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09.09.2017, 18:32

NFL-Vorschau 2017, Teil 7 von 8: Atlanta, Carolina & Co.

NFC South: Falcons-Hangover? Panthers-Comeback?

Es fehlte wahrlich nicht viel, dann hätte die NFC South den aktuellen NFL-Champion gestellt. Die Atlanta Falcons hatten die 51. Auflage des Super Bowls in einem Endspiel der Marke Herzschlagfinale verloren. Gelingt im neuen Jahr der erneute Wurf? Oder droht ein Katerjahr, wie es die Carolina Panthers in der letzten Saison durchmachten? Auch Tampa Bay und New Orleans wollen in der Division ein Wörtchen mitreden.

Zwei Jahre in Folge stellte die NFC South einen Super-Bowl-Teilnehmer. Zweimal jubelte am Ende das Team aus der American Football Conference (AFC). Gelingt den Falcons, Panthers, Saints oder Buccaneers vielleicht sogar der dritte Einzug ins Endspiel in Serie? Ganz getreu dem Motto: Aller guten Dinge sind drei. Potenzial haben mindestens einmal zwei Teams, zwei weitere könnten ebenso überraschen.

Matt Ryan
Die vielleicht größte Enttäuschung seiner Karriere: Matt Ryan bei der bitteren Super-Bowl-Niederlage.
© Getty ImagesZoomansicht

Atlanta Falcons (Vorjahr: 11:5)

Die Atlanta Falcons waren im Februar nur wenige Spielzüge vom ersten Super-Bowl-Gewinn der Franchise-Geschichte entfernt und hatten nach einem zwischenzeitlichen 28:3-Vorsprung schon mehr als nur eine Hand an der Lombardi-Trophy. Doch Tom Brady hatte etwas dagegen und führte New England nicht nur zum größten Super-Bowl-Comeback der Geschichte, sondern auch zu seinem fünften Titel. Die Enttäuschung bei den Falcons war natürlich riesengroß, vor allem beim Regular-Season-MVP Matt Ryan. Wie also startet Atlanta in die neue Spielzeit? Macht sich eventuell ein Super-Bowl-Hangover breit?

Zwar haben die Falcons sämtliche Leistungsträger gehalten, dennoch müssen sie einen schwerwiegenden Verlust abseits des Feldes kompensieren. Offensive Coordinator Kyle Shanahan, der eine der besten Offensiven des Vorjahres aufgebaut hatte, wechselte zu den San Francisco 49ers, um dort den Posten des Cheftrainers anzutreten. Unter Shanahans Nachfolger, Steve Sarkisian, lief in der Preseason noch nicht alles rund.

Atlantas Fans können sich dennoch auf den Saisonstart freuen, denn die Falcons ziehen in ein nigelnagelneues Zuhause ein. Das Mercedes-Benz Stadium ist eine hochmoderne Arena, die nicht nur 1,4 Milliarden US-Dollar gekostet hat, sondern auch 71.000 Zuschauern Platz bietet. Verzichten müssen die Fans beim sonntäglichen Stadionausflug aber auf den dazugehörigen Hähnchen-Snack. Die aus Atlanta stammende Fastfood-Kette "Chick-fil-a" bleibt sich ihrer Firmenstrategie treu und lässt auch ihre Filiale im Stadion an Sonntagen geschlossen. Kleiner Trost: Alle weiteren Imbissbuden haben geöffnet, verhungern wird auf den Rängen also niemand.

Trainer: Dan Quinn
Stars: Matt Ryan (QB), Julio Jones (WR), Mohamed Sanu (WR), Tevin Coleman (RB), Devonta Freeman (RB), Alex Mack (C), Courtney Upshaw (DT), Vic Beasley (LB), Matt Bryant (K)

Tampa Bay Buccaneers (Vorjahr: 9:7)

Mike Evans
Mike Evans zieht regelmäßig zwei Verteidiger auf sich - und selbst dann ist er nur schwer zu stoppen.
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Die Hoffnungen der Tampa Bay Buccaneers ruhen auf Quarterback Jameis Winston, der in seine dritte Saison gehen wird. Ihm wurde mit DeSean Jackson ein weiterer brandgefährlicher Wide Receiver zur Seite gestellt, sodass er in Zukunft zwischen Jackson und Mike Evans (letzte Saison: 1321 Yards, zwölf TDs) wählen kann.

Jedoch muss Winston auch an sich selbst arbeiten und die eigene Interception-Quote herunterschrauben. Waren es in seiner Rookie-Spielzeit 15, wuchs diese Zahl im Vorjahr sogar auf 18 an. Einen solchen Wert (es waren die zweitmeisten aller Quarterbacks in der letzten Saison) darf sich Winston nicht erlauben, soll Tampa Bay in der umkämpften NFC South ein Wörtchen um den Divisionssieg mitsprechen.

Um die Defensive zu stärken wurde kurz vor Ende des Trainingslagers der erfahrene T.J. Ward (Super-Bowl-Sieger mit Denver) verpflichtet. Der Safety war zuvor von den Broncos entlassen worden und unterzeichnete daraufhin einen Einjahresdeal mit den Buccaneers. Aufs Feld darf Tampa Bay jedoch erst in Week 2. Das Auftaktspiel bei den Miami Dolphins wurde wegen Wirbelsturm Irma in die 11. Woche verschoben.

Trainer: Dirk Koetter
Stars: Jameis Winston (QB). Mike Evans (WR), DeSean Jackson (WR), Doug Martin (RB), Chris Baker (DE), Gerald McCoy (DT), Vernon Hargreaves (CB), Nick Folk (K)

New Orleans Saints (Vorjahr: 7:9)

Adrian Peterson (li.) und Drew Brees
Drew Brees (re.) auf Adrian Peterson: Diese Kombination dürfte bei den Saints-Fans die Herzen höher schlagen lassen.
© Getty ImagesZoomansicht

Seit Jahren ist die Offensive um Spielmacher Drew Brees das Aushängeschild der New Orleans Saints. Der Quarterback ist bekannt für seinen starken Arm und die weiten Pässe bis tief in die gegnerische Hälfte hinein. Um auch das Laufspiel der Saints anzutreiben, verpflichtete New Orleans Adrian Peterson, einen der besten Running Backs aller Zeiten. Jedoch schrieb "AP" in den letzten Jahren eher neben dem Feld Schlagzeilen, sei es durch Verletzungen oder durch "häusliche Gewalt".

Die Defensive muss bei den Saints einen großen Schritt nach vorn machen, um wieder Play-off-Spiele nach "Big Easy" zu bringen. Hierfür wurden auf den Linebacker-Positionen mit Manti Te'o und A.J. Klein gleich zwei Neue verpflichtet. Auch das Pass-Rushing war in der Vorsaison alles andere als herausragend, verzeichneten die Saints die fünftwenigsten "Sacks" ligaweit. Alex Okafor (letzte Saison 3,5 "Sacks") soll seinen Teil dazu beitragen, dass sich New Orleans in diesem Segment weiterentwickelt und dadurch auch etwas Druck von der Brees'schen Offensive nimmt.

Trainer: Sean Payton
Stars: Drew Brees (QB), Ted Ginn Jr. (WR), Adrian Peterson (RB), Mark Ingram (RB), Coby Fleener (TE), Mati Te'o (LB), Sterling Moore (CB)

Carolina Panthers (Vorjahr: 6:10)

Carolina Panthers
Kehrt bei Cam Newton (#1) und den Carolina Panthers in diesem Jahr die Leichtigkeit zurück auf's Feld?
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Die vergangene Spielzeit war für die Carolina Panthers eine richtige Enttäuschung. Nach einer MVP-Spielzeit von Quarterback Cam Newton und dem Einzug in Super Bowl L (50) gab es für die Panthers im Vorjahr nur sechs Siege und Platz vier in der Division. Eine Rückkehr wird nicht nur aufgrund der starken Konkurrenz in der NFC South ein schwieriges Unterfangen. Newton musste sich beispielsweise in der Offseason einer Schulter-OP unterziehen und verpasste dadurch weite Teile des Training Camps. Nachdem der Quarterback nicht nur im Passspiel eine wichtige Stütze im Team von Ron Rivera ist, sondern auch selbst als Läufer fungiert, ist ein fitter Newton gleich aus doppelter Sicht unersetzlich für die Panthers.

Die Defense wurde unter anderem mit Julius Peppers (ehemals Green Bay) verstärkt, jedoch ist der Veteran schon beachtliche 37 Jahre alt und wird wohl nicht jedes Spiel auf höchstem Level bestreiten können. Dafür kehrt Star-Linebacker Luke Kuechly (zuletzt oftmals von Gehirnerschütterungen gezeichnet) rundum genesen zurück, die womöglich wichtigste Nachricht für Carolina. Denn: Mit dem 26-Jährigen auf dem Feld ist in der Defense beinahe ein Unterschied wie Tag und Nacht auszumachen.

Trainer: Ron Rivera
Stars: Cam Newton (QB), Kelvin Benjamin (WR), Jonathan Stewart (RB), Greg Olsen (TE), Ryan Kalil (C), Julius Peppers (DE), Luke Kuechly (LB), Mike Adams (S)


Fazit: Die Falcons sind trotz der Super-Bowl-Niederlage am Ende der Vorsaison der große Favorit in der NFC South. Jedoch ist die Staffel nach oben hin vielleicht die ausgeglichenste Division von allen. Schwächephasen darf sich kein Team erlauben. Carolina wird nach dem Downer im Vorjahr zurückschlagen, New Orleans kann mit sieben Siegen aus dem Vorjahr ebenfalls nicht zufrieden sein - und verfügt mit Brees und Peterson über die Top-Duo.

Sandro Schüßler

Überblick: Die Spielmacher der 32 NFL-Teams
Brady, Rodgers, Prescott, Carr - Quarterbacks 2017
Die NFL-Quarterbacks 2017
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Das Hauptaugenmerk während der NFL-Saison 2017/18 liegt wie immer auf den Quarterbacks der 32 Teams, die die Spiele lesen, gestalten und natürlich im besten Fall gewinnen sollen. Das fällt Top-Stars wie Tom Brady, Aaron Rodgers, Eli Manning, "Big Ben" Roethlisberger, Drew Brees, Cam Newton oder Russell Wilson bekanntlich etwas leichter, doch auch bei den anderen Klubs tummeln sich gute, neue und talentierte Spielmacher.
© imago

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zum Thema

Vereinsdaten

Vereinsname:Atlanta Falcons
Gründungsdatum:30.06.1965
Vereinsfarben:schwarz, rot, silber, weiß
Anschrift:Atlanta Falcons
4400 Falcon Parkway
Flowery Branch, Georgia, USA 30542
Internet:http://www.atlantafalcons.com/

Vereinsdaten

Vereinsname:Tampa Bay Buccaneers
Gründungsdatum:01.01.1974
Vereinsfarben:Rot, dunkelbraun, orange
Anschrift:Tampa Bay Buccaneers
One Buccaneer Place
Tampa, Florida, USA 33607
Internet:http://www.buccaneers.com/

Vereinsdaten

Vereinsname:New Orleans Saints
Gründungsdatum:01.11.1966
Vereinsfarben:gold, schwarz, weiß
Anschrift:New Orleans Saints
5800 Airline Drive
Metairie, Louisiana, USA 70003
Internet:http://www.neworleanssaints.com/

Vereinsdaten

Vereinsname:Carolina Panthers
Gründungsdatum:26.10.1993
Vereinsfarben:blau, schwarz, silber, weiß
Anschrift:Carolina Panthers
800 South Mint Street
Charlotte, North Carolina, USA 28202
Internet:http://www.panthers.com/


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