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10.09.2017, 23:50

NFL, Week 1: Stafford liefert - "Beast Mode" ist wieder da

Jaguars feiern #Sacksonville - Ravens halten die Null

Ab sofort heißt es wieder: "Any given Sunday!" Oder: "An jedem verdammten Sonntag" fliegt der Football jetzt wieder durch die US-Stadien. In Week 1 der NFL-Saison gab es gleich einmal den ersten Shutout. Die Texans konnten nach der Harvey-Katastrophe kein emotionales Zeichen setzen, stattdessen wurde den Hashtag #Sacksonville von den Jacksonville Jaguars ins Leben gerufen. Und in Detroit rechtfertigte ein Spieler seinen neuen Megadeal.

Calais Campbell gegen Tom Savage
Jacksonvilles Tackle Calais Campbell hat Houstons Quarterback Tom Savage zu Boden gebrcht.
© imagoZoomansicht

Die Houston Texans wollten ihren Fans und der gesamten Stadt Houston im ersten Spiel nach Hurrikan Harvey einen Sieg und damit auch etwas Positives schenken. Doch die Jacksonville Jaguars hatten etwas dagegen und gewannen mit 29:7 bei überforderten Texanern. Houstons Headcoach Bill O'Brien hatte während der Preseason Tom Savage zu seinem Nummer-1-Quarterback gemacht und Rookie Deshaun Watson (12. Pick) in den Wartestand geschickt. Nach sechs "Sacks" und einer indiskutablen Leistung revidierte O'Brien seine Entscheidung schon im Eröffnungsspiel und gab Watson die Möglichkeit, es besser zu machen als sein interner Konkurrent.

Der Rookie schaffte immerhin einen Touchdown-Pass in seinem Premierenspiel, jedoch wurde er von einer dominanten Jaguars-Defense ebenfalls viermal zu Boden gerissen. Insgesamt also zehn "Sacks" (ein neuer Vereinsrekord) veranlasste Jacksonville via Kurznachrichtendienst Twitter einen eigenen Hashtag zu kreieren: #Sacksonville. Neben der starken Abwehrleistung glänzte auch Rookie-Running-Back Leonard Fournette mit 100 Rushing Yards sowie einem Touchdown.

Ravens: Shutout in Cincinnati

Eine ebenfalls beeindruckende Defensivleistung lieferten die Baltimore Ravens ab. Beim Divisionskonkurrenten Cincinnati Bengals gelang den Ravens ein sogenannter "Shutout". Heißt: Die Ravens gewannen, ohne einen gegnerischen Punkt zuzulassen. Im Gegensatz zum Fußball ist dies im Football eher eine Seltenheit. Baltimores Defense verbuchte nicht nur vier Sacks und einen Fumble gegen Bengals-QB Andy Dalton, sondern auch vier Interceptions.

Ravens-Spielmacher Joe Flacco (9/17 Pässe, 121 Yards, 1 TD, 1 Int.) hatte dank der Defensive einen verhältnismäßig ruhigen Nachmittag, was ihn angesichts der wegen einer Rückenverletzung versäumten Preseason auch nicht weiter störte. Abwehrrecke Terrell Suggs (zwei Sacks) bremste trotz des geglückten Saisonbeginns die Erwartungen an das Team gleich wieder: "Es war nur ein Spiel. Es ist zwar ein guter Start, aber wir haben noch einen weiten Weg vor uns. Eine NFL-Saison ist ein Marathon, kein Sprint", so der 34 Jahre alte Linebacker gegenüber "CBS".

"Beast Mode" is back

Marshawn Lynch
"Beast Mode" Marshawn Lynch in Aktion für die Oakland Raiders.
© Getty Images

Einen Rückkehrer bekamen die Fans in Nashville/Tennessee zu sehen. Running Back Marshawn Lynch feierte nach einem Jahr Abstinenz sein NFL-Comeback, mittlerweile aber in Diensten seiner Heimatstadt Oakland. Und die Raiders entführten bei den Tennessee Titans auch gleich den Sieg. Ein Touchdown gelang Lynch beim 26:16 zwar nicht, trotzdem machte der 31 Jahre alte Running Back, der sich in Seattle mit seinem Spitznamen "Beast Mode" einen Namen gemacht hatte, ein gutes Spiel. 18 Carries und 76 Yards standen für ihn zu Buche.

Für die beiden Quarterbacks Derek Carr (Oakland) und Marcus Mariota (Tennessee) war es der erste Pflichtspieleinsatz seit ihren Beinbrüchen, die beide am Weihnachtsspieltag der Vorsaison erlitten hatten. Carr (22/32, 262 Yards, 2 TD, keine Int.) hatte dabei das bessere Ende auf seiner Seite und gewann auch sein drittes Duell mit Mariota, der neben seinen 256 Passing Yards auch einen Rushing-TD erzielte. Es war jedoch das einzige Mal, dass die Titans die Endzone erreichten.

Stafford liefert nach Megadeal

Matthew Stafford
Detroits Matthew Stafford dirigiert seine Offense.
© Getty Images

Die Detroit Lions hatten während der Offseason eines klargemacht: Matthew Stafford ist der Quarterback ihres Vertrauens, also statteten sie ihren Spielmacher mit einem gewaltigen 135-Millionen-Dollar-Vertrag aus und machten den 29-Jährigen damit zum bestbezahltesten Quarterback der NFL-Geschichte. Gegen die Arizona Cardinals lieferte Stafford auch gleich und bewies einmal mehr seine Stärken im Schlussabschnitt. In diesen ging Detroit mit einem 15:17-Rückstand. Doch dann warf Stafford gleich zwei TD-Pässe auf Rookie Kenny Golladay und drehte damit die Partie noch in einen 35:23-Erfolg. Schon im letzten Jahr hatte Stafford acht (!) Spiele im vierten Viertel noch drehen können. Dieser Mann ist sein Geld wert.

Sunday Summary: Was sonst noch geschah ...

Washington Redskins - Philadelphia Eagles 17:30

Laufen verboten hieß es in der US-Hauptstadt. Weder die Redskins (64 Yards) noch die Eagles (58) setzten im direkten Duell auf das Run-Game. Im Passing hatte Philadelphias QB Carson Wentz (307 Yards, 2 TDs, 1 Int.) gegenüber Kirk Cousins (240 Yards, 1 TD, 1 Int.) die Nase vorn.

Chicago Bears - Atlanta Falcons 17:23

Vorjahresfinalist Atlanta musste in Chicago bis in die Schlusssekunden zittern, ehe ein Sack gegen Quarterback Mike Glennon drei Sekunden vor dem Ende und kurz vor der Falcons-Endzone den Sieg bedeuteten.

Cleveland Browns - Pittsburgh Steelers 18:21

Die Pittsburgh Steelers haben bei den Cleveland Browns noch gerade so eine Blamage verhindert. Ben Roethlisberger und Co. hatten gegen Rookie-QB DeShone Kizer (222 Yards, aber auch 7 Sacks) mehr Mühe als gedacht. Für "Big Ben" war es der 21. Sieg über die Browns.

Buffalo Bills - New York Jets 21:12

Die Buffalo Bills waren neben den Detroit Lions das einzige Team der 19-Uhr-Schicht, dass einen Heimsieg einfahren konnte. Der neue Bills-Headcoach Sean McDermott konnte sich nicht nur über zwei TD-Pässe von Tyrod Taylor, sondern auch über drei Interceptions seiner Defense freuen.


Ergebnisse, Week 1

Thursday Night, 8. September (Ortszeit)

New England - Kansas City 27:42

Sunday, 10. September

Buffalo - New York Jets 21:12
Chicago - Atlanta 17:23
Cincinnati - Baltimore 0:20
Cleveland - Pittsburgh 18:21
Detroit - Arizona 35:23
Houston - Jacksonville 7:29
Tennessee - Oakland 16:26
Washington - Philadelphia 17:30
Los Angeles Rams - Indianapolis
Green Bay - Seattle
San Francisco - Carolina

Sunday Night

Dallas - New York Giants

Monday Night, 11. September

Minnesota - New Orleans
Denver - Los Angeles Chargers

Sunday, 19. November

Miami - Tampa Bay (verlegt wegen Hurrikan Irma)

ssc

 
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