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15.01.2017, 11:01

NFL-Play-offs, Divisional Round: Texans lassen Chancen liegen

Lewis überrascht! New England und Brady auf Kurs

Vier von 32 NFL-Teams schaffen es Jahr für Jahr in die Conference Championships. Verständlich also, dass die beiden Finalspiele in AFC und NFC stets andere Franchises präsentieren. Eine Konstante gibt es aber: New England. Denn die Patriots zogen durch das 34:16 gegen Houston bereits zum sechsten Mal am Stück ins AFC-Endspiel ein. Dabei hatten die Pats wahrlich nicht ihren besten Tag erwischt, doch der Gast aus Texas strauchelte selbst zu häufig. Ein Fluch hält somit weiter an.

Brady mit ungewöhnlichen Patzern und altbekannter Stärke

Tom Brady
Schlug nach dem Sieg gegen die Houston Texans bescheidene Töne an: New Englands Quarterback Tom Brady.
© picture allianceZoomansicht

Am Ende spricht das Ergebnis eine deutliche Sprache, dabei hielten die Houston Texans vor allem defensiv lange gut dagegen - und die heimischen New England Patriots somit immer wieder in Schach. Bis ins dritte Quarter lagen die Texaner lediglich knapp mit 13:17 im Hintertreffen. Bemerkenswert: Cornerback A.J. Bouye und Safety Andre Hal verbuchten jeweils eine Interception. Richtig gelesen: Houston strich zwei Interception ein, die Star-Quarterback Tom Brady unterlaufen waren. Zur Erinnerung: Der 39-Jährige, der zu Beginn der Regular Season vier Spiele aufgrund der DeflateGate-Affäre gesperrt gewesen war, hatte in zuvor zwölf Einsätzen 2016/17 lediglich zwei Picks gehabt.

Das waren neben einigen nicht angebrachten und zu ungenauen Pässen aber auch die einzigen Schwachpunkte von "TB12": Der Routinier und viermalige Super-Bowl-Champion, der sich mit einem weiteren und seinem fünften Titel auf den ewigen NFL-Thron vor Legenden wie Terry Bradshaw und Joe Montana (je vier Titel) hieven kann, verhalf seinen Farben letztlich mit 287 Yards und zwei Touchdown-Zuspielen zum verdienten 34:16.

Lewis trägt sich ins Rekordbuch ein

Neben Brady konnte sich Pats-Headcoach Bill Belichick neben einer gewohnt starken Defense (drei verzeichnete Interceptions) auch auf andere Schlüsselspieler verlassen: Julian Edelman verbuchte mit acht Receptions stolze 137 Yards, während Tight End Chris Hogan in Abwesenheit von Star Rob Gronkowski (Rücken) auf sehr gute 95 Yards kam.

Dion Lewis
Schaffte gleich drei Touchdowns: Running Back Dion Lewis (#33).
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Den Vogel abgeschossen hatte allerdings Running Back Dion Lewis: Der 26-Jährige, der in der gesamten Regular Season in sieben Partien nicht einen einzigen Touchdown erreicht hatte, kam an diesem Abend gleich auf drei TDs. Doch nicht nur das: Der pfeilschnelle und wendige Läufer trug sich zugleich in die NFL-Geschichtsbücher ein! Lewis ist mit seinem Rushing TD, Receiving TD und seinem Kick-off-Return TD über 98 Yards der einzige Football-Spieler der Historie, der dieses Dreierlei in einem Play-off-Spiel erreicht hat.

Rechnet man die Geschichte aller Regular Seasons dazu, ist Lewis einer von drei Akteuren mit diesem Kunststück: Chiefs-Rookie Tyreek Hill schaffte dies während dieser Saison 2016/17, zuvor hatte so etwas lediglich Gale Sayers 1965 für die Chicago Bears gepackt.

Bradys einmalige Reise

Zurück zum gesamten NFL-Franchise aus New England, das im mit 66.829 Zuschauern besuchten Gillette Stadium in Foxborough/Massachusetts den Gästen aus Houston um den über die gesamte Saison in der Kritik stehenden Quarterback Brock Osweiler (198 Yards, ein TD, drei Int.) letztlich keinerlei Chance ließ. Mit dem Erfolg und sechsten Erreichen des AFC-Finals in Folge (NFL-Rekord) bauten Belichick und Brady außerdem ihre famose Play-off-Heimbilanz auf stolze 16:3 aus. Das Gute: Auch im AFC-Finale gibt es Heimrecht.

Brady selbst hat derweil mit 23 Siegen in der NFL-Endrunde (seit 1970) in seinen 17 Jahren in der Liga allein mehr Play-off-Wins als 27 Mannschaften der National Football League - darunter Größen wie die Green Bay Packers, New York Giants oder Chicago Bears.

Bescheidener Brady

"Wir haben in vielen Bereichen nicht gut gespielt", fand Brady nach dem Spiel einige Kritikpunkte an sich und seinem Team. "Das war einer dieser Tage, an dem wir offensiv nie richtig ins Rollen kamen - was natürlich auch an der starken Abwehr der Texans lag. Nun werden wir in der Woche zusehen, diese Probleme anzusprechen und abzustellen." Alles in allem recht bescheidene Worte von einer Legende wie Brady nach dem Einzug in die Runde der letzten vier NFL-Teams. Ein Schritt noch, dann wäre der in Houston stattfindende Super Bowl 51 erreicht. Apropos Houston: Es bleibt damit dabei, dass noch nie ein Team das NFL-Finale im eigenen Stadion erreicht hat. Auch die Texans mussten nun die Segel streichen.


Die Play-offs der Saison 2016/17 im Überblick:

Divisional Round

Samstag, 14. Januar (MEZ)

Atlanta - Seattle 36:20

Sonntag, 15. Januar (MEZ)

New England - Houston 36:16
Dallas - Green Bay (22.40 Uhr)

Montag, 16. Januar (MEZ)

Kansas City - Pittsburgh (2.20 Uhr)

Wild Card Weekend

Samstag, 7. Januar (MEZ)

Houston - Oakland 27:14

Sonntag, 8. Januar (MEZ)

Seattle - Detroit 26:6
Pittsburgh - Miami 30:12
Green Bay - New York Giants 38:13

mag

 
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Vereinsdaten

Vereinsname:New England Patriots
Gründungsdatum:16.11.1959
Vereinsfarben:dunkelblau, rot, silber, weiß
Anschrift:New England Patriots
60 Washington Street
Foxboro, Massachusetts, USA 02035
Internet:http://www.patriots.com/

Vereinsdaten

Vereinsname:Houston Texans
Gründungsdatum:06.10.1999
Vereinsfarben:Dunkelblau, rot, weiß
Anschrift:Houston Texans
Two Reliant Park
Houston, Texas, USA 77054
Internet:http://www.houstontexans.com/


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