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08.01.2017, 10:26

NFL-Play-offs, Wild Card Round: Texans müssen wohl zu den Patriots

Houston träumt, Oakland knallt hart auf

Das erste Play-off-Spiel der NFL 2017 hatte insgesamt recht wenig an Spannung zu bieten. Zu angeknackst präsentierten sich die lange Zeit fröhlich, mutig und gefällig auftretenden Oakland Raiders - zu dominant die heimstarken Houston Texans. Beim 27:14-Sieg der Texaner, die weiterhin vom Super Bowl im eigenen Stadion träumen dürfen, konnte sich der Gastgeber selbst sogar etliche ruhigere Phasen erlauben. Nun erwartet Houston womöglich die schwierigste Auswärtsfahrt der gesamten Liga.

Touchdown: Brock Osweiler bejubelt seinen Rush in die Endzone.
Touchdown: Brock Osweiler bejubelt seinen Rush in die Endzone.
© Getty ImagesZoomansicht

Der tiefe Einschnitt und seine Folgen

Wie faszinierend war die Saison der Oakland Raiders gestartet, als Headcoach Jack Del Rio in Week 1 beim 35:34 in New Orleans kurz vor Schluss nicht den sicheren Extrapunkt zum 34:34 gewählt hatte, sondern All-in via Two-Point-Conversion gegangen war. Damals hatte sich schon angedeutet, dass dieser Kult-Klub mit all seinen verrückt gekleideten Fans die gesamte Liga aufmischen könnte. So war es schlussendlich auch gekommen: Denn die Regular Season hatte auch stark geendet, als erstmals seit 2002 die Play-offs erreicht worden waren. Den Raiders hatten viele den großen Sprung zugetraut.

Doch wie hart und niederschmetternd ging die Spielzeit für Oakland nun im Januar zu Ende: Zuerst hatte sich bekanntlich Star-Quarterback Derek Carr an Weihnachten schwer verletzt (Wadenbeinbruch), dann war dem NFL-Franchise mit dem mit zwei Säbeln verzierten Logo inklusive Konterfei eines Piraten mit Augenklappe auch noch der AFC-West-Titel und ein dabei sicheres Play-off-Heimspiel von den Kansas City Chiefs geklaut worden.

Houston zu stabil, Oakland zu brüchig

Der negative Höhepunkt folgte am Samstag im ersten Spiel der Wild Card Round: Oakland verlor bei den Houston Texans verdient mit 14:27, erreichte nur 203 Total Yards, erlaubte sich acht Strafen, vervollständigte nur zwei von 16 (!) Third Downs und leistete sich drei Turnovers. Der Gastgeber aus dem US-Bundesstaat Texas bedankte sich artig und fuhr bei selbst nur verzeichneten 291 Total Yards (kein Turnover) den souveränen Erfolg ein.

Dabei präsentierte sich der zuletzt auf die Bank verfrachtete 72-Millionen-Quarterback Brock Osweiler in deutlich verbesserter Form und konnte so die für ihn glücklichen Umstände (der eigentlich gesetzte Spielmacher Tom Savage fehlte aufgrund einer Gehirnerschütterung) bestens nutzen. Kurzum: Osweiler zeigte nach seinem Wechsel im Sommer von Super-Bowl-Sieger Denver seine bis dato beste Leistung im Trikot der Texans. Der 26-Jährige steuerte beim ersten Play-off-Sieg von Houston seit 2012 168 Yards, einen Pass-Touchdown, einen Rush-Touchdown bei keiner Interception bei. Er wirkte stets sicher.

Sein Gegenüber dagegen erlebte einen gebrauchten Tag: Rookie Connor Cook, der als erster NFL-Quarterback der Geschichte sein erstes Pflichtspiel direkt in einer Endrunde erlebte, verbuchte nur 161 Yards bei einem TD-Zuspiel und satten drei Interceptions. Cook musste ran, weil neben Carr auch Ersatzmann Matt McGloin (Schulter) verletzt fehlte.

Gegen New England - oder wieder Kansas City?

Die Freude im Lager der Texaner war natürlich riesengroß - zumal Wiedergutmachung nach der 0:30-Wild-Card-Pleite im vergangenen Jahr (Kansas City) betrieben wurde. "Eine unglaubliche Mannschaftsleistung - in allen drei Teilen: Offense, Defense, Special Teams", lobte Headcoach Bill O'Brien hinterher in der Kabine. "Dies war wahrscheinlich unser bestes Saisonspiel. Das alles ist die Belohnung für unsere harte Arbeit die Saison über. Doch es steht noch viel Football aus - und darauf müssen wir uns jetzt fokussieren."

Die nächste Aufgabe könnte dabei schwieriger kaum sein: Entweder geht es zu den immens heimstarken New England Patriots um Quarterback-Ass Tom Brady oder zu den fast genauso heimstarken Kansas City Chiefs um Tight End Travis Kelce.

Die Zukunft?

Trainer Jack Del Rio (Mitte)
Lobte sein Team: Oaklands Trainer Trainer Jack Del Rio (Mitte).
© Getty Images

Die famose Reise der Oakland Raiders nach vielen Jahren der Tristesse ging derweil auf extrem harte Weise zu Ende. Was verständlicherweise für getrübte Stimmung und hängende Köpfe sorgte - im Team und bei den Fans. Trainer Jack Del Rio sprach trotzdem ein riesengroßes Lob für eine insgesamt überzeugende Saison aus: "Wir brauchen uns für das heute nicht zu entschuldigen. Wir haben stets stark gespielt und alles gegeben. Und das Wichtigste: Wir haben eine vielversprechende Zukunft vor uns. Das war nur der Anfang."


Wild Card Round 2016/17

Samstag, 7. Januar (MEZ)

Houston - Oakland 27:14

Sonntag, 8. Januar (MEZ)

Seattle - Detroit (2.15 Uhr)
Pittsburgh - Miami (19.05 Uhr)
Green Bay - New York Giants (22.30 Uhr)

Freilose

New England (14:2, bestes Team der AFC in der Regular Season)
Kansas City (12:4, zweitbestes Team der AFC in der Regular Season)
Dallas (13:3, bestes Team der NFC in der Regular Season)
Atlanta (11:5, zweitbestes Team der NFC in der Regular Season)

mag

 
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