Biathlon der Damen: 7,5 Kilometer Sprint

Fehlerfrei! Dahlmeier sprintet zu Gold

Olympia - 10.02. 13:10

Laura Dahlmaier hat im Biathlon trotz ihrer jungen Jahre schon fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Eine Olympia-Medaille fehlte aber noch. Am Samstagmittag nahm sie ihre Jagd nach Gold im Sprint auf - erfolgreich! Ihre größte Konkurrentin Anastasiya Kuzmina, Olympiasiegerin von 2014 und aktuell Führende im Sprint-Weltcup, leistete sich zu viele Fehler. Silber ging an Marte Olsbu aus Norwegen, dahinter sicherte sich die Tschechin Veronika Vitkova Bronze.

Ohne Schießfehler in Pyeongchang: DSV-Biathlon-Ass Laura Dahlmeier. © Getty Images

Biathletin Laura Dahlmeier hat mit einer eindrucksvollen Vorstellung bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang die erste Goldmedaille für Deutschland gewonnen. Die 24-Jährige aus Garmisch-Partenkirchen setzte sich am Samstag im Sprint über 7,5 Kilometer souverän durch und sicherte sich ohne Schießfehler den ersten Olympiasieg ihrer Karriere.

Dahlmeier ist erst die zweite deutsche Sprint-Olympiasiegerin. Zuletzt hatte Kati Wilhelm 2002 in Salt Lake City Gold geholt. Einzel-Gold bei Olympischen Spielen schafften zuvor nur Antje Misersky (1992/Einzel), Andrea Henkel (2002/Einzel), Kati Wilhelm (2006/Verfolgung) und Magdalena Neuner (2010/Verfolgung und Massenstart).

Das Highlight des Winters begann für die Gesamtweltcupsiegerin perfekt. Am Schießstand agierte sie clever und reagierte bei eisigen Temperaturen von sieben Grad unter Null überlegt auf die ständig wechselnden Winde. Überfliegerin Dahlmeier war im Vorfeld als große Gold-Favoritin gehandelt worden, in ihrem insgesamt vierten Olympia-Einzelrennen zeigte sie ihre mit Abstand stärkste Leistung. Vor vier Jahren in Sotschi hatte Dahlmeier bei ihrem Debüt bei Winterspielen nichts mit den Medaillenrängen zu tun und belegte nur die Plätze 46 (Sprint), 30 (Verfolgung) und 13 (Einzel).

Dahlmeiers Saison war zuvor ein Auf und Ab. Von zwei Erkältungen geschwächt konnte die Bayerin in den vergangenen Monaten keine konstant guten Leistungen abrufen und musste krankheitsbedingt sogar Rennen auslassen. Zwar feierte sie schon zwei Saisonsiege, lieferte mit Rang 48 im Einzel von Ruhpolding im Januar aber auch das bislang schwächste Resultat ihrer Karriere ab.

Deutschlands Sportlerin des Jahres verschaffte sich mit ihrem Sieg eine perfekte Ausgangsposition für die Verfolgung am Montag und nährte die Hoffnungen auf einen erneuten Goldrausch wie bei ihrem WM-Fünffach-Triumph im Vorjahr in Hochfilzen. Bei der WM hatte die Bayerin in sechs Rennen fünfmal Gold und einmal Silber geholt. In Pyeongchang hat sie weitere fünf Medaillenchancen.

dpa