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21.08.2016, 09:25

Trost von allen Seiten für den Freiburger

Petersen: "Der Doofe war diesmal ich"

Er war der tragische Held des olympischen Finals. Ausgerechnet Torjäger Nils Petersen, der zuvor bereits sechs Turniertore angesammelt hatte, scheiterte als einziger vom Elfmeterpunkt. "Beim Elfmeterschießen gibt es immer einen Doofen, das bin diesmal ich. Natürlich bin ich schwer enttäuscht und traurig. Das tut weh", gestand der Freiburger, der sich aber vor den Medien schon wieder gefangen hatte.


Aus Rio de Janeiro berichtet Michael Pfeifer

Große Enttäuschung: Nils Petersen vergab im Olympia-Finale entscheidend vom Punkt.
Große Enttäuschung: Nils Petersen vergab im Olympia-Finale entscheidend vom Punkt.
© picture allianceZoomansicht

"Ich wollte Verantwortung übernehmen, es hat leider nicht geklappt." Trost erhielt Petersen von allen Seiten, nicht zuletzt von Trainer Horst Hrubesch. "Ich habe ihm gesagt, dass er sich keine Gedanken machen soll. Das ist halt so, da musst du mit leben", so der 65-Jährige, "aber entscheidend ist, dass du antrittst, den Mut hast und überzeugt bist. Da auf der anderen Seite auch ein Torwart steht, ist das immer eine 50-50-Geschichte. Ich denke, er kann da gut mit umgehen und von uns macht ihm keiner einen Vorwurf."

Also kam auch Petersen noch zu einem überaus positiven Fazit. "Es waren grandiose drei Wochen. Das Turnier hat mehr gebracht, als man sich hat erhoffen können", sagte der älteste Spieler im Olympiakader, "ich bin wahnsinnig stolz, dass ich Teil dieses Teams sein durfte. Ich bin bald 28 und war mit vielen jungen Bubis unterwegs, das hat Spaß gemacht, mit kommenden Nationalspielern zusammenzuspielen. Da ist eine unglaubliche Qualität in der Mannschaft." Diese Reise und diesen wohl einmaligen Ausflug mit einer DFB-Auswahl wird für den Stürmer unvergesslich bleiben. "Es ist eine Silbermedaille, die heute wehtut und die man ab morgen hoffentlich genießen kann." Das wird ganz sicher gelingen.

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 21.08., 11:39 Uhr
"Die meisten haben den Kopf schon wieder oben"
Was für ein Krimi im Maracana-Stadion von Rio de Janeiro: Die deutsche Fußball-Olympiamannschaft der Männer hat im Finale gegen Brasilien die Goldmedaille knapp verpasst. DFB-Trainer Horst Hrubesch war anschließend als Seelentröster gefragt. Er selbst wollte nach dem letzten Spiel seiner Karriere von Tränen nichts wissen. Mitten in der Nacht stieß der 65-Jährige mit seinen Jungs auf Silber an - da konnten sie auch schon wieder lachen.
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weitere Infos zu Petersen

Vorname:Nils
Nachname:Petersen
Nation: Deutschland
Verein:SC Freiburg
Geboren am:06.12.1988

weitere Infos zu Hrubesch

Vorname:Horst
Nachname:Hrubesch
Nation: Deutschland

Vereinsdaten

Teamname:Deutschland


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