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31.01.2017, 19:33

Equanimeous, Amon-Ra und Osiris: Auf zu den Profis?

Deutsche NFL-Hoffnungen: Die drei Brüder St. Brown!

Die National Football League erlebt in Deutschland einen Boom: Der krachende Sport aus Übersee findet seit Jahren immer mehr Anklang. Eine Sache fehlt aber: ein Star mit deutschen Wurzeln. Zwar hatte Deutschland mit Super-Bowl-Sieger Sebastian Vollmer, Kasim Edebali, Mark Nzeocha oder den mittlerweile nicht mehr aktiven Markus Kuhn und Björn Werner diverse Exporte. Doch alle haben eines gemeinsam: Sie sind bekannt für Abwehrarbeit. Am Horizont erscheinen nun drei Hoffnungsträger für die Offensive: Equanimeous, Osiris und Amon-Ra St. Brown. Der Älteste unter ihnen hat schon einen Draft-Termin. Der Traum lebt...

Drei Brüder und ein Ziel

Amon-Ra, Equanimeous und Osiris St. Brown (v.l.n.r.)
Deutsche NFL-Hoffnungsträger: Amon-Ra, Equanimeous und Osiris St. Brown (v.l.n.r.).
© Mike SteyerZoomansicht

Equanimeous, Osiris und Amon-Ra St. Brown haben ein großes, übergeordnetes Ziel: Die drei Brüder träumen allesamt von der gigantisch schillernden und weltweites Augenmerk auf sich ziehenden National Football League. Die NFL-Pläne oder besser NFL-Träume der drei Wide Receiver, deren Nachname vom Vater in das klangvollere St. Brown umgewandelt worden ist, könnten auch durchaus in Erfüllung gehen. Denn alle drei sind schon jetzt bestens geschulte Athleten, die mit besonderer Disziplin und einem gesunden Selbstvertrauen Yards und Touchdowns eintüten. Der älteste Bruder Equanimeous - kurz EQ genannt - ist diesem Ziel am nächsten: Aller Voraussicht nach wird er im NFL-Draft 2018 zur Auswahl stehen. Doch der Reihe nach...

"Mister Universe": Vater und Trainer zugleich

Die Geschichte der drei Talente beginnt in den 90er Jahren - ein Stück weit vor deren Geburt: Hier lernt die spätere Mutter Miriam Steyer, deren Familie einst in den 50er Jahren vor Kommunisten von Sachsen-Anhalt (DDR) ins Rheinland nach Leverkusen geflüchtet war, John Brown kennen. Jener John Brown ist ein aus dem durch Bandenkriegen bekannten Los-Angeles-Vorort Compton stammender Bodybuilder, zweimaliger Mister Universe und dreimaliger Mister World. Kurzum: Er ist ein stattlicher Kerl, der im Gegensatz zu vielen seiner ehemaligen Schulfreunde, die heutzutage im Gefängnis sitzen oder bereits verstorben sind, den Sport als Lebenschance wählt.

John Brown
Vater, Muskelberg und Trainer: John Brown.
© Mike Steyer

Aus der Romanze entwickelt sich zügig eine Liebesgeschichte, sodass Miriam prompt mit nach Kalifornien in die Heimat des Amerikaners zieht. 1996 wird geheiratet, kurze Zeit später der erste Sohn Equanimeous geboren, ehe die Geschwister Osiris und Amon-Ra folgen. Die Erziehung der drei Söhne läuft seitdem mustergültig ab: Die Mutter lässt die drei Sprösslinge dreisprachig in fließendem Englisch, Deutsch und Französisch aufwachsen, während der Vater mit all seiner Erfahrung den Coach gibt, der im Garagentraining Muskelaufbau und Disziplin gleichermaßen schult. Der Bodybuilder kennt sich schließlich aus. "Es gibt wohl keine Sportart, in der der Tagesablauf zwischen Training, Nahrungsaufnahme und Schlaf so getaktet ist wie im Profi-Bodybuilding. Im Tennis oder Fußball kann man mal ein Spiel gewinnen - trotz Trainingsrückstand. Wenn man aber im Bodybuilding auf der Bühne steht und man vorher nicht optimal trainiert und sich ernährt hat, dann sieht die Jury das sofort", sagt Mike Steyer. Der Onkel und Berater der drei Brüder ergänzt: "24 Stunden sind hier dem Sport gewidmet. Das ist eine Einstellung zum Leben - und das hat John den Jungs mit auf den Weg gegeben."

Top-Schulen, Top-Ausbildung

Alle drei Brüder gehen die ersten sechs Schuljahre auf eine französische Schule in Anaheim, ehe 2009 ein einjähriger Umzug nach Paris an eine öffentliche Schule folgt. Außerdem wird in den Sommerferien regelmäßig für zwei bis drei Monate Leverkusen besucht, die Heimatstadt der Mutter. Hier steigen die sportlichen Geschwister auch bei der "Bayer Leverkusen Fussballschule" ein und sorgen obendrein beim SC Hitdorf für Eindruck. Die beiden jüngeren Sportler - Osiris und Amon-Ra - werden später dem Bundestrainer der deutschen Football-U-19, Peter Springwald, per Telefon vorgeschlagen. 2015 werden sie schließlich (damals 16 und 15 Jahre alt) mit der U 19 Football-Vize-Europameister, wobei Amon-Ra als 15-jähriger Final-MVP wird.

Die Brüder lassen mit der Zeit auch die US-Football-Förderhochburgen hellhörig werden: Equanimeous landet an der Servite High School und zaubert zum Beispiel mit einem Salto-Touchdown im November 2016 für das bestens bekannte College-Team der Notre Dame Fighting Irish auf. Seine jüngeren Brüder spielen derweil in Kalifornien bei der hochangesehenen Mater Dei High School, während Osiris 2017 ans elitäre Stanford-College wechseln wird.

Selbstbewusste Aussagen

Was sagen die drei Brüder, die sich exklusiv gegenüber kicker online zu Wort gemeldet haben, nun zu ihrem bisherigen Werdegang? Was ist ihr exakter Traum? Was hat jeder einzelne eventuell den anderen voraus? Eines vorneweg: Sie haben ihr Ziel klar vor Augen - gepaart mit einem gesunden Selbstbewusstsein.

Mike Steyer, Amon-Ra, Osiris, Vater John, Mutter Miriam und Equanimeous mit Freundin (v.l.n.r.)
Eine sportliche Familie: Mike Steyer, Amon-Ra, Osiris, Vater John, Mutter Miriam und Equanimeous mit Freundin (v.l.n.r.).
© Mike Steyer

"Auf jeden Fall möchte ich in der NFL spielen", sagt Equanimeous und ergänzt: "Dort möchte ich der beste Wide Receiver in der Geschichte des professionellen Football werden." Auf ein Team, wo er 2018 landen könnte, fährt sich der erfahrenste der Brüder nicht fest: "Da gibt es einige, die ich gut finde: Cowboys, Patriots, Dolphins oder die Giants." Sein aktueller Lieblingsspieler steht derweil im Super Bowl am kommenden Sonntag (Ortszeit): Julio Jones, das Receiver-Ass von den Atlanta Falcons.

Die beiden jüngeren St. Browns glauben genauso an ihre Stärken - und blicken natürlich auch ein wenig zu ihrem großen Bruder auf. "Durch ihn habe ich gelernt, wie ich den ganzen Recruiting Process (Anwerbeverfahren an den Highschools; Anm.d.Red.) am besten durchlaufe", so Osiris. Amon-Ra ergänzt über Equanimeous: "Er ist ein Vorbild, weil er derjenige ist, der durch den ganzen Recruiting Process und dann auf das College gegangen ist. Das habe ich alles genau miterlebt."

Ruft die NFL?

Ob es einer der drei St. Browns und im besten Falle für die Familie alle drei in die NFL schaffen, steht freilich noch in den Sternen. Und die gewisse Portion Glück und wenig Verletzungspech gehört natürlich auch dazu. Doch eines lässt sich definitiv festhalten: Diese Jungs haben das Talent, den Eifer und die Disziplin, dieses Kunststück zu vollbringen.


Was die drei Geschwister und vor allem Equanimeous über die NFL oder den Alltag mitzuteilen haben, erfahren Sie in den nächsten Tagen auf kicker online.

Markus Grillenberger

 

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