
Michael Krzyzewski soll die US-Basketballer in London zu Gold führen. Alles andere wäre eine Blamage für den Nationaltrainer und seine Schützlinge. Und das trotz des Fehlens einiger Stars wie Derrick Rose oder Dwyane Wade. Gegen Frankreich unterstrichen die NBA-Stars ihre Ambitionen gleich einmal und verzückten das Publikum mit einigen spektakulären Szenen.
Protagonist beim klaren Erfolg über die "Grand Nation" war Topscorer Kevin Durant von den Oklahoma City Thunder (22 Punkte), während sich die eigentlichen Superstars "King" LeBron James und Kobe Bryant etwas zurückhielten.
Das Starensemble brauchte allerdings einige Anlaufzeit, um seinen Rhythmus zu finden. Vor allem eine schwache Wurfquote sorgte dafür, dass die Franzosen zunächst auf Tuchfühlung blieben. Im ersten Viertel gingen alle sechs Dreierversuche der Amerikaner daneben. Insgesamt fanden nur sieben von 24 Würfen aus dem Feld ihr Ziel.
Dass irgendwann ein entscheidender Zwischenspurt kommen würde, war jedoch klar. Im zweiten Spielabschnitt kamen die USA, die um ihre 14. Goldmedaille spielen, gegen den Vize-Europameister dann auch ins Rollen. Die Dreier fielen und das eher kleingewachsene "Dream Team VI" verschaffte sich mit einem 12:0-Lauf Luft (33:21).
Mit dem Vorsprung im Rücken war es dann eine lockere Angelegenheit. Abwehrspezialist Tyson Chandler, 2011 mit Dirk Nowitzki im Dress der Dallas Mavericks Meister und inzwischen bei den New York Knicks gelandet, räumte gemeinsam mit Durant unter den Körben ab. Bryant (10 Punkte) und auch NBA-Champion James (9) steigerten sich.
Die große Show blieb aus, krachende Dunkings, Alley-oops oder Traumpässe gab es dennoch zu sehen. Und Frankreich um Superstar Tony Parker, dessen Teilnahme an den Sommerspielen wegen einer in einer Diskothek erlittenen Augenverletzung lange fraglich gewesen war, fügte sich in sein Schicksal. Auch die insgesamt fünf NBA-Profis konnten die Schlappe nicht verhindern.
Schon am Dienstag bekommt es der Rekord-Olympiasieger USA (22.15/23.15 Uhr) im zweiten Turnierspiel mit Tunesien zu tun. Außerdem geht es gegen Litauen, Argentinien und Nigeria. Vier Teams der Sechsergruppe A qualifizieren sich für das Viertelfinale.
| Heim | Gast | Erg. | ||
|---|---|---|---|---|
Nigeria | - | Tunesien | 60:56 | |
Brasilien | - | Australien | 75:71 | |
USA | - | Frankreich | 98:71 | |
Spanien | - | China | 97:81 | |
Russland | - | Großbritannien | 95:75 | |
Argentinien | - | Litauen | 102:79 | |