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20.02.2018, 13:59

Bobpilotin Jamanka auf Gold-Kurs - Prinz will Rekord

Notizen: Gisler stürzt schwer - Zickenkrieg im Eisschnelllauf

Der Schweizer Joel Gisler sorgte am Dienstag in der Halfpipe für Schreckmomente, südkoreanische Eisschnellläuferinnen für einen Zickenkrieg. Der Mexikaner Hubertus von Hohenlohe kündigte einen Start in vier Jahren in Peking an - dann wäre der "Ski-Prinz" 63. Das IOC will seinerseits 2026 wieder zurück in eine Wintersport-Traditionsregion. Olympia-Notizen vom Dienstag.

Halfpipe: Olympiasieger Wise mit Problemen - Schwerer Sturz von Gisler

Joel Gisler stürzt in der Halfpipe
Schreckmoment: Joel Gisler stürzt in der Halfpipe.
© Getty ImagesZoomansicht

Nach einem verpatzten ersten Durchgang in der Qualifikation ist Sotschi-Olympiasieger David Wise nur mit Mühe ins Halfpipe-Finale der Ski-Freestyler eingezogen. Der Amerikaner bekam am Dienstag für seinen zweiten Lauf 79,60 von 100 möglichen Punkten. Wise beendete damit den Vorausscheid auf Platz acht, die besten Zwölf nehmen am Donnerstag (03.30 Uhr MEZ) an der Medaillenentscheidung teil. Bester der Qualifikation wurde der US-amerikanische Weltmeister Aaron Blunck. Der Schweizer Joel Gisler stürzte in seinem zweiten Lauf schwer und sorgte für einen Schreckmoment. Bei seinem ersten Trick knallte der 23-Jährige auf die Kante der Halfpipe. Gisler bekam medizinische Hilfe und konnte nach einiger Zeit die Halfpipe auf eigenen Beinen verlassen.

Sabrina Cakmakli hat den Halfpipe-Wettbewerb bei den Frauen mit dem achten Platz abgeschlossen. Der einzigen deutschen Teilnehmerin gelang am Dienstag als beste Leistung ein Lauf mit einer Wertung von 74,20 Zählern. Gold gewann die Kanadierin Cassie Sharpe mit 95,80 Punkten. Silber sicherte sich die Französin Marie Martinod (92,60) vor Brita Sigourney aus den USA (91,60). Maddie Bowman, amerikanische Olympiasiegerin von 2014, stürzte in allen drei Finalläufen und wurde nur Elfte.

Zickenkrieg bei Südkoreas Eisschnellläuferinnen

Das Motto "Dabei sein ist alles" ignorierten Südkoreas Eisschnellläuferinnen mit Feuereifer. Nach dem enttäuschenden siebten Platz im Verfolger-Rennen am Montag (3:03,76 Minuten) lästerten Kim Bo Reum und Park Ji Woo in einem live ausgestrahlten TV-Interview über die schwache Leistung ihrer Teamkollegin Noh Seon Yeong. "Wir sind gut gelaufen. Aber die letzte Läuferin (Noh) hat den Anschluss verloren. Deshalb haben wir ein enttäuschendes Resultat erzielt", sagte Kim. Park ergänzte schnippisch: "Es ist nicht so, dass wir von ihr anderes erwartet hätten..." Noh war nach dem Rennen in Tränen ausgebrochen, wurde von Kim und Park aber ignoriert. Der schlechte Umgang fiel Kim und Park allerdings umgehend auf die Füße. Wütende Fans starteten eine Petition, die den Ausschluss des Duos aus dem südkoreanischen Team fordert. Am Dienstagmorgen waren bereits über 222.000 Unterschriften zusammengekommen. Kim schloss nach Anfeindungen ihren Instagram-Account. Ihr Ausrüster kündigte Berichten zufolge an, den am Monatsende auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern.

Südkorea
Eintracht sieht anders aus: Südkoreas Eisschnellläuferinnen hatten ein Mobbing-Opfer im Team auserkoren.
© Getty Images

Shorttrack: Gold für Südkorea-Staffel

Besser machten es das Südkoreas Shorttrack-Läuferinnen. In der einzigen Medaillen-Entscheidung des Tages in dieser Sportart sicherte die Staffel des Gastgeberlandes vor 12.000 begeisterten Fans das dritte Shorttrack-Gold für Südkorea. In der achten Olympia-Entscheidung seit 1992 war es der sechste Sieg für die Top-Favoritinnen. Silber ging an Italien. Kurios war die Vergabe von Bronze: Da die Finalisten aus China und Kanada disqualifiziert wurden, rutschte das Team der Niederlande nach Sieg im B-Finale in Weltrekordzeit von 4:03,471 Minuten auf den Bronzerang.

Jorien ter Mors ist damit die erste Sportlerin, die bei denselben Olympischen Winterspielen eine Medaille in zwei Sportarten holt. Zuvor hatte die Niederländerin die 1000 Meter der Eisschnellläufer gewonnen.
Die Deutsche Bianca Walter kam unterdessen aus dem Grinsen gar nicht heraus, Anna Seidel wäre am liebsten im Boden versunken. Freude und Kummer lagen bei den beiden deutschen Shorttrackerinnen ganz dicht beieinander. Während die 27-jährige Walter nach Jury-Entscheid ins Viertelfinale einzog, wurde ihre Teamgefährtin wegen Behinderung der Niederländerin Yara van Kerkhof disqualifiziert und schied aus. Damit ist der Olympia-Auftritt der Deutschen nach insgesamt drei Stürzen schon vor dem abschließenden Wettkampf-Tag am Donnerstag beendet. "Ich bin sehr enttäuscht. Ich konnte nicht zeigen, was ich wirklich kann", sagte die 19-Jährige. Auch Trainer Daniel Zetzsche war betrübt. "Anna hat hier in keinem Rennen ihr Leistungsvermögen abgerufen. Schon über 1500 Meter hatte sie sich mehr ausgerechnet", sagte der Sachse.

Bob: Deutsche Frauen arbeiten an Sensation

Mariama Jamanka und Lisa-Marie Buckwitz
Fahren plötzlich in der Gold-Spur: Mariama Jamanka (r.) und Lisa-Marie Buckwitz.
© imagoZoomansicht

Nach dem Olympiasieg von Francesco Friedrich und Thorsten Mergis hoffen auch die deutschen Bobfahrerinnen auf Medaillen. Vor dem dritten und vierten Lauf am Mittwoch führen Mariama Jamanka und Lisa-Marie Buckwitz mit sieben Hundertstelsekunden vor dem amerikanischen Duo Elana Meyers Taylor/Laura Gibbs. An dritter Stelle rangiert Stephanie Schneider mit der allerdings angeschlagenen Anschieberin Annika Drazek, hat aber einen Rückstand von 0,30 Sekunden auf Jamanka. Anna Köhler und Lisette Thöne sind Zwölfte.

Eistanz: Virtue/Moir holen Gold

Die Team-Olympiasieger Tessa Virtue und Scott Moir haben ihre zweite Goldmedaille gewonnen. Acht Tage nach ihrem Erfolg im Teamwettbewerb mit Kanada siegten die Weltmeister auch in der Eistanz-Konkurrenz. Nach bislang noch nie erreichten 83,67 Punkten im Kurztanz am Montag sowie 122,40 Zählern im Kürfinale verwiesen Virtue/Moir mit insgesamt 206,70 Punkten die französischen Europameister Gabriella Papadakis und Guillaume Cizeron (205,28) auf Platz zwei. Bronze ging an die US-Geschwister Maia Shibutani und Alex Shibutani (192,59). Die deutschen Meister Kavita Lorenz und Joti Polizoakis aus Oberstdorf erreichten mit 150,49 Punkten (59,99+90,50) den 16 Rang.

Snowboard: Entscheidung im Big Air auf Donnerstag vorverlegt

Wegen des Wetters ist die Medaillenentscheidung der Snowboard-Damen im Big Air von Freitag auf Donnerstag vorverlegt worden. Das gaben die Organisatoren am Dienstag bekannt. Für das Ende der Woche werden in den Bergen schwierigere Bedingungen mit leichtem Schneefall und schlechter Sicht erwartet. Der erste von drei Final-Durchgängen findet nun am Donnerstag um 9.30 Uhr Ortszeit (01.30 Uhr MEZ) statt. Die Disziplin Big Air gibt in Südkorea ihre Olympia-Premiere.

DSV-Springer wollen Schuster langfristig halten

Die deutschen Skispringer haben sich für einen langfristigen Verbleib ihres Trainers Werner Schuster stark gemacht. "Wir tun alles dafür, dass er motiviert ist. Alles andere muss sich der DSV überlegen", sagte Olympiasieger Andreas Wellinger am Dienstag im Deutschen Haus. Im Teamspringen hatte das DSV-Quartett Wellinger, Richard Freitag, Stephan Leyhe und Karl Geiger die Silbermedaille hinter Norwegen erobert. Erstmals in der Zeit Schusters, dessen Vertrag bis 2019 läuft, gab es damit beim gleichen Großereignis mindestens eine Medaille im Einzel und eine im Team. Der 48 Jahre alte Österreicher betreut die deutschen Skispringer seit fast zehn Jahren und hat sie aus der Krise wieder an die Weltspitze geführt. Schuster gilt teamintern als absolut unumstritten. "Er ist einer, der unglaublich stark Kompetenzen zusammenziehen kann. Vielleicht macht es das genau aus", sagte der Gesamtweltcup-Zweite Freitag. Der Verband möchte mit Schuster im Herbst einen möglichen neuen Vertrag aushandeln.

Ski alpin: Prinz von Hohenlohe will ältester Olympia-Teilnehmer werden

In Pyeongchang ist Hubertus von Hohenlohe - bekannt auch als der Ski-Prinz - nur als Zuschauer. In vier Jahren in Peking will der für Mexiko startende Skirennfahrer mit dann 63 Jahren aber nach Möglichkeit noch mal antreten und zum ältesten Olympia-Teilnehmer der Geschichte werden. "Derzeit fahre ich noch gut Ski, aber es hängt alles davon ab, wie es mit dem Älterwerden wird. Ich muss einfach eine Pille finden, die mich jung hält», sagte von Hohenlohe dem olympischen Informationsdienst in Südkorea. Weil er sich verletzte, misslang die Qualifikation für die Winterspiele 34 Jahre nach seiner Premiere in Sarajevo 1984. Den Olympia-Altersrekord hält derzeit der Schwede Carl August Kronlund. 1924 war der Curler bei seiner Teilnahme 58 Jahre alt. Von Hohenlohe ist in Südkorea als Designer dabei: Er hat die Anzüge der mexikanischen Skirennfahrer Sarah Schlepper und Rodolfo Roberto Dickson Sommers entworfen.

IOC will zurück in Traditionsregionen

Offen ist noch, welche Stadt oder Region die Spiele 2026 austragen wird. Die Österreicher zieren sich - auch wenn die Zeit drängt. Noch ist offen, ob Graz und Schladming als "Austria 2026" ins Rennen einsteigen. Bis Ende kommenden Monats haben Interessenten Zeit, sich beim IOC zu melden. Die Olympia-Verantwortlichen wollen nach den Abenteuern an ungewöhnlichen Orten - Sotschi 2014, Pyeongchang 2018 und Peking 2022 - zurück in eine traditionelle Wintersportregion. Vier passende Städte sind im Rennen: Sion (Schweiz), Stockholm (Schweden), Calgary (Kanada) und Sapporo (Japan), das auf Grund des jüngsten asiatischen Schwerpunkts nur Außenseiterchancen haben dürfte. In der Schweiz findet noch eine Volksbefragung statt. München ist mit seiner Bewerbung für 2022 an einer solchen gescheitert.

aho/dpa/sid

Impressionen von Tag 11 in Pyeongchang
In die Sonne, Ankündigung und Doppel-Gold
Impressionen von Tag 11 in Pyeongchang
Tag 11 in Bildern

Am elften Tag konnten sich die deutschen Olympioniken nach einer Pause wieder über Gold freuen, doch der Tag hatte auch zahlreiche andere Highlights und kuriose Bilder zu bieten.
© picture alliance/imago

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