Wie bereits an den Tagen zuvor dauerte es am Freitag eine ganze Weilte, ehe sich eine Fluchtgruppe bilden konnte. Nach rund 40 Kilometern schafften es aber der Niederländer Niki Terpstra (Milram), die Italiener Manuele Mori (Lampre) und Giampaolo Cheula (Footon-Servetto) sowie der Belgier Olivier Kaisen (OmegaPharma-Lotto) und der Australier Allan Davis (Astana), sich vom Hauptfeld abzusetzen.
Keiner der fünf Ausreißer stellte für das Gesamtklassement eine Gefahr dar. Mori hatte vor der Etappe einen Rückstand von knapp 53 Minuten auf Spitzenreiter Igor Anton (Euskaltel), alle anderen lagen bereits weit über eine Stunde hinter dem Roten Trikot zurück.
Und so durfte das Quintett zunächst fahren. Der maximale Vorsprung betrug zwischenzeitlich rund acht Minuten. Dann aber machten die Sprinterteams Tempo. Insbesondere HTC-Columbia um Mark Cavendish sowie Garmin-Transitions mit Tyler Farrar zeichneten sich für die Nachführarbeit verantwortlich.
Da es auf den letzten knapp 40 Kilometern auch leicht bergab ging, hatte die Führungsgruppe gegen das Peloton keine Chance. Die fünf Ausreißer wurden an der "langen Leine" gehalten, doch vier Kilometer vor dem Ziel war der Vorstoß endgültig beendet.
Im Massenspurt ließ dann Cavendish seinen Konkurrenten nicht den Hauch einer Chance und holte sich seinen zweiten Erfolg in Serie. "Das Team ist der Schlüssel zum Erfolg. Wie am Vortag hat mich Matthew Goss wieder optimal aus der letzten Kurve auf die Zielgerade gebracht", sagte Cavendish.
An der Spitze der Gesamtwertung gab es vor den drei wahrscheinlich vorentscheidenden Tagen der Spanien-Rundfahrt keine Veränderungen. Der Spanier Igor Anton verteidigte sein Rotes Trikot vor dem Italiener Vicenzo Nibali (+ 45 Sekunden), der große Hoffnungen auf das Einzelzeitfahren auf der 17. Etappe richtet. Dritter ist weiterhin Xavier Tondo (+ 1:04).
Der Samstag ist der Auftakt zu drei schweren Etappen, bei denen jeweils Bergankünfte anstehen. Von Burgos aus geht es zunächst Richtung Biskaya, wo nach 178 Kilometern in der Bucht von San Sebastian der 565 Meter hohe Pena Cabarga erklommen werden muss.
1. Mark Cavendish (Großbritannien) - HTC-Columbia 4:50:18 Std.; 2. Thor Hushovd (Norwegen) - Cervelo; 3. Daniele Bennati (Italien) - Liquigas-Doimo; 4. Yauheni Hutarovich (Weißrussland) - FdJeux; 5. Manuel Cardoso (Portugal) - Footon-Servetto; 6. Tyler Farrar (USA) - Garmin-Transitions; 7. Denis Galimsjanow (Russland) - Katusha; 8. Koldo Fernandez (Spanien) - Euskaltel-Euskadi; 9. Theo Bos (Niederlande) - Cervelo; 10. Johnny Walker (Australien) - Footen-Servetto; ... 12. Danilo Hondo (Cottbus) - Lampre; 15. Robert Förster (Leipzig) - Milram; 19. Andreas Stauff (Köln) - Quick Step; 25. Johannes Fröhlinger (Freiburg) - Milram; 33. Dominik Roels (Köln) - Milram; 69. Grischa Niermann (Hannover) - Rabobank; 72. Björn Schröder (Berlin) - Milram; 82. Dominic Klemme (Bielefeld) - Saxo Bank; 87. Paul Voß (Bielefeld) - Milram alle gleiche Zeit; 138. Markus Eichler (Mönchengladbach) - Milram + 0:28 Min
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