DSV-Frauen verpassen Medaille klar

Björgens Meilenstein: Norwegerinnen holen Staffel-Gold

Olympia - 17.02. 11:22

Die deutschen Langlauf-Frauen haben bei den Spielen in Pyeongchang erstmals seit 1998 keine olympische Medaille in der Staffel geholt. Gold ging dank Rekordfrau Marit Björgen an die favorisierten Norwegerinnen.

Eine absolute Ausnahmeathletin: Marit Björgen. © imago

In der Besetzung Stefanie Böhler, Katharina Hennig, Victoria Carl und Sandra Ringwald belegten die DSV-Frauen über 4 x 5 Kilometer am Samstag den sechsten Rang. Schon Startläuferin Böhler hatte knapp eine Minute verloren und damit die Chance auf Edelmetall vertan.

"Ich war sehr nervös vor dem Rennen, weil ich gewusst habe, dass ich nicht auf meine Form vertrauen kann. Ich habe alles probiert, aber es sollte nicht sein. Es war nur Kampf. Das ist schade. Es tut mir leid", sagte die 36-Jährige, die 2006 und 2014 noch Staffel-Medaillen gewonnen hatte, in der ARD. Am Ende fehlten dem DSV-Team über eineinhalb Minuten auf die Spitzenteams.

Die favorisierten Norwegerinnen wurden von Schlussläuferin Björgen auf der Zielgeraden zum Olympiasieg geführt. Die 37-Jährige gewann damit als erste Frau bei Winterspielen sieben Mal Gold. Mit insgesamt 13 Medaillen zog sie zudem mit Rekordhalter und Landsmann Ole Einar Björndalen (Biathlon) gleich.

Silber ging an die Schwedinnen um Skiathlon-Siegerin Charlotte Kalla. Bronze sicherten sich die olympischen Athletinnen aus Russland.

dpa/cfl