Tags zuvor hatte Bob-Pilot Thomas Florschütz bereits im Zweier einen Achtungserfolg gefeiert. Am Sonntag legte er im Vierer nach und kam auf der olympischen Bahn im russischen Sotschi ebenfalls auf Platz zwei ins Ziel. Zum Ende eines anfangs durchwachsenen Winters durfte Florschütz zufrieden bilanzieren: "Das war ein geiler Abschluss einer Saison, die nicht so ganz einfach für uns war. Ich bin hochzufrieden mit unseren zweiten Plätzen". Für den Potsdamer Manuel Machata reichte es nach Schwierigkeiten beim Start nur für einen neunten Rang. Weltmeister Maximilian Arndt hatte verletzungsbedingt nicht teilgenommen.
Der 34-jährige Florschütz aus dem sächsischen Riesa verpasste den Sieg im letzten Weltcuprennen nur ganz knapp. Lediglich zwei Hundertstelsekunden betrug der Vorsprung seines lettischen Konkurrenten Oskar Melbardis. Letztlich zählte aber der positive Eindruck, auch bei Bundestrainer Christoph Langen. Der zeigte sich zwar von den Bedingungen in Sotschi nicht gänzlich überzeugt: "Es waren viele Kleinigkeiten, das ist immer nervig." Sportlich war er aber mit den Leistungen seiner Athleten im Reinen: "Aber es haben sich alle zusammengerauft, das war sehr gut."
"Ich habe unten zu viel gemacht, dadurch ist mir der Ski weggeklappt. Deshalb musste ich abbrechen. Es war mein eigener Fehler", erklärte Richard Freitag ganz selbstkritisch, warum es für die deutschen Skispringer im Mannschaftswettbewerb in Oberstdorf am Sonntag nur zu Platz vier reichte. Besagter Fehler unterlief Freitag beim finalen Sprung auf 196 Meter. So fehlten dem DSV-Quartett am Ende 2,5 Punkte auf die drittplatzierten Slowenen und 8,2 Zähler auf den Zweiten Österreich. Es gewannen die Norweger, die sich auch die 100.000 Euro Prämie für den Gesamterfolg in der Team-Tour sicherten.
"Es wäre natürlich schön gewesen, wenn wir noch einmal aufs Podest gekommen wären. Aber Richie ist leider ein Fehler unterlaufen", nahm auch Bundestrainer Werner Schuster kein Blatt vor den Mund. "Eine misslungene Generalprobe hat oft etwas Gutes", hoffte Severin Freund mit Blick auf die nordische Ski-WM. "Auch wenn wir knapp am Podium vorbeigeflogen sind, war es ein guter Wettkampf."
1. Norwegen (Jacobsen, Hilde, Bardal, Stjernen) 1577,1 Punkte, 2. Österreich (Kraft, Loitzl, Koch, Schlierenzauer) 1529,3, 3. Slowenien (Tepes, Kranjec, Hvala, Prevc) 1523,6, 4. Deutschland (Severin Freund/Rastbüchl, Richard Freitag/Aue, Michael Neumayer/Berchtesgaden, Andreas Wank/Oberhof) 1521,1
Bei den Mehrkampf-Weltmeisterschaften der Eisschnellläufer in Hamar warf Claudia Pechstein schon nach dem ersten Tag das Handtuch. Ein fiebriger Infekt ließ ein weiteres Mitmachen der Berlinerin nicht zu, so dass sie am Samstag aufgab. Für einen niederländischen Doppelsieg sorgten am Sonntag Ireen Wüst und Diane Valkenburg. Bei den Männern holte Sven Kramer zum sechsten Mal den Mehrkampf-Titel. Dem Niederländer gelang dies als erstem Eisschnellläufer in der 124-jährigen WM-Geschichte. Als 18. hatte Moritz Geisreiter das Finale der besten acht Läufer deutlich verpasst.
Vier Tage vor dem Beginn der nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Val di Fiemme hat Axel Teichmann mit seinem besten Saisonergebnis seine Nominierung gerechtfertigt. Über 15 Kilometer im freien Stil kam er auf Platz vier. Sieger Johan Olsson aus Schweden war 15,1 Sekunden schneller. "Top Zehn hatte ich nach den Trainingseindrücken durchaus für machbar gehalten. Dass es so weit nach vorn ging, zeigt, dass er sich seiner Bestform nähert. Wenn es bei ihm läuft, ist immer ein Podestplatz in Reichweite", zeigte Bundestrainer Frank Ullrich sein Vertrauen in Teichmann. Schon vor zwei Wochen beim Weltcup in Sotschi hatte er Fortschritte bei Teichmann ausgemacht, obwohl sich dieser auch da im Einzel nicht im Vorderfeld platzierte.
Skilangläuferin Katrin Zeller hat bei der Generalprobe für die nordische Ski-WM in Val di Fiemme (20. Februar bis 3. März) eine Platzierung unter den besten Zehn verpasst. Im Freistilrennen über zehn Kilometer landete die Oberstdorferin im schweizerischen Davos auf dem 13. Platz. Fast eine Minute lag Zeller hinter der Spitze.
Es siegte die Norwegerin Therese Johaug, die die polnische Gesamtweltcupführende Justyna Kowalczyk (8,9 Sekunden zurück) und ihre Landsfrau Kristin Störmer Steira (13,4) auf die Plätze verwies. Stefanie Böhler aus Ibach verpasste auch im letzten Weltcuprennen vor der WM einen Platz unter den ersten Acht und damit die WM-Norm. Mit einem Rückstand von 2:14,0 Minuten reichte es nur zu Rang 44. Elisabeth Schicho (Schliersee) beendete den Wettkampf auf dem 40. Platz.
1. Therese Johaug (Norwegen) 26:16,7 Min.; 2. Justyna Kowalczyk (Polen) + 0:08,9; 3. Kristin Størmer Steira (Norwegen) + 0:13,4; 4. Emma Wiken (Schweden) + 0:17,8; 5. Charlotte Kalla (Schweden) + 0:19,4; 6. Julia Tschekalewa (Russland) + 0:23,9; 7. Marina Piller (Italien) + 0:35,1; 8. Riikka Sarasoja-Lilja (Finnland) + 0:39,3; 9. Heidi Weng (Norwegen) + 0:40,8; 10. Kerttu Niskanen (Finnland) + 0:42,4; ...13. Katrin Zeller (Oberstdorf) + 0:52,4; 40. Elisabeth Schicho (Schliersee) + 2:09,4; 44. Stefanie Böhler (Ibach) + 2:14,7
1. Justyna Kowalczyk (Polen) 1552 Pkt.; 2. Therese Johaug (Norwegen) 1047; 3. Kristin Størmer Steira (Norwegen) 929; 4. Kikkan Randall (USA) 906; 5. Anne Kyllönen (Finnland) 790; 6. Heidi Weng (Norwegen) 669; 7. Marit Bjørgen (Norwegen) 642; 8. Krista Lähteenmäki (Finnland) 573; 9. Astrid Uhrenholdt Jacobsen (Norwegen) 558; 10. Charlotte Kalla (Schweden) 473; 11. Denise Herrmann (Oberwiesenthal) 462; ...14. Katrin Zeller (Oberstdorf) 381; 27. Nicole Fessel (Oberstdorf) 218; 38. Hanna Kolb (Buchenberg) 137; 63. Sandra Ringwald (Schonach) 43; 74. Stefanie Böhler (Ibach) 31; 113. Elisabeth Schicho (Schliersee) 3
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