Roberts setzte sich im Massensprint einer rund 30 Mann starken Spitzengruppe durch. Nahezu alle Favoriten auf den Gesamtsieg waren in der ersten Gruppe vertreten. Alle anderen Fahrer büßten am Freitag wertvolle Zeit ein.
"Das war eine perfekte Etappe für uns! Nachdem unsere guten Leistungen der letzten Tage nicht belohnt wurden, ist das jetzt eine Genugtuung für uns", wird der Sportliche Leiter, Ralf Grabsch, auf der Team-Website zitiert. "Unsere Mannschaft hat Luke Roberts und Tommy Rohregger sehr gut ins Finale gebracht. Am Ende war kein Sprinter mehr dabei und wir hatten mit Luke den stärksten Fahrer vorne."
Ein großes Lob schickte der ehemalige Profi an Dominik Nerz, den jüngsten Fahrer im deutschen ProTour-Rennstall: "Dominik fährt hier eine starke Woche und hat sich sehr gut in das Team integriert. Heute war er am Berg der wichtigste Helfer von Etappensieger Roberts. Erst kurz vor dem Gipfel musste er abreißen lassen. Das war eine ganz stolze Leistung auf dieser Königsetappe."
Bereits in der Anfangsphase des Rennens starteten die ersten Attacken. Auch der Tour-Vierte von 2009, Bradley Wiggins (Team Sky) versuchte sein Glück. Doch der Brite wurde vom Peloton wieder eingeholt. Erst Lieuwe Westra (Vacansoleil), Michael Kwitakowski (Caja Rural), Jan Barta (NetApp) und Marcel Barth aus der deutschen Nationalequipe konnten sich absetzen. Das Quartett fuhr einen zwischenzeitlichen Vorsprung von über acht Minuten heraus.
Doch beim Anstieg zum Alto del Collado Bermejo wurden die Ausreißer wieder eingeholt. Pieter Weening (Rabobank) überquerte die Bergwertung als Erster, doch auf den letzten Kilometern bis zum Ziel wurde auch der Niederländer wieder gestellt, so dass ein Massenspurt die Entscheidung bringen musste.
Robert Hunter (Garmin-Transitions), der die beiden ersten Etappen gewinnen konnte und zwei Tage lang das Gelbe Trikot als Gesamtführender trug, war zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr dabei. Die Frau des Südafrikaners steht kurz vor der Geburt des zweiten gemeinsamen Kindes, Hunter gab das Rennen auf.
Neuer Gesamtführender mit einer Zeit von 12:52,39 Stunden ist nun Jufre vor dem zeitgleich Roberts. Bis Platz neun weisen alle Fahrer die gleiche Zeit auf.
Eine Vorentscheidung über den Gesamtsieg dürfte am Samstag fallen, wenn das Zeitfahren über 22 Kilometer auf dem Programm steht. Als Favorit geht RadioShack-Kapitän Lance Armstrong an den Start. Der siebenmalige Toursieger hat nur fünf Sekunden Rückstand auf Jufre. Doch auch sein Teamkollege Klöden ist mit ebenfalls nur fünf Sekunden Rückstand zu beachten. Das Gleiche gilt für Wiggins. Die Murcia-Rundfahrt endet am Sonntag.
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