzhaft. Auch sein Teamkollege Egoi Martinez musste das Rennen beenden.
An der Spitze wurden die ehemals Führenden nach und nach eingeholt. Als letzten erwischte es zwei Kilometer vor dem Ziel Terpstra, dessen Mut erneut nicht belohnt wurde. Und von den Spitzenfahrern hatte Rodriguez die meisten Reserven. Der Katusha-Fahrer siegte in 4:26,43 Stunden vor Nibali (+ 0:20 Sekunden) und Mosquera (+ 0:22).
Die Spitze in der Gesamtwertung übernahm Nibali (Liquigas). Der Italiener hat nun vier Sekunden Vorsprung auf Rodriguez und 50 auf Mosquera. Nibali hat nun gute Chancen, die 65. Vuelta zu gewinnen, da er als sehr guter Zeitfahrer gilt.
Zunächst aber geht es in den Bergen weiter. Am Sonntag steht der 15. Tagesabschnitt über 187,3 Kilometer von Solares nach Lagos de Covadogna auf dem Programm. Am Ende der Etappe wartet erneut ein Schlussanstieg auf 1120 Meter Höhe.
1. Joaquin Rodriguez (Spanien) - Katusha 4:26:43 Std.; 2. Vincenzo Nibali (Italien) - Liquigas-Doimo + 0:20 Min.; 3. Ezequiel Mosquera (Spanien) - Xacobeo-Galicia + 0:22; 4. David Moncoutie (Frankreich) - Cofidis + 0:33; 5. Nicholas Roche (Irland) - Ag2r + 0:34; 6. Fränk Schleck (Luxemburg) - Saxo Bank + 0:35; 7. Xavier Tondo(Spanien) - Cervelo + 0:39; 8. David Garcia (Spanien) - Xacobeo-Galicia + 0:43; 9. Peter Velits (Slowakei) - HTC-Columbia + 0:45; 10. Thomas Danielson (USA) - Garmin-Transitions + 1:29; ... 37. Paul Voß (Bielefeld) - Milram + 3:19; 46. Johannes Fröhlinger (Freiburg) - Milram + 4:24; 93. Danilo Hondo (Cottbus) - Lampre + 12:48; 110. Markus Eichler (Mönchengladbach) - Milram + 21:22; 112. Björn Schröder (Berlin) - Milram gleiche Zeit; 113. Robert Förster (Leipzig) - Milram + 21:23; 125. Grischa Niermann(Hannover) - Rabobank gleiche Zeit; 159. Andreas Stauff(Köln) - Quick Step + 21:58; 162. Dominic Klemme (Bielefeld) - Saxo Bank + 22:00; 165. Dominik Roels (Köln) - Milram gleiche Zeit
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