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30.08.2009, 18:22

2. Etappe: Assen - Emmen (204 km)

Ciolek jubelt in Emmen

Der Ausflug für das Milram-Team zur Vuelta hat sich bereits nach der 2. Etappe gelohnt. Auf den 204 Kilometern von Assen nach Emmen setzte sich Gerald Ciolek knapp vor dem Italiener Fabio Sabatini vom Liquigas Team durch. Trotz eines Sturzes 35 Kilometer vor dem Ende erreichte Columbia-Profi Andre Greipel (Hürth) hinter dem Briten Roger Hammond (Cervelo) als Vierter das Ziel. Im Goldenen Trikot fährt weiterhin Fabian Cancellara.

Gerald Ciolek und Fabio Sabatini
Feiert bei der Vuelta seinen ersten großen Saisonerfolg: Milram-Sprinter Gerald Ciolek (li.) siegt vor Fabia Sabatini.
© picture-allianceZoomansicht

Der 22-jährige Milram-Sprinter, der bei der Tour de France einem heiß ersehnten Etappensieg erfolglos hinterherfuhr und über einen dritten Platz nicht hinauskam, wuchs am Sonntag nach 204 Kilometern in Emmen/Niederlande über sich hinaus.

Beim Massensprint im Ziel der 2. Etappe verwies er den schnellen Italiener Fabiao Sabatini hauchdünn auf den zweiten Platz und feierte seinen ersten großen Saison-Erfolg. Bisher stand da nur ein magerer Sieg bei der Mallorca-Rundfahrt vom Februar zu Buche.

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Ciolek freute sich riesig über seinen ersehnten Durchbruch bei einer großen Rundfahrt: "Meine Form war seit der Tour de France gut, aber es hat eben ein Sieg gefehlt. Es ist großartig, dass es endlich geklappt hat." Mit dem gewonnenen Selbstbewusstsein steckte sich der Youngster sogleich neue Ziele: "Vielleicht kann ich das Führungstrikot erobern. Dafür werde ich auf jeden Fall 100 Prozent geben."

Denn zum ganz großen Coup reichte es noch nicht. Trotz der Zeitgutschrift von 20 Sekunden verteidigte Prolog-Sieger Cancellara noch einen Vorsprung von acht Sekunden auf Ciolek, eine Sekunde dahinter lauert der Belgier Tom Boonen (Quick Step), der als Achter das Ziel erreichte.

Und nicht nur im Ziel bestimmte Milram heute das Geschehen. Denn lange zeigte sich ein Ausreißerquintett an der Spitze. Und auch hier hatte Milram mit dem jungen Dominik Roels einen Fahrer dabei. Rund 20 Kilometer vor dem Ziel schluckte das Hauptfeld die Ausreißer jedoch.

"Dieser Sieg ist enorm wichtig für uns, weil er uns Selbstvertrauen für die kommenden drei Wochen gibt", meinte Milrams Sportlicher Leiter Ralf Grabsch erleichtert. Auch Teamchef Gerry van Gerwen lobte seine Schützlinge in den höchsten Tönen: "Es war eine überzeugende Mannschaftsleistung, die Gerald Ciolek mit diesem Klasse-Sieg belohnt hat."

Die Spanien-Rundfahrt ist bis zum ersten Ruhetag in den Niederlanden und Belgien zu Gast und kehrt erst zur 5. Etappe auf die iberische Halbinsel zurück. Die dritte Etappe führt am Montag über 189,7 Kilometer weiter durch die Niederlande von Zuthpen nach Venlo.

30.08.09
 
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