Die 8. Etappe der 65. Spanien-Rundfahrt begann am Vormittag am Startort Villena mit einer Schweigeminute. Dabei gedachten die Fahrer dem am Freitag verstorbenen Sky-Betreuer Txema Gonzalez. Das Sky-Team zog sich aus der Vuelta zurück und trat nicht mehr an.
Für das restliche Feld standen auf den 190 Kilometern nach Xorret de Cati etliche Berge auf dem Programm. Mit dem Alto de Xorret de Cati stand kurz vor dem Ziel auch ein Anstieg der 1. Kategorie an.
Gleich von Beginn weg begann der hügelige Ritt für die Fahrer. Erfolgreiche Attacken gab es vorerst keine. Das Feld wurde allerdings durch etliche Stürze auseinandergerissen, doch stets folgte der Zusammenschluss.
Erst nach rund 60 Kilometern gelang es fünf Fahrern, sich vom Peloton abzusetzen. David Moncoutie (Cofidis), Johann Tschopp (Bbox Bouygues), Serafin Martinez (Xacobeo-Galicia), José Luis Arrieta (Ag2r) und Assan Bazayev (Astana) machten sich gemeinsam auf die Flucht.
Das Quintett konnte sich schnell einen komfortablen Vorsprung erarbeiten, obwohl etliche prominente Fahrer dem dabei waren. Moncoutie gewann in den letzten beiden Jahren das Bergtrikot bei der Vuelta, Martinez trägt dieses auf seinen Schultern. Für die Gesamtwertung kam aber keiner der Ausreißer in Frage.
Die Fünf an der Spitze harmonierten gut und konnten sich zwischenzeitlich einen maximalen Vorsprung von knapp acht Minuten erarbeiten. Mit knapp fünf Minuten Vorsprung nahm das Quintett den Schlussanstieg Alto Xorret de Cati in Angriff.
Und dort erwies sich Routinier Moncoutie als stärkster Fahrer. Der 35-Jährige setzte sich von seinen Mitstreitern ab und gewann die Etappe in 5:14,32 Stunden vor Martinez und Tschopp.
"Das ist ein großartiges Gefühl", sagte Tagessieger Moncoutie, der seinen insgesamt dritten Etappenerfolg in Spanien verbuchte. "Ich hatte vor, in einer Fluchtgruppe zu fahren, um Punkte für die Bergwertung zu sammeln. Dieses Trikot ist nun mein Ziel." Noch verteidigte Martinez aber das Bergtrikot.
Das Feld konnte zwar den Rückstand verkürzen, doch der bisher Gesamtführende Philippe Gilbert (OmegaPharma-Lotto) - der zu Beginn des Tagesabschnitts zu Fall kam - befand sich nicht in der ersten Verfolgergruppe und musste sein Rotes Trikot an Euskaltel-Profi Igor Anton abgeben.
Anton führt nun vor seinem Landsmann Joaquin Rodriguez (Katusha) und dem Italiener Vincenzo Nibali (Liquigas). Deutsche Fahrer spielten auf der 8. Etappe keine Rolle und liegen auch in der Gesamtwertung weit abgeschlagen.
Die neunte Etappe führt die Fahrer am Sonntag über 187,7 Kilometer von Calpe nach Alcoy. Dabei stehen gleich sieben Bergwertungen auf dem Programm.
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