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01.09.2009, 17:58

4. Etappe: Venlo - Lüttich (224km)

Greipel jubelt nach Massensturz

André Greipel hat auf der vierten Etappe den zweiten deutschen Tagessieg gefeiert. Der Columbia-Profi hatte Glück, dass er am Ende des mit 224 Kilometer längsten Teilstückes der diesjährigen Vuelta, einem schweren Massensturz kurz vor dem Ziel entkam und somit auf der Zielgeraden nahezu konkurrenzlos zum Etappensieg sprintete. In der Gesamtwertung liegt weiterhin Fabian Cancellara vorn.

André Greipel
Übhernahm mit seinem Sieg am Dienstag auch das Grüne Trikot als bester Sprinter: André Greipel.
© imagoZoomansicht

In die Massenkarambolage 2,8 Kilometer vor dem Ziel des 4. Tages-Abschnitts war auch Spitzenreiter Fabian Cancellara verwickelt. Doch der Zeitrückstand kam nicht in die Wertung, so dass der Schweizer das goldene Trikot verteidigen konnte. Einige der gestürzten Profis konnten nur noch mit Hilfe ihrer Teamkollegen ins Ziel rollen.

Nachdem es schon im Verlaufe des 225,5 Kilometer langen Tagesabschnitts von Venlo nach Lüttich zahlreiche Stürze und Unfälle gegeben hatte, waren an dem Crash kurz vor dem Ziel mindestens 40 Profis beteiligt. Nur die ersten sieben Fahrer kamen durch einen Verkehrskreisel, bevor der Achte eine Kettenreaktion auslöste. Greipel fuhr schließlich vor Wouter Weylandt (Quick Step), Bert Grabsch und Marcel Sieberg (beide Columbia) ins Ziel.

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Die Sturzorgie hatte auch Einfluss auf das Gesamtklassement. Zwar konnte Cancellara seine Spitzenposition verteidigen, doch der bisherige Dritte, Gerald Ciolek, fiel weit zurück. Der Milram-Sprinter verlor über acht Minuten und wird nun nur noch auf dem 167. Rang geführt.

Auch Gregory Henderson (Columbia) musste seinen zweiten Platz an Tom Boonen abgeben. Der Quick-Step-Profi hat neun Sekunden Rückstand auf Cancellara. Neuer Dritter ist nun Grabsch vor seinem Teamkollegen Greipel.

Auf dem vierten Tagesabschnitt mussten sich die Profis erstmals mit der ersten Bergwertungen der 4. Kategorie auseinandersetzen, nachdem das Profil vorher nur flach war. Lars Boom (Niederlande) entschied die Prüfung für sich und fuhr ins Berg-Trikot. Bei empfindlicher Kühle war es auf der längsten Etappe der Vuelta, die teilweise auf dem Streckenverlauf des Klassikers Lüttich-Bastogne-Lüttich ausgetragen wurde, immer wieder zu Stürzen gekommen. Milram-Profi Dominik Roels hatte wie schon auf der zweiten Etappe mit einem langen Ausreiß-Versuch für Aufmerksamkeit gesorgt, wurde mit seinen drei Ausreißerkollegen aber in der Schlussphase der Etappe wieder gestellt.

Am Mittwoch gibt es einen Ruhetag, den viele Fahrer nutzen werden, um ihre Wunden behandeln zu lassen. Die Mediziner werden jedenfalls alle Hände voll zu tun haben. Am Donnerstag geht es erstmals in Spanien auf 174 Kilometern von Tarragona nach Vina Ros.

01.09.09
 
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