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26.07.2012, 19:45

Biedermann ist sich bei Phelps nicht sicher

Olympia-Splitter: Bolt trägt Flagge

Wimbledonsieger Roger Federer wurde für das olympische Tennisturnier an Position eins gesetzt, Philipp Petzschner startet nun doch im Einzel. Europameister Christophe Lemaitre tritt nicht im 100-m-Sprint an. Zwei weitere Athleten wurden suspendiert. Pistolenschütze Ralf Schumann wird zu Deutschlands Rekord-Teilnehmer und Paul Biedermann ist sich nicht ganz sicher, ob Michael Phelps nicht doch über 200 m Freistil an den Start geht. Die Olympia-Splitter vom Donnerstag.

Philipp Petzschner
Schlägt nun doch bei Olympia im Einzel-Wettbewerb auf: Philipp Petzschner.
© Getty Images

Petzschner profitiert von Karlovics Pech

Das deutsche Herren-Tennis wird bei den Olympischen Spielen nun doch mit zwei Startern im Einzel vertreten sein. Philipp Kohlschreiber erhält Unterstützung von Philipp Petzschner. Der Bayreuther wurde am Donnerstag nachnominiert, nachdem der Kroate Ivo Karlovic aus Verletzungsgründen absagen musste. In der 1. Runde in der Wimbledon-Anlage trifft Petzschner auf den Slowaken Lukas Lacko.

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"Ich bin glücklich. Jetzt spiele ich im Einzel, im Doppel und hoffentlich im Mixed mit Angelique Kerber, das ist aufregend", sagte Petzschner. Die Entscheidung über eine Teilnahme im Mixed fällt Anfang kommender Woche.


Bolt trägt Flagge Jamaikas

Große Ehre für Usain Bolt: Der Dreifach-Olympiasieger von Peking 2008 wird bei der Eröffnungsfeier am Freitagabend die Flagge Jamaikas tragen. Dies gab am Donnerstag Mike Fennell, Präsident des Jamaikanischen Olympischen Komitees, bekannt. "Ich freue mich mitteilen zu können, dass Usain Bolt unsere Fahne tragen wird", sagte Fennell.

Bolt gewann vor vier Jahren jeweils in Weltrekordzeit Gold über die 100 und 200 Meter sowie mit der 4X100-Meter-Staffel. Seitdem hat der 25-Jährige seinen Weltrekord mehrmals verbessert. Im August 2009 gewann er bei der WM in Berlin die 100 m in neuer Weltrekordzeit von 9,58 Sekunden und ist damit der einzige Mensch, der bisher unter 9,60 Sekunden blieb.


Michael Phelps
Auf der Jagd nach neuen Rekorden: Schwimm-Star Michael Phelps.
© picture alliance

Phelps nimmt zwei Rekorde ins Visier - Kommt es zum Duell mit Biedermann?

Nach seinem achtfachen Gold-Triumph von Peking nimmt Superstar Michael Phelps bei den Olympischen Spielen 2012 zwei Rekorde ins Visier. Als erster Schwimmer will der 14-malige Olympiasieger bei drei aufeinanderfolgenden Spielen Gold auf derselben Strecke gewinnen. Vier Chancen hat Phelps in London, die erste gleich zum Auftakt der Wettbewerbe am Samstag über 400 m Lagen. Die zweite olympische Rekordmarke auf der Agenda des 27-Jährigen: Gewinnt er noch drei Medaillen, überflügelt er mit dann 19 Mal Edelmetall die russische Kunstturnerin Larissa Latynina (18). Dabei geht der 27-Jährige diesmal "nur" in sieben Disziplinen an den Start. Die 200 m Freistil lässt der US-Amerikaner aus - und geht damit einem Duell mit Deutschlands Vorzeigeschwimmer Paul Biedermann aus dem Weg. Wobei dieser das noch nicht so ganz glauben mag: "Ich warte erstmal den Vorlauf ab, dann wird man sehen, ob er am Start ist oder nicht", sagte Biedermann, der bei seinem Weltrekordrennen 2009 in Rom den übermächtigen Phelps vom Thron stieß. Gegen ein Wiedersehen in London hätte er nichts einzuwenden: "Man muss natürlich sagen: Ein Rennen mit Michael Phelps ist immer etwas Besonderes." Ohne Phelps verliert das in den vergangenen Monaten so hochgejazzte 200-m-Finale am kommenden Montag viel von seiner Stahlkraft.


Steffen-Konkurrentin Alshammar angeschlagen

Die schwedische Schwimmweltmeisterin (50 Meter Freistil) Theresa Alshammar verzichtet bei den Olympischen Spielen in London auf einen Start am Samstag in der 4x100-m-Freistilstaffel. Auch die Starts über 50 und 100 m Freistil, bei denen die 34-Jährige auf Titelverteidigerin Britta Steffen treffen würde, sind gefährdet. "Wir schauen von Tag zu Tag", sagte der schwedische Teamarzt Rene Tour am Donnerstag, "es könnte ein paar Tage dauern oder einen Monat." Ein eingeklemmter Nerv verursacht Alshammar Schmerzen in der rechten Schulter. Die deutsche Freistil-Staffel der Frauen holte bei der WM im vergangenen Jahr Bronze.


Lemaitre verzichtet

Der französische Sprint-Europameister Christophe Lemaitre hat seinen Start über die 100 Meter abgesagt. Der schnellste Mann Europas möchte sich voll und ganz auf die 200 Meter konzentrieren, wo er, nicht zu Unrecht, auf eine Medaille spekuliert. Mitte Juli lief er in London die drittschnellste Zeit des Jahres über diese Distanz (19,91 Sekunden), während er auf den 100 Metern wohl keine Chance auf einen der vorderen Plätze gehabt hätte. Das Feld wird hier dominiert von den Jamaikanern Usain Bolt und Yohan Blake, sowie den US-Amerikanern Tyson Gay und Justin Gatlin.


Remis zum Auftakt

Die erste Begegnung des Männer-Fußballturniers endete unentschieden. In Glasgow traf Marokko auf die Mittelamerikaner aus Honduras. Die Afrikaner erwischten den besseren Start und gingen sieben Minuten vor der Pause durch Abdel Barrada in Führung. Honduras lies sich davon nicht beeindrucken und schlug in der 55. Minute mit dem Ausgleich zurück. Durch einen Elfmeter gingen sie sogar in Führung. Diese währte nicht lange, Marokko glich aus und kassierte sogar noch 19 Minuten vor Schluss eine rote Karte. Honduras konnte aber keinen Vorteil daraus ziehen. Im Verlaufe des Tages kommt es unter anderem noch zu den Begegnungen Spanien-Japan und Brasilien-Ägypten.


Zwei Leichtathleten suspendiert

Dimitris Chondrokoukis aus Griechenland wurde nach einem positiven Dopingtest von den Olympischen Spielen ausgeschlossen. Der Hallenweltmeister im Hochsprung wurde positiv auf das Steroid Stanozolol getestet. Sein ungarischer Kollege, der Diskuswerfer und Bronzemedaillengewinner von 2004, Zoltan Kövago, verweigerte eine Dopingkontrolle und reist nun ebenfalls nicht nach London.


Schumann wird deutscher Rekord-Teilnehmer

Mit seinem siebten Start bei Olympischen Spielen (1988-2012) wird Sportschütze Ralf Schumann in London zum deutschen Rekord-Teilnehmer. Der dreimalige Olympiasieger übertrifft sieben andere Athleten, die es auf sechs Teilnahmen brachten: Die Reit-Olympiasieger Hans-Günter Winkler (1956-76), Reiner Klimke (1960-88) und Ludger Beerbaum (1988-2008), Segel-Olympiasieger Jochen Schümann (1976-2000), Schützin Munkhbayar Dorjsuren (1992-2012), Turnerin Oksana Chusovitina (1992-2012) sowie Kanutin Birgit Fischer (1980-2004). Fischer ist mit acht Goldmedaillen die erfolgreichste deutsche Olympionikin.


Federer beim Tennis-Turnier an eins gesetzt

Roger Federer
An Position eins gesetzt: Wimbledonsieger Roger Federer.
© Getty Images

Der Wimbledonsieger Roger Federer wurde für das Herren-Einzelturnier, dessen Paarungen heute ausgelost wurden, an Position eins gesetzt. Der Schweizer steht somit vor dem Serben Novak Djokovic und Andy Murray, den er im Wimbledon-Finale im Juli bezwang. Außerdem gesetzt sind der Spanier David Ferrer und der Franzose Jo-Wilfried Tsonga. Tschechiens Tomas Berdych, der Serbe Janko Tipsarevic und Juan Martin Del Porto aus Argentinien komplettieren die Top-Acht. Für das Damen-Einzelturnier wurde die Weltranglistenführende Viktoria Azarenka (Weißrussland) vor Agnieszka Radwanska (Polen) und der Russin Maria Sharapova an Position eins gesetzt. Serena Williams, die diesjährige Siegerin in Wimbledon, steht auf Position vier.


"Wir alle brauchen mindestens acht Stunden Schlaf"

Wenn alle Augen Richtung Olympiastadion blicken, ist es für die Besatzung des Deutschland-Achters Zeit, ins Bett zu gehen. Denn Samstagmorgen geht es los mit den olympischen Ruderwettkämpfen am Lake Dorney vor den Toren Londons, genauer gesagt in Eton. Gerne wäre die Mannschaft bei der Feier dabei gewesen, aber die "Mission Gold" ist wichtiger. Gute Chancen hat das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes allemal: Nach der peinlichen Vorstellung und dem letzten Platz in Peking 2008 konnte in allen darauffoldenden Jahren der Weltmeistertitel gewonnen werden, die Crew um Schlagmann Kristof Wilke ist seit 34 Rennen ungeschlagen.


Stephanie Houghton
Schoss das erste Tor für die Gastgeberinnen: Stephanie Houghton (l.)

Fußballturnier der Damen gestartet

Standesgemäß sind die Favoriten des Damen-Fußballturniers gestartet. Den Anfang machte Weltmeister Japan, der Kanada zwar mit 2:1 bezwang, allerdings auch ein bisschen zittern musste. Wesentlich deutlicher liefen die Partien von Brasilien und den USA. Mit 5:0 gewannen die Damen vom Zuckerhut gegen Kamerun, die Nordamerikannerinnen besiegten Frankreich mit 4:2. Auch die Gastgeberinnen waren erfolgreich, mit einem knappen 1:0 bezwangen sie die Mannschaft aus Neuseeland.


Peinliche Flaggenpanne - Entschuldigung folgte

Vor dem Spiel zwischen Nordkorea und Kolumbien kam es zu einer äußerst peinlichen und brisanten Verwechslung. Anstatt der Flagge Nordkoreas wurde bei der Mannschaftspräsentation die des südlichen Nachbarn, der Republik Südkorea, eingeblendet. Die Spielerinnen verließen daraufhin in Protest den Platz, erst nach etwa einstündiger Verspätung konnte angepfiffen werden."Das war ein klarer Fehler. Wir werden alles unternehmen, damit das nicht noch einmal passiert und uns entschuldigen", ließen die Organisatoren verlauten. Nordkoreas Trainer sagte, dass auch der 2:0-Sieg seiner Mannschaft diesen Fauxpas nicht vergessen machen konnte. Das Organisationskommitee sowie die Stadionleitung haben sich mittlerweile offiziell bei der Mannschaft aus Nordkorea entschuldigt. "Wir haben schlicht und einfach einen Fehler gemacht. Wir haben uns entschuldigt und Schritte unternommen, um sicherzugehen, dass das nicht wieder passiert. Es war ein menschlicher Fehler. Ich kann versichern, dass es nicht wieder vorkommt", sagte der Generalsekretär des Organisationskomitees, Paul Deighton, auf Anfrage von BBC Radio.



26.07.12
 
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