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08.08.2012, 16:20

Olympiasieger von Peking verletzt

Steiner: Entwarnung nach Unglück

Matthias Steiner hat nach dem Olympiasieg in Peking in London einen schmerzlichen Rückschlag erlitten. Steiner verletzte sich bereits bei seinem zweiten Versuch im Reißen, weil ihm die Hantel auf den Nacken und den Oberschenkel fiel. Steiner konnte aus eigener Kraft aufstehen und wurde danach ins Krankenhaus zu Untersuchungen gebracht. Am Mittwoch folgte die Entwarnung: Keine schweren Verletzungen!

Matthias Steiner
Matthias Steiner verletzt sich beim Reißen von 196 kg.
© Getty ImagesZoomansicht

"Ich habe starke Schmerzen. Aber es ist nichts Schlimmeres passiert. Bei mir und meiner Familie überwiegt die Erleichterung", erklärte Steiner dem Sport-Informations-Dienst am Mittwoch und gab damit Entwarnung. Am Nachmittag war der Gewichtheber Gast bei der ARD und betontete noch einmal, dass er Glück hatte und sich keine schwere Verletzung zugegezogen hat.

Am Dienstagabend hatte es noch viel Schlimmer ausgesehen: Matthias Steiner krümmte sich vor Schmerzen und schnappte entsetzt nach Luft, als die Hantelstange mit voller Wucht in seinen Nacken krachte. Unter der Last von 196 Kilogramm platzte der Traum des Gewichtheber-Stars von einem weiteren magischen Moment bei den Olympischen Spielen auf bittere Weise. "Er ist unterwegs in die Uniklinik. Er hat Schmerzen im Rücken. Er wird nun untersucht, um Verletzungen der Wirbelsäule auszuschließen", sagte Bernd Wolfarth, leitender Arzt der deutschen Mannschaft in London.

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Zuvor hatte Chef de Mission Michael Vesper leichte Entwarnung gegeben: "Er ist verletzt, aber nicht schwer." Im Finale der Königsklasse Superschwergewicht knickte der 29-Jährige beim zweiten Versuch im Reißen ein, die Hantel krachte ihm im Fallen ins Genick und zwang den Sieger von Peking wenige Minuten später zur Aufgabe.

Monatelang hatte sich der gebürtige Österreicher Steiner nach seinem Einriss der Quadrizeps-Sehne im vergangenen September zurückgekämpft und sich gegen das drohende Karriereende gestemmt. Wochenlang ging er an Krücken. Doch ein Moment verhindert ein erneutes Happy-end: Der Superschwergewichtler riss das Gewicht nach oben und begann, die Beine zu strecken. Doch die Last war zu groß. Er geriet aus dem Gleichgewicht, die Hantelstange krachte ihm in den Nacken. Er zog blitzartig den Kopf unter der Stange weg, die ihm dann auf den Oberschenkel fiel und das rechte Bein hinunterrollte.

Er blieb zunächst am Boden liegen, stand jedoch nach kurzer Behandlungszeit aus eigener Kraft wieder auf. Doch alle Versuche hinter der Bühne, die Muskulatur mit Massagen zu lockern, schlugen fehl. Steiner ließ seinen dritten Versuch im Reißen und damit jegliche Medaillenchance verstreichen. Aus Sorge um die Gesundheit trat er zum Stoßen nicht mehr an. Dabei hatte der Wettkampf am Dienstag optimal begonnen. Im Reißen, seiner schwächeren Disziplin, korrigierte Steiner noch vor dem ersten Versuch um zwei Kilo nach oben und packte die erste Hürde problemlos.

Um seine Form hatten der Athlet und sein Trainerteam seit Wochen ein großes Geheimnis gemacht. Bei 424 kg lag seine bisherige Jahresbestleistung, aufgestellt bei der EM in Antalya. Zurückgezogen hatte sich Steiner in zwei Trainingslagern vorbereitet und sich dabei nach und nach an seine Bestform herangearbeitet. In London wollte er seine wahre Stärke demontrieren. Es folgte einer der schmerzhaftesten Momente seiner Karriere.

08.08.12
 
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