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22.10.2018, 10:40

Week 7: Historische Aufholjagd in Philadelphia - Patriots jubeln

Nächste Meilensteine für Brees - Rams siegen weiter

Die Philadelphia Eagles gaben gegen die Carolina Panthers am Sonntag einen schon sichergeglaubten Sieg noch aus der Hand. Die New England Patriots hatten in Chicago eine späte Schrecksekunde zu überstehen, die Cleveland Browns gingen - mal wieder - in die Verlängerung. An deren Ende die Münder offenstanden. In den Spätspielen trug sich Drew Brees erneut in die NFL-Annalen ein, die Los Angeles Rams setzten ihren Siegeszug fort.

Cam Newton
Jubelte nach 0:17-Rückstand in Philadelphia noch mit den Panthers: Cam Newton.
© picture alliance

Die Carolina Panthers gingen bei Super-Bowl-Champion Philadelphia mit einem 0:17-Rückstand ins letzte Viertel - und starteten eine furiose Aufholjagd, auf die wahrlich nichts hingedeutet hatte. Touchdowns von Curtis Samuel und Devin Funchess brachten die Gäste wieder bis auf ein Field Goald ran. 2:17 Minuten vor dem Ende musste Cam Newton dann bei einem vierten Versuch volles Risiko gehen: Der Panthers-Quarterback kassierte einen Hit, brachte aber nach einem kurzen Lauf trotzdem noch einen Pass zu Torrey Smith für ein neues First Down. Wenig später standen die Panthers nach einem Lauf von Newton bis zur 1-Yard-Linie bei 3rd & Goal. Newton fand Tight End Greg Olsen - und plötzlich lag Carolina mit 21:17 vorne.

Aber die Eagles waren noch lange nicht geschlagen. Nachdem sich Corner Back James Bradberry nach einem 48-Yard-Pass von Eagles-Quarterback Carson Wentz Richtung Alshon Jeffery nur mit einer Pass Interference zu helfen wusste, stand Philadelphia schon wieder an der 22-Yard-Linie in der Panthers-Hälfte. Doch auch wenn eine Interception von Eric Reid nach Video-Ansicht noch aberkannt wurde, reichte es für den Titelverteidiger nicht mehr. Beim letzten Versuch wurde Wentz zu Boden gebracht und verlor den Ball - die Entscheidung.

Die Panthers, die in der Franchise-Geschichte noch nie einen 17-Punkte-Rückstand aufgeholt hatten, verbesserten ihre Bilanz auf 4:2. Newton brachte 25 von 39 Pässen für 269 Yards (2 TD) an den Mann und erlief weitere 49 Yards. Die Eagles stehen nun bei 3:4 und sind in der NFC East nur Dritter.

Trubiskys Hail Mary klappt nur fast

Die New England Patriots (Tom Brady: drei TD-Pässe) kamen auch ohne ihren angeschlagenen Star-Tight-End Rob Gronkowski zu einem 38:31-Erfolg bei den Chicago Bears. Diese kamen mit der letzten Aktion des Spiels fast noch einmal zurück: Kevin White fing einen Hail-Mary-Pass von Quarterback Mitchell Trubisky über 54 Yards, drehte sich kurz vor der Endzone noch kurz und wurde dann allerdings von mehreren Verteidigern zu Boden gebracht. Die Patriots (5:2) hatten allerdings auch den Ausfall von Rookie-Running-Back Sony Michel zu beklagen, der im zweiten Viertel mit einer Knieverletzung ausschied.

From Zero to Hero: Catanzaro schockt die Browns

Chandler Catanzaro
Wurde am Ende doch noch zum Matchwinner: Buccaneers-Kicker Chandler Catanzaro.
© Getty ImagesZoomansicht

Ohne Drama kann es Cleveland in dieser Saison offenbar nicht. Schon zum vierten Mal mussten die Browns in dieser Saison in die Overtime! In Tampa konnten sie sich diesmal allerdings bei Buccaneers-Kicker Chandler Catanzaro bedanken. Dieser setzte Sekunden vor Schluss ein Field Goal aus 40 Yards rechts daneben, nachdem er zuvor schon einen Extrapunkt verpasst hatte. Beim Stand von 23:23 ging es in die Verlängerung. Dort wurde Catanzaro dann doch noch zum Helden: Sein Field Goal aus 59 Yards (!) - das längste, das je in einer Overtime erzielt wurde - bescherte den Buccaneers doch noch den Sieg. Browns-Quarterback Baker Mayfield (23/34, 215 Yards, 2TD) stand an der Seitenlinie vor Entsetzen der Mund offen.

Der Mut der Titans wird in Wembley nicht belohnt

Begonnen hatte der NFL-Tag im Londoner Wembleystadion. Dort setzten die Tennessee Titans gegen die Los Angeles Chargers zu einer späten Aufholjagd an - und kamen durch einen Touchdown kurz vor Schluss bis auf 19:20 heran. Anstatt mit dem Extrapunkt in die Verlängerung zu gehen, gingen die Titans mit der Two-Point-Conversion auf Sieg - und scheiterten. Chargers-Safety Adrian Phillips unterband den Passversuch von Quarterback Marcus Mariota.

Brees erreicht nächste Meilensteine

Drew Brees
Vierter Quarterback in der NFL mit mehr als 500 Touchdown-Pässen: Drew Brees.
© picture allianceZoomansicht

Erst vor zwei Wochen hat sich Quarterback Drew Brees von den New Orleans Saints mit 72.000 geworfenen Yards einen NFL-Rekord geschnappt, nun erreichte der 39-Jährige erneut einen Meilenstein: Beim packenden 24:23-Sieg seiner Saints bei den Baltimore Ravens gelangen Brees seine Touchdown-Pässe Nummer 500 und 501. Er ist damit nach Peyton Manning (539), Brett Favre (508) und dem noch aktiven Superstar Tom Brady (504) erst der vierte Spieler in der NFL, der die Schallmauer von 500 Touchdown-Pässen knackte.

Zudem waren die Baltimore Ravens das letzte Team in der NFL, gegen das Brees noch auf einen Sieg gewartet hatte. nun hat er gegen alle 32 Teams mindestens einmal gewonnen, das war vor ihm nur Peyton Manning und Favre gelungen.

Rams weiter furios - Mahomes überflügelt Warner

Nicht zu stoppen sind derzeit die Los Angeles Rams. Die Kalifornier gewannen bei den San Francisco 49ers souverän mit 39:10 und fuhren ihren siebten Sieg im siebten Spiel ein. Die Rams sind damit das einzige Team in der gesamten NFL, das noch keine Niederlage kassiert hat.

Erst eine Pleite auf dem Konto haben auch die offensivstarken Kansas City Chiefs (6:1), die die Cincinnati Bengals mit 45:10 nach Hause schickten. Dabei brach auch Chiefs-Quarterback Patrick Mahomes eine NFL-Bestmarke. Noch nie in der Geschichte gelangen einem Quarterback in seinen ersten acht Spielen in der NFL 22 Touchdowns. Den bisherigen Rekord mit 21 Touchdown-Pässen vom NFL-Start weg stellte Kurt Warner in der Saison 1999 auf, als er im Trikot der St. Louis Rams in den ersten sieben Partien 21 Touchdowns erzielen konnte. Ein Jahr zuvor feierte er im letzten Saisonspiel sein Debüt im Rams-Trikot, dabei blieb er aber einst ohne Touchdown.

ski/jer

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