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09.10.2017, 09:25

NFL, Week 5, Sunday: Texans verlieren Superstar Watt

Er macht's schon wieder: Rodgers stürmt Dallas

Fans der Dallas Cowboys sollten in den nächsten Tagen nicht auf einen gewissen Aaron Rodgers und seine Green Bay Packers angesprochen werden. Denn der Star-Quarterback und der Rest der Käsestädter verabschiedeten sich in der sonntäglichen Spätschicht von Week 5 erneut mit einem dramatischen Schlussakt inklusive furiosem Sieg aus Texas. Nun sitzen bei "America's Team" gleich zwei Stachel tief. Baltimore hingegen übte Druck auf Pittsburgh aus, während Seattle die L.A. Rams schlug. Das Sunday Night Game zwischen Houston und Kansas City wurde derweil überschattet.

Das zweite Zuhause von "ARod"

Aaron Rodgers und Richard Rodgers
Finaler Jubel: Aaron Rodgers und Namensvetter Richard (li.) beim letzten Touchdown der Packers.
© Getty ImagesZoomansicht

Das Duell der beiden NFC-Giganten Dallas (fünfmaliger Super-Bowl-Champion) und Green Bay (viermaliger Titelträger, insgesamt 13 NFL-Kronen) mit ihren gewaltigen Erfolgsgeschichten verspricht immer wieder Großes - und hält es: Erst im Januar 2017 hatten sich die beiden Teams in der NFC Divisional Round gesehen. Damals (34:31) wie heute (35:31) gewann Green Bay knapp, spät und jeweils auf dramatische Weise. Und damals wie dieses Mal überstrahlte ein Mann die Spiele. Sein Name: Aaron Rodgers.

15. Januar 2017: Was für ein Krimi in Arlington/Texas! Die Green Bay Packers setzten sich in der NFC Divisional Round im Januar 2015 bei den topgesetzten Dallas Cowboys, die mit 13:3 die Regular Season abgeschlossen hatten, mit 34:31 durch. Mit einem spektakulären 36-Yard-Zuspiel drei Sekunden vor dem Ende auf Jared Cook war der Packers-Quarterback der Entscheider. Kicker Mason Crosby musste nur noch anrücken und aus 51 Yards zum vielumjubelten Sieg der Käsestädter verwandeln. Gesagt, getan.

08. Oktober 2017: Was für ein finaler Drive und was für ein Nackenschlag für Dallas! Gerade einmal 62 Sekunden benötigte Star-Spielmacher Rodgers am Sonntag vor lautstarken 93.329 im AT&T Stadium, um seine Farben über 75 Yards zum spielentscheidenden Touchdown zu führen. Elf Sekunden vor Spielende fand der 33-Jährige Davante Adams, der erst vergangenen Spieltag von einem monströsen Hit von Chicago-Bears-Linebacker Danny Trevathan niedergestreckt worden war und zur Überraschung vieler an diesem Abend voll mitgewirkt hatte. Der Receiver (66 Yards und zwei TDs) fing das "Ei" und wenig später bejubelten die Packers den immens wichtigen Sieg sowie die auf 4:1 verbesserte Bilanz zum Saisonstart. Im Lager der Texaner um die bärenstarken Athleten Dak Prescott (251 Yards, drei TDs, eine Int.) und Ezekiel Elliott (116 Yards) hingen die Köpfe derweil tief - mal wieder hatte "ARod" in deren Heimstätte das letzte Wort. Er brauchte zum Entsetzen der Cowboys-Fans lediglich sein Siegerlächeln aufsetzen. Gesagt, getan.

Video zum Thema
NFL-Highlights- 09.10., 03:21 Uhr
Green Bay Packers vs. Dallas Cowboys Highlights
Fans der Dallas Cowboys sollten in den nächsten Tagen nicht auf einen gewissen Aaron Rodgers und seine Green Bay Packers angesprochen werden.
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06. Februar 2011: Ganz nebenbei erstrahlte Rodgers im gewaltigen Cowboys Stadium auch schon im gewaltigsten Rampenlicht. Hier sicherte sich der "Gunslinger" seinen ersten und bislang einzigen Ring - im Super Bowl XLV (45) stand ein 31:25 gegen Pittsburgh zu Buche, womit "ARod" damals in die Fußspuren von Packers-Legende Brett Favre (NFL-Champion 1996/97 in Super Bowl XXXI, 31) trat. Er brauchte nach seinem hochspannenden Finalsieg lediglich noch die Vince Lombardi Trophy in die Luft stemmen. Gesagt, getan.

Kurzum: Es scheint, dass Rodgers neben seinem Wohnzimmer Lambeau Field auch in Dallas eine zweite Heimat gefunden hat, wenngleich die Fans der Dallas Cowboys den "Houdini" der NFL wohl vorerst nicht mehr im AT&T Stadium sehen wollen.

Tippelschritte und Kleinigkeiten

Green Bay Packers
Führte seine Green Bay Packers zu einem späten Sieg: Star-Quarterback Aaron Rodgers (Mitte).
© Getty Images

Gewohnt bescheiden stellte sich Rodgers hinterher aber nicht ins Rampenlicht, sondern dankte dem gesamten Team für die Leistung in Dallas. Ein gewaltiges Lob hatte der Quarterback dabei vor allem für Rookie-Running-Back Aaron Jones (5. Runde, 182. Stelle), der für den verletzten Ty Montgomery (Rippenbruch) aufgelaufen und auf 125 Yards und einen TD gekommen war, übrig: "Er hat das großartig gemacht. Ich hatte ihm schon vor dem Spiel gesagt, dass ich mir um ihn keine Sorgen mache. So kam es dann auch, er hat ein starkes Auge bewiesen und großartig gespielt." Seinen finalen Drive, bei dem er auch selbst einmal lief und mit Ausfallschritten zwei Tackles brach, umschrieb er wie folgt: "Die Jungs haben das großartig gemacht. Genau hier kommt es auf Kleinigkeiten an - die haben wir richtig gemacht." Genau durch solche Siege wachse das Selbstvertrauen im Team weiter.

Ravens halten mit Steelers Schritt

Die Brust in Oakland ist derweil nicht mehr geschwollen: Die Raiders kassierten durch das 17:30 gegen Baltimore ihre dritte Niederlage in Serie (2:3) und bestätigten damit den Eindruck, den man schon in der vergangenen Saison gewonnen hatte: Ohne Quarterback Derek Carr, der sich einen Wirbelbruch im Rücken zugezogen hat, läuft wenig bis nichts!

Die Ravens dagegen, bei denen Spielmacher Joe Flacco einen soliden Tag erwischte (222 Yards, kein TD, keine Int.), verbesserten ihre Bilanz derweil auf 3:2 und zogen in der AFC North mit den am frühen Sonntag gewaltig gestrauchelten Pittsburgh Steelers (9:30 gegen Jacksonville, fünf Interceptions von Ben Roethlisberger) gleich.

Fehlerfest geht an Seattle

Earl Thomas (#29) bei der Arbeit: Seattles Safety bringt Rams-Receiver Robert Woods zu Boden.
Earl Thomas (#29) bei der Arbeit: Seattles Safety bringt Rams-Receiver Robert Woods zu Boden.
© imago

Eine der besten Abwehrreihen der NFL - und das seit Jahren - duellierte sich in Week 5 mit dem heißesten Angriff: Die Seahawks waren zu Gast in Los Angeles bei den Rams. Die Hawks behielten vor 60.745 Zuschauern im Memorial Coliseum letztlich mit 16:10 die Oberhand, was neben der gewohnt starken Defense-Performance um Cornerback-Ass Richard Sherman auch an etlichen Fehlern lag. Denn während sich Seattle zwei Turnovers erlaubte, lud L.A. den Kontrahenten gleichmal zu fünf Geschenken ein. Allein zwei davon packte Safety Earl Thomas auf sein Konto, sein Quarterback Russell Wilson (198 Yards, ein TD, eine Int.) erledigte zusammen mit Tight End Jimmy Graham (ein TD) offensiv den Rest.

Beinbruch! Watt muss ins Krankenhaus

Einen herben Dämpfer erlitt am Ende des Tages noch Houston (2:3) - und damit ist nicht die trotz einer starken Performance von Rookie-Quarterback Deshaun Watson (261 Yards, fünf TDs, keine Int.) erlittene 34:42-Niederlage im Sunday Night Game gegen die weiterhin mächtig aufdrehenden Kansas City Chiefs (5:0) gemeint. Star-Abwehrmann Justin James "J.J." Watt, der zu Beginn der Regular Season wegen seiner immensen, tatkräftigen wie millionenschweren Hilfe für die Opfer von Hurricane Harvey in den Schlagzeilen gewesen war, zog sich direkt im ersten (!) Drive des Spiels eine schere Verletzung zu.

Der 28-Jährige stolperte auf dem Weg Richtung Chiefs-Quarterback Alex Smith (324 Yards, drei TDs, keine Int.) ein wenig über seine eigenen Beine, blieb liegen, musste vom Feld gebracht und direkt in einen Krankenwagen verfrachtet werden. Doppelt bitter: Der dreimalige Defensive Player of the Year hatte bereits vergangene Saison 13 Partien wegen einer Rückenverletzung verpasst, nun folgte nach der Diagnose Schienbeinkopfbruch das Saison-Aus für 2017/18.


Ergebnisse, Week 5

Thursday Night, 5. Oktober (Ortszeit)

Tampa Bay - New England 14:19

Sunday, 8. Oktober

Cincinnati - Buffalo 20:16
Cleveland - New York Jets 14:17
Detroit - Carolina 24:27
Indianapolis - San Francisco 26:23 n.V.
Miami - Tennessee 16:10
New York Giants - Los Angeles Chargers 22:27
Philadelphia - Arizona 34:7
Pittsburgh - Jacksonville 9:30
Los Angeles Rams - Seattle 10:16
Oakland - Baltimore 17:30
Dallas - Green Bay 31:35

Sunday Night

Houston - Kansas City 34:42

Monday Night, 9. Oktober

Chicago - Minnesota

mag

Die NFL-Quarterbacks mit den meisten TD-Pässen der Geschichte
Der Touchdown-Thron: Rodgers auf Mannings Spuren
Der Touchdown-Thron: Rodgers auf Mannings Spuren
Schier endlos viele Touchdowns

In der National Football League tragen sie Teams auf ihren Schultern - und sind hauptverantwortlich für Erfolg oder eben Misserfolg: die Quarterbacks. Ihr oberstes Ziel ist es, Touchdown-Pässe zu werfen. In der Geschichte der NFL haben das besonders elf Spielmacher eindrucksvoll getan und jeweils mindestens 300 TDs erreicht. Das Besondere: Sieben QBs darunter sind immer noch aktiv. Ob sie die Nummer 1 noch schnappen können?
© Getty Images

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