
Auf der neunten Etappe formierte sich nach gut 50 Kilometern eine Spitzengruppe von 15 Ausreißern, unter ihnen auch Vortages-Sieger David Moncoutie, der im Kampf um die Bergwertung weiter wichtige Punkte sammeln wollte.
Für den Gewinner der siebten Etappe, Alessandro Petacchi, war das Rennen nach über einer Stunde Fahrtzeit beendet - die Schmerzen waren bei dem am Vortag in einen Sturz verwickelten Italiener zu groß.
Derweil hatte die Gruppe um Moncoutie einen konstanten Vorsprung von über fünf Minuten herausgearbeitet. Moncoutie konnte sich im weiteren Verlauf immer wieder Punkte für das Bergtrikot sichern, das er sich am Alto de Tudons - zumindest schon mal virtuell, am Ende des Tages tatsächlich - vom bislang führenden Serafin Martinez, der im Hauptfeld fuhr, überstreifen durfte.
40 Kilometer vor dem Ziel konnte sich Rabunal Rios vorne absetzen. Der Profi aus dem Xacobeo Galicio-Rennstall fuhr zwischenzeitlich einen Vorsprung von 9:30 auf das Peloton heraus, wurde aber nach 15 Kilometern von der Verfolgergruppe wieder eingeholt. Nach etlichen Positionskämpfen blieb neun Kilometer vor dem Ziel ein Quintett an der Spitze übrig. Martinez de Esteban, Kreuziger und Caruso verhinderten einen Alleingang von Moncoutie und Lopez und schlossen zum Spitzenduo auf.
Schließlich fasste sich David Lopez ein Herz: Der Spanier löste sich aus dem Quintett, suchte den Erfolg auf den letzten drei Kilometern als Solist und war auf dem Weg zum Ziel nicht mehr einzuholen. Hinter dem Caisse d'Epargne-Fahrer kamen Kreuziger als zweiter und Caruso als Dritter an.
Das Hauptfeld hatte das Tempo auf den letzten Kilometern deutlich angezogen. In der Gesamtwertung änderte sich somit nichts: 7:02 Minuten nach dem Tagessieger kamen auch die Führenden des Klassements ins Ziel. Der mit Anton zeitgleich an der Spitze liegende Rodriguez (Katjuscha) versuchte zwar auf den letzten Metern noch einmal eine wertbare Lücke zwischen sich und den Euskatel-Profi zu legen, doch der ließ ihn nicht ziehen.
Topfavorit auf den Gesamtsieg dürfte nach dem zweiten Wochenende aber der Drittplatzierte Vincenzuo Nibali (Liquigas) sein, dem nur zwei Sekunden auf Anton und Rodriguez fehlen und der als stärkerer Zeitfahrer einzuschätzen ist.
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