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21.08.2016, 05:18

Olympia, 14. Wettkampftag: Haug chancenlos

Rio kompakt: Anfang Gold, Ende Gold

Der vorletzte Tag bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro startete aus deutscher Sicht mit einem Medaillenregen: Der Zweier-Canadier und der Vierer-Kajak holten Gold, der Kajak-Vierer der Frauen Silber und Ronald Rauhe im Einer-Kajak Bronze. Das Highlight stieg aus deutscher Sicht am Abend mit dem Fußball-Finale gegen Brasilien, das die Seleçao gewann. Gespielt wurde auch Wasserball, Handball, Volleyball und Basketball. In der Nacht schloss Thomas Röhler den Tag mit Gold ab.

Starke Leistung: Thomas Röhler gewann im Speerwurf Gold.
Starke Leistung: Thomas Röhler gewann im Speerwurf Gold.
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Röhler knackt die 90 m - und gewinnt Gold

Was für ein Abschluss! 44 Jahre nach Klaus Wolfermann gewinnt Thomas Röhler olympisches Speerwurf-Gold. Der 24-Jährige aus Jena übertraf in Rio mit 90,30 als einziger Finalteilnehmer die 90-m-Marke und verwies Weltmeister Julius Yego aus Kenia, der den Wettkampf nach seinen 88,24 m im ersten Versuch verletzungsbedingt nicht mehr fortsetzte, sowie London-Olympiasieger Keshorn Walcott aus Trinidad und Tobago (85,38 m) auf die Plätze. Nur sechs Zentimeter fehlten Johannes Vetter zu Platz drei, während Julian Weber mit 81,36 m Neunter wurde.

4 x 400 Meter: US-Quartetts sind nicht zu schlagen

Zum Abschluss der olympischen Leichtathletik-Wettbewerbe in Rio de Janeiro haben die amerikanischen 4 x 400-Meter-Staffeln jeweils Gold gewonnen. Bei den Frauen siegte das US-Quartett mit Schlussläuferin Allyson Felix am Samstag (Ortszeit) in 3:19,06 Minuten. Silber gewann Jamaika in 3:20,34 Minuten vor Großbritannien (3:25,34). Auch bei den Männern waren die USA nicht zu schlagen. In 2:57,30 Minuten gewann das amerikanische Quartett vor Jamaika (2:58,16). Bronze ging an die Läufer der Bahamas, die 2:58,49 Minuten schnell waren. Deutsche Staffeln waren im Finale nicht vertreten. Bei den Männern war kein Quartett nominiert, die Frauen schieden im Halbfinale aus.

Volleyball: China, zum Dritten

Chinas Volleyballerinnen haben zum dritten Mal Gold bei den Olympischen Spielen geholt. Die Mannschaft von Nationaltrainerin Lang Ping bezwang in Rio de Janeiro Überraschungsfinalist Serbien mit 3:1 (19:25, 25:17, 25:22, 25:23). Zuvor hatten die Chinesinnen 1984 in Los Angeles und 2004 in Athen triumphiert. Die Mannschaft aus Asien war schwerfällig ins Turnier gestartet, zeigte aber ab den K.o.-Spielen eindrucksvolle Auftritte. Für die Serbinnen ist Silber der größte Erfolg ihrer Historie. Die USA hatten zuvor beim 3:1 gegen die Niederlande Bronze gewonnen.

Beitia zeigt es den Jungen

Die WM-Sechste Marie-Laurence Jungfleisch ist beim Hochsprung-Olympiasieg der spanischen Europameisterin Ruth Beitia leer ausgegangen. Die 25-Jährige aus Stuttgart kam mit übersprungenen 1,93 m auf Platz sieben. Silber und Bronze gingen an Mirela Demirewa aus Bulgarien und Ex-Weltmeisterin Blanka Vlasic aus Kroatien. Die Weltjahresbeste Chaunté Lowe (USA) wurde Vierte. Die russischen Springerinnen um London-Olympiasiegerin Anna Tschitscherowa und Weltmeisterin Maria Kuschina waren wegen des Ausschlusses in Folge des massiven Dopingskandals in Russland nicht am Start.

"Go Mo": Wieder Doppel-Gold für Farah

Der Brite Mo Farah hat das zweite olympische Goldmedaillen-Double perfekt gemacht. In 13:03,30 Minuten gewann der 33-jährige Ausnahmeläufer am Samstag bei den Olympischen Spielen in Rio das 5000-Meter-Rennen. Zuvor hatte er schon über 10 000 Meter die Konkurrenz hinter sich gelassen. Farah war bereits 2012 in London ein olympischer Doppelsieg über diese beiden Distanzen gelungen. Bei zwei Sommerspielen hintereinander beide Strecken zu gewinnen war zuvor nur dem Finnen Lasse Viren 1972 und 1976 gelungen. Dahinter gab es ein Wirrwarr um Silber. Der Zweitplatzierte Paul Kipkemoi Chelimo (USA) wurde zunächst disqualifiziert, hatte dann aber mit einem Gegenprotest Erfolg und durfte die Medaille doch in Empfang nehmen. Bronze ging an den Äthiopier Hagos Gebrhiwet.

Semenya wieder nicht zu stoppen

Die Südafrikanerin Caster Semenya hat die 800 Meter bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro gewonnen. Die 25-Jährige holte sich mit einem starken Finish in 1:55,28 Minuten souverän die Goldmedaille. Francine Niyonsaba aus Burundi musste sich in 1:56,49 mit Silber begnügen. Bronze gewann die Kenianerin Margaret Wambui in 1:56,89 Minuten. Semenya konnte am Samstag rund 200 Meter vor der Ziellinie an der bis dahin führenden Niyonsaba vorbeiziehen und sich den Sieg sichern. Vor vier Jahren in London hatte die Weltmeisterin von 2009 nur Silber gewonnen. Die Münchnerin Christina Hering und Fabienne Kohlmann aus Karlstadt waren im Vorlauf ausgeschieden.

Centrowitz triumphiert über 1500 m

Der Amerikaner Matthew Centrowitz hat den 1500-Meter-Lauf bei den Olympischen Spielen gewonnen und dabei die Asse aus Afrika geschlagen. Der 26-Jährige siegte am Samstag in Rio de Janeiro in 3:50,00 Minuten vor Taoufik Makhloufi, dem Goldmedaillengewinner von 2012. Der Algerier kam nach 3:50,11 Minuten vor dem Neuseeländer Nicholas Willis (3:50,24) ins Ziel. Der favorisierte Kenianer Asbel Kiprop, Sieger von 2008 und dreifacher Weltmeister, ging als Sechster leer aus. Die USA feierten damit das erste Gold auf dieser Distanz seit 1908. Der Frankfurter Homiyu Tesfaye war im Halbfinale ausgeschieden.

Hrubesch: "Wir sind Gewinner"

Deutschland und Brasilien lieferten sich im Fußball einen großartigen Schlagabtausch, den die Seleçao am Ende im Elfmeterschießen mit 5:4 gewann - Neymar verwandelte den entscheidenden Elfmeter. Horst Hrubesch fühlte sich aber nicht als Verlierer. "Wir haben Großartiges geleistet", sagte der scheidende DFB-Trainer in der ARD und betonte: "Wir sind Gewinner!"

Serbien übermächtig für den Erzrivalen

Scheinbar ein Gesetz im Wasserball: Am Ende jubeln die Serben.
Scheinbar ein Gesetz im Wasserball: Am Ende jubeln die Serben.
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Serbien bleibt die überragende Mannschaft im Wasserball. Die Serben wiesen im Finale Erzrivale Kroatien ganz klar die Grenzen auf und holten sich mit einem 11:7 die Goldmedaille. Die Kroaten hatten sich vor dem Spiel mehr ausgerechnet, hatten im Grunde aber keine Chance gegen den Welt- und Europameister, der nach Bronze 2008 und 2012 erstmals ein olympisches Turnier gewann (1968, 1984 und 1988 hatte Jugoslawien Gold geholt). Das kleine Finale gewann Italien gegen Montenegro mit 12:10.

Dogue wird Sechster bei Lesuns Sieg

Patrick Dogue war knapp dran, verpasste dann aber doch eine Medaille. Den Modernen Fünfkampf beendete er knapp verpasst. Der zweimalige deutsche Meister kam beim abschließenden Combined-Wettbewerb auf Platz Sechs ins Ziel. Gold ging an den russischen Weltrekordler Alexander Lesun, vor Pawlo Tymoschtschenko (Ukraine) und Ismael Hernandez Uscanga (Mexiko).

Chen Aisen springt am besten

Die Turmspringer Martin Wolfram und Sascha Klein haben zum Abschluss der olympischen Wassersprung-Wettbewerbe nur kurzzeitig auf eine Medaille hoffen dürfen. Wolfram belegte am Ende mit 492,90 Zählern den fünften Platz. Klein erreichte im vielleicht letzten Wettkampf seiner Karriere den neunten Rang und kam auf 424,15 Zähler. Neuer Olympiasieger wurde der Chinese Chen Aisen. Der Synchronsprung-Gewinner holte sich mit 585,30 Punkten sein zweites Gold in Rio. Zweiter wurde der Mexikaner German Sanchez. London-Goldmedaillengewinner David Boudia aus den USA durfte sich über Bronze freuen.

Russischer Doppelsieg

Kein Vorbeikommen im Einzel-Mehrkampf der Rhythmische Gymnastik an Russland: Gold ging an die große Favoritin Margarita Mamun, ihre Landsfrau Jana Kudrijavzeva wurde Zweite vor Ganna Risatdinova (Ukraine).

USA feiern achten Olympia-Sieg

Die USA haben zum achten Mal Gold im olympischen Basketball-Turnier der Frauen geholt. Spanien war im Finale nicht ebenbürtig und verlor mit 72:101. Bronze ging nach Serbien.

Olympia, 14. Wettkampftag: Im Überblick.
Olympia, 14. Wettkampftag: Im Überblick.
© Getty Images

Russinnen gewinnen erstmals Gold

Russlands Handball-Frauen haben zum ersten Mal Olympia-Gold gewonnen. Acht Jahre nach Silber in Peking besiegte die Sbornaja, die schon im Halbfinale Topfavorit Norwegen aus dem Turnier geworfen hatte, Frankreich mit 22:19 (10:7). Norwegen gewann Bronze.

Guidetti geht mit Oranje leer aus

Der frühere deutsche Nationaltrainer Giovanni Guidetti und die niederländischen Volleyballerinnen müssen von den Olympischen Spielen ohne die erhoffte Bronze-Medaille abreisen. Die Mannschaft des 43-jährigen Italieners unterlag am Samstag im Spiel um Platz drei den USA mit 1:3 (23:25, 27:25, 22:25, 19:25). Rang vier in Rio de Janeiro ist für die Niederländerinnen, die erstmals seit 20 Jahren wieder an Sommerspielen teilnahmen, dennoch der größte Erfolg ihrer Geschichte. Die US-Frauen sicherten sich indes zum insgesamt zweiten Mal nach 1992 wieder Bronze.

Nigeria komplettiert Medaillensatz

Nigerias Fußballer haben bei den Olympischen Spielen in Brasilien Bronze gewonnen. Die "Super Eagles" besiegten Honduras in Belo Horizonte mit 3:2 (1:0) und komplettierten so nach Gold 1996 und Silber 2008 ihren olympischen Medaillensatz. Gegen Honduras trafen Sadiq Umar (34./56.) und der mit ihm nicht verwandte Aminu Umar (49.). Antony Lozano (71.) und Marcelo Pereira (86.) netzten für Honduras ein.

Italien gewinnt Bronze im Wasserball

Italien hat im Wasserball das kleine Finale gegen Montenegro mit 12:10 gewonnen und damit

Olympia 2016 im Ticker

MTB: Spitz bei Rissveds-Sieg weit abgeschlagen

In ihrem letzten Cross-Country-Rennen der Karriere ist Mountainbikerin Sabine Spitz klar an der vierten Olympia-Medaille vorbeigefahren. Die 44-Jährige, die trotz einer Entzündung am Knie und entgegen ärztlicher Ratschläge an den Start gegangen war, landete am Samstag beim Olympiasieg der Schwedin Jenny Rissveds weit abgeschlagen mit einem Rückstand von 9:01 Minuten auf dem 19. Platz. Die zweite Deutsche Helen Grobert aus Freiburg kam 3:53 Minuten zurück auf den zwölften. Platz. Silber holte sich die Polin Maja Wloszczowska, Bronze ging an die Kanadierin Catharine Pendrel.

Spitz hatte bei Olympia Gold 2008, Silber 2012 und Bronze 2004 geholt. Sie hatte sich kurz vor den Rio-Spielen eine Wunde am Knie zugezogen, die sich entzündete. Spitz soll nach Angaben ihres Ehemanns Ralf Schäuble spätestens kommende Woche operiert werden.

Erstes Gold im Damen-Golf seit 1900 an Südkoreanerin Park Inbee

Die südkoreanerische Golferin Park Inbee hat die Goldmedaille im ersten olympischen Damenturnier seit 116 Jahren gewonnen. Die 28-Jährige spielte in der Abschlussrunde am Samstag in Rio de Janeiro auf dem Par-71-Kurs eine 66 und lag mit insgesamt 16 Schlägen unter dem Platzstandard deutlich vorn. Silber bekam mit fünf Schlägen Rückstand die neuseeländische Weltrangliste-Erste Lydia Ko (-11), Bronze ging an die Chinesin Feng Shanshan (-10).

Die deutschen Profis Caroline Masson und Sandra Gal hatten ihre Medaillenchancen schon vor der vierten und letzten Runde praktisch vergeben. Masson spielte zum Abschluss auf dem Par-71-Kurs eine 69 und kam im Gesamtranking auf Platz 21. Gal erzielte am Samstag dasselbe Ergebnis und belegte Platz 25. Das bislang einzige olympische Golfturnier der Damen hatte im Jahr 1900 in Paris die US-Amerikanerin Margaret Abbott gewonnen. Damals wurde lediglich eine Runde mit neun Löchern gespielt.

Serbien gewinnt Neuauflage des EM-Finales

Die Basketballerinnen aus Serbien haben im kleinen Finale auch die Neuauflage des EM-Finales gegen Frankreich mit 70:63 (27:27). Es ist die zweite Olympia-Medaille für das serbische Frauen-Team nach Silber 1988 in Seoul (damals Jugoslawien). Im Finale stehen sich ab 20.30 Uhr Rekordsieger USA und Spanien gegenüber.

Versöhnlicher Abschluss für Norwegen

Welt- und Europameister Norwegen hat im Frauen-Handball Bronze gewonnen. Die Skandinavierinnen besiegten die Niederlande im Spiel um Platz drei mit 36:26 (19:13) und sorgten damit für einen versöhnlichen Turnierabschluss. Im Finale trifft Russland auf Frankreich.

Haug abgeschlagen - Gold an US-Amerikanerin Jorgensen

Anne Haug
Die Erlangerin Anne Haug (re.) verpasste die erhoffte Medaille im Triathlon klar.
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Die deutschen Triathletinnen sind bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro erwartungsgemäß leer ausgegangen. Die 20 Jahre alte Laura Lindemann wurde am Samstag an der Copacabana 28.. Die ehemalige WM-Zweite Anne Haug musste sich nach 1500 Metern Schwimmen im Meer, 40 Kilometern auf dem Rad und 10 Kilometern Laufen mit Rang 36 begnügen. Gold holte die zweimalige Weltmeisterin Gwen Jorgensen aus den USA, die sich in der Schlussphase vor London-Olympiasiegerin Nicola Spirig aus der Schweiz durchsetzte. Bronze sicherte sich die Britin Vicky Holland.

Chen Long erstmals Olympiasieger - Wei Chong Lee bleibt 'ewiger Zweiter'

Der zweifache Weltmeister Chen Long aus China hat bei den Olympischen Spielen im Badminton Gold im Einzel-Wettbewerb gewonnen. Der 27-Jährige besiegte am Samstag in Rio de Janeiro den Malaysier Wei Chong Lee 21:18, 21:18. Sein Kontrahent verlor zum dritten Mal ein olympisches Finale und hat auch bereits in vier WM-Endspielen nacheinander den Kürzeren gezogen.

Bronze ging an Europameister Viktor Axelsen. Der Däne bezwang mit 15:21, 21:10, 21:17 den Chinesen Lin Dan, der in Peking und London Olympiasieger geworden war.

Kajak-Vierer macht zweites Gold des Tages perfekt

Der Kajak-Vierer der deutschen Rennkanuten hat die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro gewonnen. Die Zweier-Olympiasieger Max Rendschmidt und Marcus Groß setzten sich mit ihren Bootskollegen Max Hoff und Tom Liebscher am Samstag nach 1000 Metern vor der Slowakei und Tschechien durch.

Silber für deutsche Rennkanutinnen im Vierer

Der Kajak-Vierer der deutschen Rennkanutinnen hat bei den Olympischen Spielen die Silbermedaille geholt. Das Boot mit Franziska Weber, Tina Dietze, Sabrina Hering und Steffi Kriegerstein kam am Samstag in Rio de Janeiro nach 500 Metern auf Rang zwei hinter Ungarn ins Ziel. Bronze ging an die weißrussische Mannschaft.

Weber und Dietze hatten zuvor zusammen bereits im Zweier Silber gewonnen. "Ich bin super glücklich, jetzt ist der Akku aber alle. Das ist eine super Mannschaft, das hat so viel Spaß gemacht", sagte Weber. Disziplin-Bundestrainer Kay Vesely ergänzte: "Wir können mit Silber zufrieden sein. Das Team hat immer besser zueinander gefunden. Wir sind voll auf Gold gegangen. Es hat aber leider nicht mehr gereicht, die Führung ins Ziel zu retten."

Nach einem guten Start lag das deutsche Boot sogar zwischenzeitlich knapp vorn, doch auf der zweiten Hälfte war der ungarische Vierer nicht mehr zu halten.

Damit gewann die deutsche Kanu-Mannschaft bereits ihre dritte Medaille am Samstag, nachdem Sebastian Brendel und Jan Vandrey Gold im Canadier-Zweier über 1000 Meter sowie Ronald Rauhe Bronze im Sprint über 200 Meter gewonnen hatten. Insgesamt steht die deutsche Mannschaft bereits bei sechs Podestplätzen bei den Rio-Spielen.

Brendel ist deutscher Fahnenträger bei Abschlussfeier

Jan Vandrey und Sebastian Brendel
Doppel-Olympiasieger und deutscher Fahnenträger: Sebastian Brendel (re.) nach dem Sieg im Zweier-Canadier mit Jan Vandrey.
© Getty ImagesZoomansicht

Rennkanute Sebastian Brendel wird am Sonntagabend die deutsche Fahne bei der Schlussfeier im Maracana-Stadion von Rio de Janeiro tragen. Das kündigte der deutsche Chef de Mission Michael Vesper am Samstag im Deutschen Haus an.

Brendel ist Doppel-Olympiasieger der XXXI. Sommerspiele. Sein zweites Gold holte der Potsdamer kurz vor Vespers Stellungnahme am Samstag mit Jan Vandrey im Canadier-Zweier. Als Olympiasieger auch der Spiele von London 2012 und als Vorbild-Athlet nicht nur für Kampfgeist, sondern für alle Dinge, für die der Sport gut sei, werde Brendel diese Ehre zuteil, begründete Vesper die Wahl.

Bei der Eröffnungsfeier am 5. August hatte Tischtennisspieler Timo Boll die deutsche Mannschaft ins Maracanã-Stadion geführt. Der DOSB war in Rio mit insgesamt 423 Sportlern angetreten.

Gold im Zweier-Canadier: Brendel/Vandrey mit dem größten Stehvermögen

Die Rennkanuten Sebastian Brendel und Jan Vandrey haben die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro gewonnen. Das Duo setzte sich am Samstag im Canadier-Zweier über 1000 Meter vor Brasilien und der Ukraine durch.

Für den Potsdamer Brendel war es die zweite Goldmedaille bei den Sommerspielen in Rio, nachdem er bereits im Einer triumphiert hatte. Für den 24 Jahre alten Vandrey, der erst kurz vor den Spielen ins Team gerückt war, ist es der erste große internationale Erfolg.

"Unser Endspurt ist gut gekommen. Das ist unglaublich. Großer Respekt an den Jungen", sagte Brendel in Richtung Vandrey. Der Youngster war nach dem Zieleinlauf überwältigt: "Ein bisschen nervös? Das war schon sehr aufregend." Zumal das deutsche Boot noch zur Hälfte weit zurückgelegen hatte, doch Brendel und Vandrey hatten das größte Stehvermögen.

Rauhe holt zum Olympia-Abschied Bronze

Rennkanute Ronald Rauhe hat bei den Olympischen Spielen von Rio de Janeiro die Bronzemedaille im Sprint gewonnen. Im Kajak-Einer über 200 Meter paddelte der Potsdamer am Samstag überraschend zusammen mit dem Spanier Saul Craviotto hinter dem britischen Sieger Liam Heath und dem Franzosen Maxime Beaumont als Dritter ins Ziel.

"Das ist eine emotionale Achterbahnfahrt. Zuerst wurde ich auf Platz vier eingeblendet. Ich war schon traurig, die Medaille nicht zu haben", sagte Rauhe. Doch das Zielfoto zeigte, dass sowohl Raue als auch Craviotto exakt 0,465 Sekunden nach dem Briten über den Zielstrich gepaddelt waren.

Zwei Tage zuvor war er zusammen mit seinem Teampartner Tom Liebscher bereits im Kajak-Zweier knapp am Podest vorbeigefahren. Die beiden deutschen Medaillenanwärter waren nicht über Rang fünf hinausgekommen. Für den 34 Jahre alten Rauhe war es der letzte Olympia-Einsatz. Ob er seine Karriere sofort beendet oder zumindest noch ein Jahr weiterpaddelt, will Rauhe nach eigenen Angaben in den kommenden Wochen entscheiden. "Olympia waren Momente, die mich gefangen und motiviert haben", betonte Rauhe.

Volleyball: Brasilien im Finale gegen Italien

Brasiliens Volleyballer haben zum vierten Mal nacheinander das Olympia-Finale erreicht. Der zweimalige Sieger der Sommerspiele bezwang Titelverteidiger Russland in Rio de Janeiro am Freitag (Ortszeit) deutlich mit 3:0 (25:21, 25:20, 25:17) und kann vor heimischem Publikum am Sonntag (18.15 Uhr/MESZ) triumphieren. Im Endspiel treffen die Brasilianer auf die Italiener. Diese zogen nach einem 3:2 gegen die USA zum dritten Mal ins Endspiel ein. Es ist die Neuauflage des Finales von 2004 in Athen, als die Südamerikaner gewannen.

jer/drm/dpa/sid

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Margarita Mamun
Kopf-Fuß-Ball

Margarita Mamun holte für Russland Gold in der Rhythmischen Sportgymnastik, die Zuschauer verzauberte sie unter anderem mit ihrer Dehnbarkeit.
© Getty Images

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