Bereits 2007 hatte sich Contador die Krone bei der Tour de France aufgesetzt. Zweiter wurde der Luxemburger Andy Schleck, mit dem dritten Platz musste sich Contadors Team-Rivale Lance Armstrong begnügen. Immerhin konnte der Tour-Rückkehrer damit den Rekord von Raymond Poulidor mit acht Podiumsplätzen einstellen. Alle drei verzichteten darauf, beim "Sprint Royale" auf den Champs Elysees noch ins Geschehen einzugreifen.
So war nach den letzten 164 Kilometern von Montereau-Fault-Yonne nach Paris die Bahn frei für einen erneuten Etappensieg von Mark Cavendish. Sechs Etappensiege bei einer Tour - zuletzt war 1979 dieses Kunststück dem fünfmaligen Gesamtsieger Bernard Hinault gelungen.
Gelb ging an Contador, Grün an den Norweger Thor Hushovd. Das Gepunktete Trikot des Bergkönigs gewann der Italiener Franco Pellizotti, bester Nachwuchsprofi war Andy Schleck und die Teamwertung gewann Astana.
"2007 habe ich mit den Beinen gewonnen, diesmal auch mit dem Kopf", sagte der 26-jährige Contador. Mit Blick auf Armstrong sprach er von zwei Siegen: "Einmal die Tour und einmal im Teamhotel. Es gab Kräfte, die gegen mich gearbeitet haben, aber ich habe mich duchgesetzt."
Armstrong, der im Kampf um die Teamhierarchie den Kürzeren gezogen hatte, zeigte sich dennoch mit seinem dritten Platz zufrieden und will 2010 mit seinem neuen Team "Radio Shack" noch mal angreifen. "Für einen alten Veteranen wie mich ist es nicht so schlecht, Dritter hinter diesen jungen Kerlen zu werden. Ich kann nicht klagen", sagte der 37-Jährige.
Bester deutscher Profi in der Endabrechnung war Andreas Klöden. Der 34 Jahre alte Wahlschweizer, loyaler Team-Kollege von Contador und Armstrong, belegte mit 6:42 Minuten Rückstand den sechsten Rang.
Mit seinem erneuten Etappensieg setzte Cavendish seine Rekordjagd fort. Noch nie schaffte ein Profi in seinem Alter zehn Etappensiege in zwei Jahren. Der belgische Sprinter Freddy Maertens stellte 1976 den Rekord von acht Etappenerfolgen in einer Tour auf. Auf der Schlussetappe 2009 siegte der Columbia-Profi vor seinem Teamkollegen Mark Renshaw (Australien) und Tyler Farrar (USA/Garmin). Gerald Ciolek vom einzig verbliebenen deutschen ProTour-Team Milram wurde Vierter.
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