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04.08.2012, 12:40

DOSB hatte keine Informationen über Umfeld der Ruderin

Fall Drygalla: Bach "erbost" über Kommentare aus der Politik

Der Fall Nadja Drygalla wird nach Einschätzung von Thomas Bach kein nennenswertes internationales Echo auslösen. "An mich ist nichts herangetragen worden", sagte der Präsident des Deutschen Olympischen Sport-Bundes (DOSB), "unsere Haltung zu demokratischen Grundwerten und der Charta des olympischen Sports ist bekannt".

Thomas Bach
Weist Unterstellungen aus der Politik zurück: DOSB-Präsident Thomas Bach.
© picture allianceZoomansicht

Bach, zugleich Vizepräsident des IOC, zeigte sich, so wörtlich "erbost über Äußerungen aus der Politik in Deutschland". Entschieden wies er zurück, der DOSB habe von Verbindungen der Ruderin zur rechtsextremen Szene bereits vor Donnerstag erfahren. Dies hatte unter anderen die Vorsitzende des Sportausschusses, Dagmar Freitag (SPD), in den Raum gestellt. "Es ist ein inakzeptabler Vorgang, die Gespräche und die Aussagen der Teamleitung in Zweifel zu ziehen", sagte Bach. Das zügige und zugleich sorgsame Vorgehen von Chef de Mission Michael Vesper sei richtig gewesen. Die 23-jährige Rostockerin hatte das Olympische Dorf nach einem anderhalbstündigen Gespräch am Donnerstagabend verlassen.

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"Der Athletin ist man gerecht geworden", bekräftige Bach, man müsse klar unterscheiden zwischen ihr und ihrem Umfeld. Auf die Frage, ob vom Landessportbund oder dem Landesruderverband Kenntnisse über die Beziehung zu einem bekannten Rechtsextremen verschwiegen worden seien, sagte Bach: "Wir müssen sehen, ob es Anlass zu nachprüfbaren, persönlichen Vorwürfen gegen sie gab." Dann müsse die Frage gestellt werden, wer warum geschwiegen hat.

Das Innenministerium Mecklenburg-Vorpommerns hatte erklärte, über das Ausscheiden Drygallas aus dem Polizeidienst wegen ihrer Verbindungen zu öffentlich agierenden Rechtsradikalen seien die Sportverbände auf Landesebene informiert gewesen.

Eine Pflicht, derartige Vorgänge an den DOSB zu melden, besteht nicht. Dennoch herrscht in der Leitung der Olympia-Mannschaft Verärgerung darüber, dass es aus dem Lager der nordostdeutschen Ruderer keine Hinweise vor der Olympia-Nominierung gab.

Bach sprach seine "dringende, persönliche Bitte" aus, zwischen "diesem Einzelfall und unserer Olympiamannschaft" zu unterscheiden: "Es hat keiner aus dem Team verdient, in diese Sache hineingezogen zu werden."


Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 04.08., 16:19 Uhr
Der Fall Drygalla - DOSB-Präsident Bach erbost
Wegen des Falls Drygalla bleiben viele Fragen weiter offen. Nun äußerte sich die Spitze des DOSB vor den Medien. Dabei verwahrte sich DOSB-Präsident Thomas Bach gegen Mutmaßungen aus der Politik, sein Verband habe von dem rechtsextremen Hintergrund des Lebensgefährten der Ruderin gewusst.
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04.08.12
 
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