Die Conference Championships der NFL stehen an

Saints, Rams, Chiefs, Patriots: Was Sie wissen müssen

NFL - 18.01. 00:45

Am kommenden Sonntag (Ortszeit) ist es soweit: Die letzten vier verbliebenen Teams in der National Football League 2018/19 ermitteln untereinander die beiden Super-Bowl-Teilnehmer. Im Finale der NFC kommt es dabei zum Duell zwischen den New Orleans Saints und den Los Angeles Rams - im Endspiel der AFC steigt der Showdown zwischen den Kansas City Chiefs und den New England Patriots. Hier erfahren Sie alles Wichtige zu den Spielen...

Die Oldies in den Conference Championships: Drew Brees (40, ein Ring) und Tom Brady (41, fünf Ringe). © imago

Die ersten beiden NFL-Endspiele stehen an: Zwischen den New Orleans Saints und den Los Angeles Rams wird am Sonntag (21.05 Uhr MEZ, LIVE! bei kicker, im Stream bei DAZN sowie auf ProSieben und ran.de) der Gewinner der National Football Conference und damit der erste Super-Bowl-Teilnehmer ermittelt.

Wer folgt ins große Finale in der Nacht vom 3. auf den 4. Februar 2019, bei dem die siebenmalige Grammy-Gewinnerin Gladys Knight die Hymne singen und die Band Maroon 5 zusammen mit Rapper Travis Scott die Halbzeit-Show zelebrieren wird? Entweder die Kansas City Chiefs oder die New England Patriots, die es in der Nacht von Sonntag auf Montag (0.40 Uhr MEZ, ebenfalls LIVE! bei kicker und im Stream bei DAZN ) miteinander zu tun bekommen - und dabei die Krone in der American Football Conference unter sich ausmachen.

Brees, Goff, Mahomes, Brady: Quarterbacks im Fokus

Das Hauptaugenmerk gehört in beiden Partien natürlich den Quarterbacks: So treffen im gewaltigen Mercedes-Benz Superdome zu New Orleans zum Beispiel die gerade erst 40 Jahre alt gewordene Saints-Ikone Drew Brees , der der Stadt bereits einen Super-Bowl-Sieg beschert hat ( 31:17 gegen die Indianapolis Colts im Jahr 2010 ), auf den jungen Herausforderer Jared Goff. Über den gerade einmal 24-Jährigen lässt sich durchaus sagen, dass er in kurzer Zeit schon eine gehörige Wandlung durchgemacht hat - und zwar in einem prominent besetzten Team, das sich allerdings auch Kritik gefallen lassen muss .

Im zweiten Spiel zwischen Kansas City und New England heißt es indes Shooting Star Patrick Mahomes , der auch in der jüngsten Divisional Round beim klaren 31:13 gegen die Indianapolis Colts aufgetreten war, trifft auf die noch immer aktive NFL-Legende Tom Brady. Der 41-Jährige macht auch in dieser Saison noch keinerlei Anstalten, kürzerzutreten oder nachzulassen . Das reibt er seinen Kritikern oder den Kritikern der gesamten Pats-Mannschaft auch gern unter die Nase: "Jeder denkt, wir sind schlecht."

Zwei Wiedersehen

Durchaus kurios ist übrigens, dass sich die Beteiligten bereits zum zweiten Mal in dieser Saison sehen: So hatte New Orleans zum Beispiel schon während der Regular Season in Week 9 das Vergnügen mit den Rams - und schickte den Gast aus L.A. mit einem 45:35 zurück an die Westküste. Der Vergleich zwischen Kansas City und New England findet derweil unter etwas anderen Vorzeichen statt: Denn waren die Chiefs während der Saison in Week 6 noch Gast in Foxboro (40:43), so tragen sie jetzt im AFC-Finale eben ein Heimspiel aus - eventuell ein großer Vorteil, da die eigenen Fans im "Kingdom" unfassbar laut sein können.

Die jungen Wilden in den Conference Championships: Patrick Mahomes (23) und Jared Goff (24), jeweils noch ohne Titel. © imago

Rekord-Pats gegen furiose Chiefs

Leicht wird es für Kansas City gegen die mit Sicherheit wieder bestens vorbereiteten Patriots um Trainer-Genie Bill Belichick, die in der Regular Season zwar Schwachstellen offenbarten, fünf Spiele verloren und mit einem unfitten Rob Gronkowski oder ohne Receiver Josh Gordon auskommen müssen, aber sicherlich nicht. Denn die Pats sind motiviert und stehen bekanntlich zum achten Mal in Folge im Endspiel um die AFC-Krone (Rekord) - von den fünf Super-Bowl-Siegen seit der Jahrtausendwende ganz zu schweigen. Doch Brady & Co. sind auch gewarnt vor Mahomes, Sprinter Tyreek Hill und all seine Kollegen: "Es ist schwer, diese Jungs zu verlangsamen, sie haben das ganze Jahr über schon sehr viele Punkte erzielt."

Gelingt der große Wurf?

Im Dome von New Orleans wird indes interessant sein, wie sich der immer noch blutjunge NFL-Head-Coach Sean McVay, der einen durchaus kuriosen Trend in der NFL-Trainersuche losgetreten hat , schlagen wird. Ist er schon reif für einen Super-Bowl-Einzug - mit gerade einmal 32 Jahren? Eine seiner Aussagen lässt schon einmal viel erhoffen: "Ich will immer auf der Höhe sein, was aktuelle Trends angeht und herausfinden, ob ich etwas übernehmen kann, das zum System oder den Spielern passt. Ich habe keine Angst davor, etwas zu klauen. Das mache ich jede Woche."

Offensivpower pur

Was überhaupt sicher erscheint bei beiden Partien: Weil sowohl die New Orleans Saints (31,5 Punkte im Schnitt während der Regular Season), die Los Angeles Rams (32,9), die Kansas City Chiefs (35,3) und auch die New England Patriots (31,5) offensiven Football lieben und stets zelebrieren, dürfen sich die neutralen NFL-Fans durchaus auf Touchdowns und Punkte en masse einstellen. Warum? Weil alle vier Teams in der Regular Seasons zugleich die offensivstärksten Mannschaften waren. Dass diese dann auch das NFC- bzw. das AFC-Finale erreichen, hat es seit dem Zusammenschluss (Merger) im Jahre 1970 überhaupt noch nicht gegeben.

Bleibt zum Schluss weiterhin der Play-off-Fluch der Chiefs, der einfach noch nicht gänzlich abgewendet ist - trotz der Tatsache, seit 1993 endlich mal wieder die Conference Finals erreicht zu haben. Denn: Von insgesamt zwölf Endrunden-Duellen seit 1993 hat Kansas City nur zwei gewonnen. So bleibt nach wie vor bestehen: Am 11. Januar 1970 hat das Team zum bislang einzigen Mal den Super Bowl gewonnen - mit 23:7 gegen die Minnesota Vikings .

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