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27.04.2018, 09:32

Quarterback Rosen fällt auf 10 und rast

Große Emotionen, Wut und neun Fehler: Der NFL-Draft 2018

Der NFL-Draft hat den Erwartungen auch in diesem Jahr standgehalten und hatte gleich mehrere spezielle sowie einen sehr emotionalen Moment zu bieten.

NFL-Draft 2018
Emotionale und merkwürdige Momente: Auch beim NFL-Draft 2018.
© Getty ImagesZoomansicht

Zum ersten Mal überhaupt fand der alljährliche Draft in einem Stadion statt. Das gigantische AT&T-Stadium der Dallas Cowboys in Arlington (Texas) empfing zahlreiche Fans der 32 Teams, Journalisten und Übertragungswagen.

Die von vielen Experten prognostizierte verrückteste Lotterie der letzten Jahre erfüllte die hohen Erwartungen vollständig. Weil die Cleveland Browns die vergangene Saison historisch schlecht mit 16 Niederlagen und ohne einzigen Sieg beendet hatten, durfte das Franchise aus Ohio wieder mal an erster Stelle auswählen - und entschied sich überraschend für Quarterback Baker Mayfield (Oklahoma). Der 1,85m große, athletische Spielmacher war eigentlich als dritt- oder viertbester Quarterback in einer reich gefüllten Klasse eingeschätzt worden.

Ein neuer Running Back für die Giants - Rosen fällt und rast

Wie erwartet pickten die New York Giants dagegen an Position zwei Running Back Saquon Barkley (Penn State) und gaben damit gleichzeitig zu Protokoll, dass der im vergangenen Jahr kurzzeitig entmachtete Quarterback Eli Manning weiterhin das Vertrauen der G-Men genießt. Ein Quarterback ging trotzdem noch nach New York, an dritter Stelle wählten die Jets USC-Spielmacher Sam Darnold.

Ich war ziemlich angepisst.Rosens Reaktion auf den zehnten Pick

Bis auf Josh Allen (Wyoming), für den die Buffalo Bills den siebten Pick der Tampa Bay Buccaneers erwarben, wurde es kurzzeitig etwas ruhiger. Erst an zehnter Stelle sorgten die Arizona Cardinals wieder für ein Ausrufezeichen, tauschten den 15. Pick mit den Oakland Raiders und wählten (endlich) den von allen Experten als akkuratesten Werfer empfohlenen Josh Rosen (UCLA) aus.

Dass der Name des 21-Jährigen erst so spät fiel, verärgerte vor allem ihn selbst. "Ich war ziemlich angepisst", gab Rosen später zu, "als ich so tief gefallen bin." Er spüre jetzt die größte Motivation, allen zu zeigen, dass "vor mir neun Fehler gemacht wurden".

Großer Moment: Shazier geht wieder!

Für den emotionalsten Moment des Abends sorgte Ryan Shazier. Der Linebacker der Pittsburgh Steelers war Anfang Dezember bei einem Tackling unglücklich mit dem Kopf voraus in den Körper von Gegenspieler Josh Malone (Cincinnati Bengals) gekracht, konnte nicht mehr aufstehen und sich seitdem nur im Rollstuhl fortbewegen. Doch am Donnerstag die rührenden Bilder: Shazier ging (!) Arm in Arm mit seiner Verlobten Michelle auf die Bühne und verkündete den Steelers-Pick (Terrell Edmunds).

Equanimeous St. Brown, Wide Receiver mit deutschen Wurzeln, der im kicker-Interview kürzlich erst spekuliert hatte, vielleicht bei den New England Patriots Pässe von Tom Brady zu fangen, muss sich derweil noch gedulden. Am Freitag und Samstag finden die Runden zwei bis sieben statt - dann wohl mit St. Brown.


Lesen Sie hier das Interview mit Wide Receiver Equanimeous St. Brown, der seine NFL-Chancen vor dem Draft eingeordnet hat

mkr

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